News-Ticker: Coronavirus in Kassel

Corona in Kassel: Physiotherapeuten fordern Unterstützung für Patienten

Auf der Wilhelmshöher Allee in Kassel herrscht wegen der Corona-Krise Stille.
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Auf der Wilhelmshöher Allee in Kassel herrscht wegen der Corona-Krise Stille.

Corona-Pandemie in Kassel: Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Stadt und Landkreis ist nur leicht gestiegen. Ein Sozialpsychologe kritisiert Hamsterkäufe.

Update vom Dienstag, 24.03.2020, 19.03 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus in der Region Kassel stellt Physiotherapeuten* vor große Herausforderungen. Patienten sagen ihre Termine ab, und die Praxen müssen ihre Angebote einschränken.

Update vom Dienstag, 24.03.2020, 15.29 Uhr: Einkaufsregale sind ausgeräumt und viele Tafeln in ganz Deutschland mussten schließen: Hamsterkäufe führen während der Corona*-Pandemie zu vielen Problemen. 

Prof. Marc-André Reinhard, Sozialpsychologe an der Uni Kassel, kritisiert das Einkaufsverhalten: „Nein, vernünftig ist Hamstern nicht. Vernünfitg wäre, weiterhin so viel einzukaufen, wie man auch wirklich benötigt - einfach um Engpässe zu vermeiden. Hier geht es tatsächlich um Solidarität“. In Interview erklärt er, warum Menschen zu Hamsterkäufen neigen.

Corona-Pandemie in Kassel: einige Sparkassen-Filialen schließen

Update vom Dienstag, 24.03.2020, 11.38 Uhr: Die Kasseler Sparkasse reduziert wegen der Corona-Pandemie vorübergehend die Anzahl der geöffneten Beratungscenter, um den Betrieb an vorerst 19 Standorten in der Region Kassel sicherzustellen.

Alle Selbstbedienungsbereiche stehen weiterhin zur Verfügung. Außerdem werden Schließfachkunden gebeten, bei Bedarf einen Termin über das Kunden-Servicecenter (0561/7124-56789) zu vereinbaren. Die folgenden Sparkassen-Beratungscenter haben ab morgen zu den üblichen Geschäftszeiten geöffnet:

  • Stadt Kassel: Harleshausen, Bad Wilhelmshöhe, Nordend, Niederzwehren, Wehlheiden, Waldau, Wolfsanger
  • Landkreis Kassel: Hofgeismar, Vellmar, Wesertal-Gieselwerder, Bad Karlshafen, Zierenberg, Fuldatal-Ihringshausen, Ahnatal-Weimar, Wolfhagen, Baunatal, Kaufungen-Niederkaufungen, Niestetal-Sandershausen, Lohfelden

Corona-Pandemie in Kassel: Zahl der Coronavirus-infektionen nur leicht gestiegen 

Update vom Dienstag, 24.03.2020, 11.04 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in der Region Kassel ist leicht gestiegen. Wie die Stadt Kassel am Dienstagmorgen bekannt gab, gibt es mittlerweile 91 bestätigte Coronavirus-Fälle (Stand: 24.03.2020, 09.30 Uhr). Somit ist die Zahl der Coronavirus-Fälle im Vergleich zum Vortag um 4 gestiegen.

Jeweils zwei Corona-Infektionen sind in der Stadt Kassel und im Landkreis Kassel neu bestätigt worden. Acht der mit dem Coronavirus infizierten Patienten werden derzeit in Krankenhäusern behandelt, sechs davon auf Intensivstationen. Alle anderen befinden sich ebenso wie die Kontaktpersonen in häuslicher Isolation.

Corona-Pandemie in Kassel: Schadstoffsammlung wegen Coronavirus ausgesetzt

Update vom Dienstag, 24.03.2020, 07.40 Uhr: Die mobile Schadstoffsammlung des Landkreises Kassel ist wegen der Corona-Pandemie vorerst ausgesetzt, alle Sammeltermine in Städten und Gemeinden entfallen. Uwe Pietsch, Betriebsleiter der Abfallentsorgung im Landkreis, bittet darum, Reste von Farben und Lacken, Pflanzenschutzmitteln, Reinigungs- oder Lösemittel sowie Elektrokleingeräte zu Hause aufzubewahren, bis die Sammlungen wieder stattfinden können.

Nur wer wegen eines Umzuges seine Schadstoffe dringend entsorgen muss, kann sich unter der Rufnummer 0561 / 10031133 an die Abfallentsorgung im Landkreis Kassel wenden. Pietsch: „Wir versuchen in solchen Notfällen, eine individuelle Lösung zu finden.“

Corona-Pandemie in Kassel: Zahnarzt-Praxen merken Auswirkungen des Coronavirus

Update vom Montag, 23.03.2020, 21.09 Uhr: Die Corona-Pandemie wirkt sich auf fast alle Branchen aus. Auch Zahnärzte im Landkreis Kassel spüren enorme Veränderungen. Ein Beispiel: Eine einzige Patienten sitzt im Wartezimmer von Dr. Dietmar-Jürgen Marucs´ Zahnarztpraxis in Baunatal.

Update vom Montag, 23.03.2020, 19.18 Uhr: Während der Corona-Pandemie ist auch der Gang durch die Supermärkte anders. Das spürt man auch in Kassel beim Edeka Aschoff an der Frankfurter Straße.  

Corona: Für viele Läden in Kassel gelten neue Coronavirus-Regelungen

Update vom Montag, 23.03.2020, 16.44 Uhr: Gaststätten, Mensen, Hotels und andere Gewerbe in Kassel dürfen Speisen und Getränke nur zur Abholung oder Lieferung anbieten. 

Laut der Stadt Kassel gelten folgende Regelungen: „Bei der Abholung von Speisen und Getränken ist sicherzustellen, dass die Speisen und Getränke ohne Wartezeit zur Verfügung stehen oder die Warteplätze so gestaltet sind, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Personen gewährleistet ist und geeignete Hyienemaßnahmen getroffen werden und Aushänge zu den erforderlichen Hygienemaßnahmen erfolgen“. 

Update vom Montag, 23.03.2020, 15.21 Uhr: Viele Läden dürfen zurzeit nicht öffnen. Für Supermärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Waschsalons, Tankstellen und Drogerien gelten laut Stadt Kassel folgende Regelungen: „Bei Öffnung dieser Einrichtungen sind die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Hygenie, Zutrittssteuerung und Vermeidung von Warteschlagen zu beachten. 

Ein Mindestabstand von 1,5 Meter zwischen Personen ist sicherzustellen, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind“. Halten die Läden die Auflagen nicht ein, droht deren Schließung.

Klinikum Kassel rüstet sich für die Corona-Krise

Update vom Montag, 23.03.2020, 14.12 Uhr: Wie bereitet sich das Kasseler Klinikum auf die steigenden Corona-Fälle vor? Derzeit laufen Vorbereitungen für eine separate Zentrale Notaufnahme für Coronavirus-Patienten. Zudem habe man Covid-19-Stationen eingerichtet, sowohl für die Regelversorgung als auch für die intensivmedizinische Betreuung, sagt Dr. Thomas Fischer, der Geschäftsführer und Ärztliche Direktor des Klinikums Kassel.

An den Primärstandorten, dem Klinikum Kassel, der Kreisklinik Hofgeismar und dem Krankenhaus Bad Arolsen stünden rund 120 intensivmedizinische Plätze zur Verfügung. Am Klinikum sei zudem eine Intensivstation mit 18 Betten für schwerkranke Covid-19-Patienten eingerichtet. Und: „Die Intensivkapazität kann bei Bedarf akut ausgebaut werden.“

Corona-Pandemie in Kassel: Wegen Coronavirus geschlossen - Regeln für Erstattung von Kita-Gebühren

Update vom Montag, 23.03.2020, 11.25 Uhr: Seit einer Woche sind die Kindergärten, Krippen und Tageseltern in Kassel wegen der Corona-Pandemie* nur noch im Notbetrieb. Der Großteil der Kinder muss zu Hause bleiben. Nun fragen sich immer mehr Eltern, ob sie ihre Beiträge erstattet bekommen.

Vor dem Hintergrund, dass mehr Menschen wegen der Coronavirus-Situation arbeitslos werden oder nur noch Kurzarbeitergeld bekommen, ist dies relevant. Je nachdem, wo sich die Kita befindet und wer Betreiber ist, sind die bisherigen Regelungen unterschiedlich.

Corona-Pandemie in Kassel: Großer Ansturm auf Baumarkt wegen Coronavirus

Update vom Montag, 23.03.2020, 07.23 Uhr: Die bei vielen Menschen in Kassel gewonnene Freizeit durch die Corona-Pandemie verbringen sie im Baumarkt. Nun ist Zeit, den Garten auf Vordermann zu bringen oder die Wohnung zu renovieren.

Das führte bei den Baumärkten in der Region am Wochenende zu einem großen Ansturm. Durch die Sicherheitsmaßnahmen wegen des Coronavirus wurde der Baumarkt in Kassel zu einem Hochsicherheitstrakt*.

Corona-Pandemie in Kassel: Zahl der Coronavirus-Infizierten erneut gestiegen

Update vom Montag, 23.03.2020, 06.44 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in der Region Kassel ist erneut gestiegen. Wie die Stadt Kassel am Sonntag bekannt gab, gibt es mittlerweile 87 bestätigte Coronavirus-Fälle (Stand: 22.03.2020, 13 Uhr). Somit ist die Zahl im Vergleich zum Vortag um 5 gestiegen.

In der Stadt Kassel blieb die Zahl der Corona-Fälle gleich (43). Im Landkreis Kassel sind 5 neue Coronavirus-Infektionen bestätigt worden (44).

Corona-Pandemie in Kassel: Gastronomie leidet unter Auswirkungen des Coronavirus

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 13.11 Uhr: Die Corona-Pandemie beutelt Gastronomen schon länger. In und um Kassel* müssen Restaurants geschlossen bleiben. Was sagen die Unternehmer?

Viele wissen nicht, wie es weitergehen soll: Die Gastronomen in Kassel müssen um ihre Existenz fürchten. Sie leiden unter den massiven Auswirkungen des Coronavirus. Viele sehen einer Insolvenz entgegen, wenn sich die Situation nicht ändert.

Corona-Pandemie in Kassel: Reisebranche hat mit Coronavirus zu kämpfen

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 07.20 Uhr: Weltweite Reisewarnungen und Ausgangssperren. Viele Bereiche sind von der Corona-Krise betroffen. Auch in Kassel ist es besonders die Reisebranche*, die zu kämpfen hat.

Corona-Pandemie in Kassel: Auswirkungen des Coronavirus

Update vom Samstag, 21.03.2020, 21.26 Uhr: Die Kreisklinik Wolfhagen im Landkreis Kassel soll im Corona-Notfall* den stationären Betrieb wieder aufnehmen: Am Samstag sprachen sich die Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) und der Landkreis Kassel dafür aus. Hintergrund ist die erwartete starke Zunahme von Coronavirus-Fällen in naher Zukunft. 

Update vom Samstag, 21.03.2020, 17.41 Uhr: Jetzt gefährdet das Coronavirus auch die Spargelernte: Ein Landwirt im Landkreis Kassel* findet keine Erntehelfer und braucht staatliche Unterstützung.

Corona-Pandemie in Kassel: Aktionen gegen den Coronavirus-Koller

Update vom Samstag, 21.03.2020, 16.43 Uhr: Eine gut gemeinte Aktion zur Aufheiterung in Zeiten der Coronavirus-Gefahr ging in Kassel* gründlich in die Hose. Ein wenig Musik auf dem Balkon begeisterte viele Zuschauer und löste im Internet einen Shitstorm aus.

Update vom Samstag, 21.03.2020, 16.00 Uhr: Mittlerweile wurde auf Grund der Coronavirus-Pandemie auch die Sonntagsruhe in Deutschland* gelockert. die Großen Supermarkt-Ketten wollen ihre Läden trotzdem nicht am Sonntag öffnen.

Ein Grund hierfür ist auch, dass die Supermakrt-Mitarbeiter bereits jetzt durch die Corona-Krise an ihre Grenzen gebracht wurden.

Corona in Kassel: Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt

Update vom Samstag, 21.03.2020, 14.00 Uhr: Das Gesundheitsamt Region Kassel hat am Samstagnachmittag neue Zahlen veröffentlicht. Demnach ist die Anzahl der Infizierten mittlerweile auf 82 in der Region gestiegen. Seit Freitag wurden 6 neue Fälle gemeldet. 5 davon in der Stadt Kassel (42) Fälle insgesamt) und ein Fall im Landkreis (39). 

Update vom Samstag, 21.03.2020, 08.00 Uhr: In Kassel sind wegen des Coronavirus viele Bäder* und Kinos geschlossen. Die HNA* hat nachgefragt, wie die Betreiber diese Zeit nutzen.

Corona-Pandemie in Kassel: Kurhessentherme beginnt wegen Coronavirus mit Fühjahrsputz

In der Kurhessentherme läuft zum Beispiel der Frühjahrsputz. Die Becken werden gereinigt, die Wasserrutsche gesäubert und der Küchenbereich auf Vordermann gebracht. Sämtliche Lebensmittel wurden an die Tafel gegeben.

Im Filmpalast Kassel hingegen können die bereits begonnenen Modernisierungsarbeiten in vier Kinosälen nun ohne Publikumsverkehr beendet werden. Von Stillstand wegen der Coronavirus-Pandemie keine Spur.

Corona in Kassel: Firmen reagieren auf Coronavirus-Krise

Update vom Freitag, 20.03.2020, 20.15 Uhr: Während das VW-Werk in Baunatal die Produktion wegen des Coronavirus eingestellt hat, läuft dieses bei anderen Firmen in Kassel weiter*.

Bei Hübner tritt jeden Tag ein Krisenstab zusammen, der die Lage neu bewertet. Viele Kunden der Firma würde inzwischen die Produktion einstelle was auch Auswirkungen auf das Unternehmen in Kassel haben könnte.

Die Produktion bei Bombardier, Wintershall und SMA läuft derweil zunächst weiter. Bei Wintershall wurden allerdings so viele Mitarbeiter wie möglich ins Home Office geschickt. Auch die andere Firmen setzten Schutzmaßnahme für die Mitarbeiter wie das Verbot von Dienstreisen um.

Bei Daimler/Mercedes werde dagegen mit "Hochdruck daran gearbeitet, dass ein Großteil der Produktion und die Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen in Europa unterbrochen werden", so ein Sprecher der Firma in Kassel.

Corona-Pandemie in Kassel: Kommt wegen des Coronavirus bald die Ausgangssperre?

Update vom Freitag, 20.03.2020, 17.29 Uhr: Das Land Hessen verschärft die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Krise. Restaurants und Gaststätten unter anderem in Kassel sollen wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Samstagmittag 12.00 Uhr geschlossen bleiben.

Das teilte die Staatskanzlei am Freitag in Wiesbaden mit. Die bisherige Obergrenze für Versammlungen werde zudem von 100 auf 5 Personen reduziert, kündigte Regierungssprecher Michael Bußer an.

Corona in Kassel: Lieferdienste profitieren in Corona-Krise

Update vom Freitag, 20.03.2020, 17.07 Uhr: Die Corona-Epidemie hat den Restaurantbetreibern in Kassel bereits jetzt zugesetzt. Gäste bleiben wegen der Ausbreitung des Coronavirus aus. Doch in Zeiten wachsender Isolation gibt es auch Profiteure: die Lieferdienste.

Viele Lieferdienste haben gerade wegen der Corona-Pandemie* und den Einschränkungen des öffentlichen Lebens nun gut zu tun. Auf diesen Zug springen auch immer mehr klassische Gastronomen, aber auch Kioske in Kassel auf, die ebenfalls einen Bringservice etablieren.

Corona-Pandemie in Kassel: Aufenthalte im Krankenhaus wegen Coronavirus verschieben

Update vom Freitag, 20.03.2020, 16.13 Uhr: Das Gesundheitsamt Region Kassel und der Rettungsdienst von Stadt und Landkreis Kassel bitten Patienten in Zeiten der Corona-Pandemie, geplante Krankenhausaufenthalte wie beispielsweise operative Eingriffe in Rücksprache mit ihren Krankenhäusern zu verschieben, um die Kapazität in den Krankenhäusern vorrangig schwer akut erkrankten Menschen zu Gute kommen zu lassen. Das teilte die Stadt am Freitag mit.

"Durch die Corona-Pandemie ist die Situation in den Krankenhäusern in und um Kassel derzeit besonders angespannt, so dass jede denkbare Entlastung weiterhelfen kann", sagt Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel. Das würde Ressourcen freisetzen, die in der derzeitigen Coronavirus-Krise dringend gebraucht würden. 

Corona in Kassel: Einschränkungen in Geschäften wegen Coronavirus

Update vom Freitag, 20.03.2020, 12.44 Uhr: Wegen der Corona-Krise haben zahlreiche Geschäfte in Kassel schließen müssen. Nun gibt es für die Verkaufsstellen und Dienstleister, die in Zeiten der Coronavirus-Pandemie noch geöffnet sein dürfen, strengere Vorgaben von Stadt und Landkreis Kassel:

  • Berührungsgegenstände und -flächen müssen regelmäßig und gründlich gereinigt und desinfiziert werden.
  • Der Zutritt zum Laden muss so gesteuert werden, dass ein Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen allen Personen eingehalten wird.
  • Bei den Mitarbeitern muss eine regelmäßige Händehygiene gewährleistet sein.
  • Es soll möglichst kontaktarm bezahlt und kassiert werden.
  • Das Merkblatt „Virusinfektionen – Hygiene schütz!“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung muss gut sichtbar im Eingangsbereich ausgehängt werden.

Im Landkreis treten die Vorgaben ab sofort in Kraft, im Kasseler Stadtgebiet bereits seit gestern. Die Verfügungen wegen der Corona-Pandemie in Kassel gelten zunächst bis zum 19. April. Ihre Einhaltung wird von den kommunalen Ordnungsbehörden kontrolliert.

Corona-Pandemie in Kassel: Offener Brief der KVG wegen des Coronavirus

Update vom Freitag, 20.03.2020, 12.21 Uhr: Wie bereits berichtet gibt es seit Dienstag auch im ÖPNV einen Sonderfahrplan, der für Kassel und nähere Umgebung gilt. Dieser sieht wegen der Corona-Risiken laut Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) weniger Fahrten mit Bussen und Bahnen gegenüber dem Normalfahrplan, jedoch ein ausgeweitetes Angebot mit Anrufsammeltaxen (AST) vor.

In einem offenen Brief an die Fahrgäste teilte der KVG-Vorstand am Donnerstag seine Gründe für diese Entscheidung mit. Darin heißt es: „Entweder ein reduzierter ÖPNV, den wir möglichst lange aufrechterhalten können, oder wir erhöhen deutlich das Risiko, den ÖPNV bald ganz einstellen zu müssen.“

Mit den getroffenen Corona-Maßnahmen sollen die gesundheitlichen Risiken gesenkt und mögliche Fahrzeug-Abstellungen verhindert werden. „Um etwa auch Schichtarbeitern ein ÖPNV-Angebot unterbreiten zu können, haben wir unser bestehendes Nachttaxi (AST)-Netz erweitert“, heißt es weiter.

Corona in Kassel: Zahl der Coronavirus-Infizierten erneut gestiegen

Update vom Freitag, 20.03.2020, 11.28 Uhr: Zwei Wochen nach dem ersten Corona-Fall im Landkreis Kassel, nimmt die Zahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Kassel weiter zu. Nach Angaben des Gesundheitsamtes Region Kassel zählt die Behörde mittlerweile 76 bestätigte Covid-19-Infizierte. Das sind 10 Personen mehr als am Donnerstag.

In der Stadt Kassel sind jetzt 38 (+4) Menschen am Coronavirus erkrankt, im Landkreis Kassel sind es aktuell ebenfalls 38 (+6) Personen. Bis die weitreichenden Maßnahmen in Stadt und Landkreis Kassel greifen, können noch etwa ein bis zwei Wochen vergehen, heißt es dazu aus dem Kasseler Rathaus.

Corona-Pandemie in Kassel: Entscheidung über Ausgangssperre wegen Coronavirus am Samstag

Update vom Freitag, 20.03.2020, 10.12 Uhr: Noch gilt in Kassel wegen Corona keine Ausgangssperre* - doch die könnte bald kommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel beruft am Samstag einen Krisenstab zusammen, um über diese Maßnahme bundesweit zu entscheiden.

Kanzleramtschef Helge Braun hat den Samstag als entscheidenden Tag bei der Entscheidung über mögliche Ausgangssperren wegen des Coronavirus bezeichnet. "Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen", sagte der CDU-Politiker dem "Spiegel".

Corona in Kassel: Einige Kasseler nehmen Coronavirus noch nicht ernst

Derweil hat ein Balkon-Konzert am Donnerstagabend im Kasseler Stadtteil Vorderer Westen gezeigt, dass einige in Kassel die Aufrufe wegen des Coronavirus zum "social distancing" - also dem Abstandhalten zu anderen - noch nicht verstanden haben. Unter dem Balkon versammelte sich eine Menge, die eng an eng beieinander stand.

Musik für alle in Zeiten von Corona: Ein Balkon-Konzert nach Vorbild Italiens ist am Donnerstagabend im Kasseler Stadtteil Vorderer Westen schief gelaufen - die Leute haben sich nicht an die Abstandsregeln gehalten.

Corona in Kassel: Parks und Spielplätze wegen Coronavirus gesperrt

Auch in den Parks und auf den Spielplätzen in Kassel herrschte die ganze Woche trotz der Corona - Pandemie noch reger Betrieb: Die Stadt hat deshalb reagiert und alle öffentlcihen Parks sowie die Spielplätze gesperrt.

Update vom Freitag, 20.03.2020, 07.35 Uhr: Das Balkon-Konzert von Musiker Diego Jascalevich ging, laut hessenschau, wohl schief. Anstatt sich das Konzert online anzusehen, wollten viele Schaulustige live mit dabei sein und versammelten sich im Kasseler Stadtteil „Vorderer Westen“. So war das von den Künstlern nicht geplant.

Corona-Pandemie in Kassel: Bevölkerung soll wegen Coronavirus zuhause bleiben

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 20.45 Uhr: Auf Instagram appellieren derzeit viele Ärzte und Pflegekräfte* an die Bevölkerung, Zuhause zu bleiben, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Darunter ist auch  Dominik Semler aus Kassel. Der 27-Jährige ist Intensivpfleger in den DRK-Kliniken. Er beschreibt die Situation auf den Intensivstationen als "Ruhe vor dem Sturm".  Für Pfleger sei die aktuelle Corona-Situation nicht nur belastend, sondern würde auch mit vielen Einschränkungen einhergehen.

Coronavirus in Kassel: Supermarkt-Zugang bei Edeka begrenzt

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 17.53 Uhr:  Hotels und Gastronomiebetriebe in Kassel sind vom Coronavirus besonders betroffen.* Viele Betreiber haben ihre Restaurants schon geschlossen. Hotels schicken ihre Mitarbeiter wegen der Corona-Pandemie in Kurzarbeit. „Pro Tag sind noch drei, vier Zimmer belegt“, sagt Thomas Nähler, der in Kassel mehrere Hotels betreibt.

Er denkt immer noch, dass es ein schlechter Traum ist, aus dem er bald aufwachen wird. Wie umgehen mit dem Infektionsrisiko durch die Corona-Pandemie? Diese Frage stellen sich auch Frisöre aus der Region Kassel in diesen Tagen ständig. Weitermachen oder doch den Laden schließen?

Corona-Pandemie in Kassel: Behörden wegen Coronavirus geschlossen

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 15.59  Uhr: Die Türen von Arbeitsagentur und Jobcenter Kassel sind wegen des Coronavirus* seit Mittwoch (18.03.2020) geschlossen. Beide Behörden nehmen Anfragen und Anträge nur noch telefonisch, per E-Mail oder Brief entgegen. Aufgrund der großen Zahl von Anrufen in Zeiten der Corona-Pandemie brach bei der Arbeitsagentur das Telefonnetz zusammen.

„Wir werden hier überrannt mit Anfragen zum Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld I“, sagt eine Sprecherin der Arbeitsagentur Kassel. Schließlich haben viele Firmen wegen der Corona-Krise ihren Betrieb inzwischen eingestellt und Mitarbeitern gekündigt.

Corona in Kassel: Telefonate beim Gesundheitsamt wegen Coronavirus-Ausbreitung eingeschränkt

Update von Donnerstag, 19.3.2020, 15.25 Uhr: Das Gesundheitsamt ruft nicht mehr alle Corona-Infizierten und Kontaktpersonen an. Kassels Gesundheitsdezernentin Ulrike Gote betonte, dass die täglichen Kontaktaufnahmen per Telefon wegen der steigenden Zahlen der Coronavirus-Betroffenen auf Dauer nicht möglich seien. Die Kapazitäten des Gesundheitsamtes Region Kassel reichten dafür nicht aus.

Die Kontaktpersonen in häuslicher Isolation – ihre Zahl liege mittlerweile im deutlich dreistelligen Bereich – werden nicht mehr täglich angerufen, sondern sie tragen nun für sich selbst Verantwortung, sagte die Gesundheitsdezernentin.

Corona-Pandemie in Kassel: Verbote und Schließungen zur Eindämmung des Coronavirus

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 14.37 Uhr: Die Verbote und Schließungen zur Eindämmung des Coronavirus in Kassel sorgen bei vielen Menschen für Verunsicherung. Was ist in Zeiten der Corona-Pandemie eigentlich noch erlaubt? Was hat noch geöffnet?

  • Bäcker und Metzger dürfen öffnen – ebenso wie Supermärkte sichern Handwerksbetriebe die Versorgung mit Lebensmitteln und sind von dem Verbot nicht betroffen.
  •  Gärten in der Stadt Kassel sind geschlossen. Auch in beliebten Freizeitparks wie der Goetheanlage im Vorderen Westen werden Gruppierungen von Menschen wegen des Coronavirus nicht geduldet.
  • Besuchsverbot gibt es am Klinikum Kassel*, Corona-Tests erfolgen dort nur nach Anmeldung. Die DRK-Kliniken Nordhessen haben seit dem Wochenende ihre Intensivkapazitäten verdoppelt. Damit stehen nun 25 Beatmungsplätze zur Verfügung, teilten die DRK-Kliniken Nordhessen gestern mit. Außerdem seien Betten aufgeteilt worden, sodass intensivpflichtige Patienten von intensivpflichtigen Covid-19-Patienten getrennt werden könnten. „Darüber hinaus wären wir schnell in der Lage, unseren Standort in Bettenhausen wieder zu ertüchtigen. Dort könnten wir rund 20 weitere Beatmungsplätze installieren“, so Alexander Lottis, Sprecher der Geschäftsführung, und Geschäftsführerin Claudia Nehrig. Da es vom Hessischen Sozialministerium die Anweisung gebe, planbare Eingriffe zu verlegen, fehlten allerdings Einnahmen, sodass eine finanzielle Soforthilfe notwendig sei, um die zusätzlichen Betten aufzustellen. Neben der Aufstockung der Beatmungsbetten haben die DRK-Kliniken eine Fieberambulanz eingerichtet. Fieberpatienten können dort abklären, ob die Symptome Hinweise auf Covid-19 geben. Verdachtsfälle werden in einer Isolationsstation untergebracht, diese kann 21 Patienten aufnehmen.

Corona in Kassel: Zahl der Coronavirus-Infizierten gestiegen

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 12.08 Uhr: Wie die Stadt Kassel am Donnerstag mitteilte, ist die Zahl der Corona-Infizierten erneut gestiegen. In der Stadt Kassel sind jetzt 34 (+8) Menschen am Coronavirus erkrankt, im Landkreis Kassel sind es aktuell 32 (+5) Personen (Stand 19.03.2020, 10 Uhr).

Corona-Pandemie in Kassel: Einschränkungen wegen Coronavirus beim Zugang zu Supermärkten

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 11.29 Uhr: Ab heute begrenzt die Edeka Hessenring wegen der Corona-Pandemie den Zugang zu ihren 537 Märkten in Hessen, Südniedersachsen und Thüringen. „Pro Einkaufswagen darf nur noch eine Person rein“, sagte Geschäftsführer Hans-Richard Schneeweiß. Das betrifft auch die Stadt Kassel.

Zwar fehle bisher eine entsprechende behördliche Verordnung, allerdings ließe die am Dienstag erlassene vierte hessische Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus darauf schließen, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis dies – und auch eine Beschränkung der Kundenanzahl – überall umgesetzt werde.

Einkaufen sei kein erweitertes Freizeitvergnügen, sondern existenzielle Grundversorgung, sagte Schneeweiß und sprach von einer „sensationellen Uneinsichtigkeit“. Tegut und die Rewe-Group, zu der Nahkauf, Penny und Toom gehören, setzen noch keine Corona-Beschränkung um.

Corona in Kassel: Handball-Nationalspieler mit Coronavirus infiziert

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 9.18 Uhr: Ein Spieler der deutschen Handball-Nationalmannschaft ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nun befinden sich mehrere Spieler der MT Melsungen* in häuslicher Quarantäne

Corona-Pandemie in Kassel: Wie in Italien - Musiker planen wegen Coronavirus Balkon-Konzert

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 8.09 Uhr: In Italien singen die Menschen während der Coronavirus-Pandemie auf Balkonen. Die Videos gehen im Netz viral. Auch in Kassel wollen sich Musiker nun zu einem Balkon- und Fenster-Konzert* zusammenfinden, um so die Stimmung während der Corona-Krise zu heben.

Musik für alle in Zeiten von Corona: Das Balkon-Konzert von Musiker Diego Jascalevich ging wohl schief.

Corona in Kassel: Oberbürgermeister spricht wegen Coronavirus von „Ausnahmesituation“

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 19.11 Uhr: Der Oberbürgermeister von Kassel, Christian Geselle, hat sich wegen der Corona-Pandemie in einem Offenen Brief an die Bewohner der Stadt* gewandt. "Wir erleben derzeit eine Ausnahmesituation, wie es sie in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie gegeben hat", heißt es darin.

Er ruft die Bürger auf, trotz der gravierenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens, Ruhe zu bewahren. Um die Ausbreitung des Coronavirus in Kassel zu verlangsamen, zähle die Mithilfe jedes Einzelnen. 

Corona-Pandemie in Kassel: Einkaufszentren wegen Coronavirus teils geschlossenerten gestiegen - VW betroffen

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 17.07 Uhr: Im Dez in Kassel werden ab heute die Bestimmungen bezüglich der Corona-Pandemie umgesetzt. Das bedeutet: In dem Einkaufszentrum werden noch versorgungsrelevante Läden wie Rossmann, die Einhorn-Apotheke, Rewe und der Zeitschriftenhändler Wolfsdorff geöffnet haben. Nähere Infos soll es im Internet im Laufe des Tages unter dez.de geben.

In der Königsgalerie bleiben Rossmann (10 bis 20 Uhr) und Lidl (8 bis 21 Uhr) geöffnet. Die Gastronomiebetriebe öffnen bis 18 Uhr. Alle anderen Läden bleiben gemäß der Vorgaben wegen des Coronavirus ab dem heutigen Mittwoch geschlossen.

Corona in Kassel: Wegen Coronavirus - Keine Besuche mehr im Klinikum

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 16.58 Uhr: Die Gesundheit Nordhessen spricht wegen der Corona-Pandemie ab dem heutigen Mittwoch für alle Standorte ein absolutes Besuchsverbot aus. Die Entscheidung diene sowohl dem Schutz der Patienten als auch der Sicherheit der stark belasteten Beschäftigten, teilte die GNH gestern Abend mit.

Ausnahmen gelten demnach für minderjährige Kinder, deren Eltern weiterhin kommen dürfen, sowie für Einzelfälle nach medizinischer oder pflegerischer Absprache. Um die Umsetzung des Verbots zu gewährleisten, werden an den Eingängen Kontrollen eingerichtet. Besucher sollten daher ihren Personalausweis dabei haben.

Corona-Pandemie in Kassel: Zwei Arztpraxen unter Quarantäne 

In Kassel sind derzeit zwei Arztpraxen unter Quarantäne gestellt, bestätigte ein Sprecher der Stadt auf Anfrage. Das Gesundheitsamt schließe keine Praxen. Wenn Mitarbeiter einer Praxis unter Quarantäne stünden, sei es allerdings gegebenenfalls nicht mehr möglich, den Betrieb in Zeiten der Corona-Pandemie aufrechtzuerhalten.

Corona in Kassel: Abfallentsorgung im Landkreis reduziert Angebot wegen Coronavirus

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 16.45 Uhr: Die Entsorgungszentren in Lohfelden und Hofgeismar sowie die Biokompostieranlage in Fuldatal im Landkreis Kassel sind wegen der Corona-Epidemie für Privatanlieferungen geschlossen. Gewerbliche Anlieferungen sind weiter möglich. Private können keine Erde oder Kompost kaufen.

Betroffen sind wegen des Coronavirus auch die Sammeltermine des Schadstoffmobils auf den Entsorgungszentren in Lohfelden und Hofgeismar. Die Sammeltermine an den sonstigen Standorten im Landkreis Kassel finden bis auf Weiteres statt. Es empfiehlt sich, im Internet nachzuschauen. Die Anlieferung am Schadstoffmobil soll nur in dringenden Fällen genutzt werden.

Corona-Pandemie in Kassel: Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter gestiegen - VW-Werk betroffen

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 16.26 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis Kassel ist weiter gestiegen. Wie das Gesundheitsamt Region Kassel mitteilt, ist bei weiteren 20 Personen Covid-19 nachgewiesen worden. Insgesamt gibt es jetzt 53 Menschen, die am Coronavirus erkrankt sind. In der Stadt Kassel sind es mittlerweile 26 (+5) und im Landkreis Kassel 27 (+11) Fälle.

Im VW-Werk Kassel in Baunatal gibt es mittlerweile acht bestätigte Corona-Infizierte. Das Werk wird seine Produktion ab Freitag zunächst für 14 Tage aussetzen. Im Baunataler Werk arbeiten aktuell rund 16500 Menschen.

Corona in Kassel: Kontaktpersonen tragen Verantwortung für sich selbst

Bisher wurden sowohl die Coronavirus-Infizierten als auch die Kontaktpersonen täglich durch das Gesundheitsamt Region Kassel kontaktiert. Aufgrund der stark gestiegenen Zahl der Betroffenen kann das so nicht mehr erfolgen, die Zahl der Kontaktpersonen liegt im hohen dreistelligen Bereich. Die Corona-Infizierten werden auch weiterhin regelmäßig durch das Gesundheitsamt telefonisch kontaktiert.

Nach dem ersten ausführlichen Gespräch des Gesundheitsamtes Region Kassel mit der jeweiligen Kontaktperson kann künftig kein tägliches Telefonat mehr erfolgen. Nach 14 Tagen können die Kontaktpersonen, falls inzwischen keine Coronavirus- Symptome wie insbesondere Fieber oder Husten aufgetreten sind, selbstständig die häusliche Isolation beenden. Bis dahin tragen sie die Verantwortung für sich selbst. Treten während der Isolationszeit Corona- Symptome auf, sollten sich die Kontaktpersonen an ihren Hausarzt wenden.

Corona-Pandemie in Kassel: Zahlreiche Verhandlungen wegen Coronavirus abgesagt 

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 13.28 Uhr: Am Verwaltungsgericht in Kassel gibt es wegen der Corona-Pandemie nur noch in Ausnahmefällen mündliche Verhandlungen. Der Großteil der angesetzten Termine sei laut Deutscher Presseagentur (dpa) wegen des Coronavirus zum Schutz des Gerichts und der Verfahrensbeteiligten inzwischen aufgehoben worden, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Die Einschränkung der Gerichtsarbeit gelte bereits seit Montag. Verfahren ohne mündliche Verhandlung seien nicht betroffen. Auch Klagen und Schriftsätze könnten weiterhin eingereicht werden und würden bearbeitet. Einen Verdachtsfall einer Corona-Infektion gab es am Verwaltungsgericht in Kassel zunächst nicht.

Corona in Kassel: Friedhofsverwaltung stellt wegen Coronavirus neue Regeln auf

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 11.53 Uhr: Bestatter und Friedhofsverwaltung in Kassel stellen wegen des Coronavirus neue Regeln und Vorgaben* für den letzten Abschied auf. Der Abschied von den geliebten Menschen ist unter normalen Umständen schon keine leichte Aufgabe.

In Zeiten von Corona wird diese zur besonderen Herausforderung. Friedhofsverwaltung und Bestatter weisen auf die besonderen Sicherheitsmaßnahmen hin, die ab sofort auf Kassels Friedhöfen gelten. Während Trauungen und Taufen verschiebbar seien, gelte dies für Beerdigungen nicht, sagt Helmuth Brehm, Bestatter aus Kassel.

Corona-Pandemie in Kassel: Stadt und Polizei kontrollieren Verbote wegen Coronavirus

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 11.46 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt täglich, das öffentliche Leben wird zunehmend eingeschränkt. Die Stadt Kassel und die Polizei haben ihre ausgegebenen Verbote wegen der Corona-Pandemie kontrolliert.

Außerdem hat Oberbürgermeister Christian Geselle eine Urlaubssperre für Beschäftigte in versorgungskritischen Berufen angeordnet. Dazu zählen Feuerwehrleute, aber auch Beschäftigte der Rettungsdienste und Krankenhäuser. Ein Überblick der Situation in Zeiten der Corona-Pandemie in der Stadt Kassel.*

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 11.38 Uhr: Hamsterkäufe, geschlossene Schulen, Kinderbetreuungen und das Pausieren des öffentlichen Lebens führen während der Corona-Pandemie aktuell auch zu Solidarität in Kassel* und Nordhessen.

Nachbarschaftshilfen werden initiiert und im Hausflur hängen viele jüngere Leute Zettel mit Hilfsangeboten auf. Das macht speziell bei Menschen aus Risikogruppen oder denen, die sich in Coronavirus-Quarantäne befinden Sinn. Wichtig ist in Zeiten der Corona-Krise aber immer die Hygienebestimmungen zu berücksichtigen.

Corona-Pandemie in Kassel: Seniorenheime schränken Besuche wegen Coronavirus stark ein

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 11.11 Uhr: Seniorenheime in Kassel haben die Besuche wegen des Coronavirus* stark eingeschränkt oder ganz untersagt. Denn Corona ist besonders für ältere Menschen gefährlich. Betroffen von diesen Einschränkungen sind sowohl Bewohner als auch Angehörige.

Petra Linsel aus Kassel fühlt sich machtlos. Sie verzweifelt an den Corona-Einschränkungen: Ihre an Alzheimer erkrankte Mutter lebt in der Senioren-Residenz Mundus. Besuche sind wegen des Coronavirus nur in Ausnahmefällen gestattet.

Corona in Kassel: Pressekonferenz zur Coronavirus-Ausbreitung im Rathaus

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 16.32 Uhr: Am Nachmittag gab es eine Pressekonferenz im Kasseler Rathaus. Die wichtigsten Infos:

+++ Aktuell gibt es 15 Corona-Infizierte in der Stadt Kassel und 18 im Kreis, so Oberbürgermeister Christian Geselle. Die Zahl der Leute, die unter Quarantäne stehen, liegt demnach im dreistelligen Bereich.

+++ 4 Corona-Patienten müssen derzeit im Krankenhaus behandelt werden. 2 von ihnen kommen von auswärts und gehören nicht zu den 33 Betroffenen aus Stadt und Kreis.

+++ Geselle zu Ausgangssperren: Es kann sein, dass es weitere Maßnahmen geben wird - bis hin zu Ausgangssperren.

+++ Geselle sagte außerdem, dass die ab morgen geltenden Schließung von Läden, Kneipen und Bars (siehe unten) mindestens bis 19. April gelten werden. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass es noch länger dauere. 

+++ Der Kasseler Oberbürgermeister kritisierte, dass es noch keine rechtsverbindliche Regelung der Landesregierung gebe. "Ich wünsche mir eine klare rechtliche Handhabe."

+++ Die Spielplätze sind bereits heute mit Flatterband abgesperrt worden. Geselle: "Es macht keinen Sinn, Schulen und Kitas zu schließen, wenn sich dann alle draußen treffen."

+++ Vorläufig tagen keine politischen Gremien - bis zum 30. April. Die nächste Stavo soll am 11. Mai stattfinden. Magistratssitzungen finden allerdings statt, damit die Stadt handlungsfähig bleibt.

+++ Die Öffnungszeiten des Einzelhandels werden laut Geselle verlängert.

+++ Gastronomie soll zwischen 6 und 18 Uhr geöffnet bleiben, wenn es sich um Restaurants handelt.

+++ Vize-Landrat Andreas Siebert sagt, dass die Verzahnung zwischen Stadt und Landkreis wichtig sei. Im Landkreis sei die Situation komplexer, da es dort 28 Kommunen gebe.

+++ Der Kreis bündelt jetzt die Städte und Gemeinden und mache dasselbe wie die Stadt.

+++ Wichtig sei, so Siebert, die Erreichbarkeit sicherzustellen. Der Landkreis hilft den Kommunen dabei. 

+++ Es sollen noch Trauungen stattfinden - eine große Herausforderung.

+++ Der Ältestenrat des Landkreises hat sich verständigt, alle politischen Gremien vorerst nicht tagen zu lassen.

+++ Siebert: Wir haben es geschafft, für eine ruhige Lage zu sorgen. Zudem habe man ein gutes Betreuungssystem - zeitlich begrenzt.

+++ Geselle nochmal: Die Versorgung ist gewährleistet. Auf Nachfrage liefern dürfen alle. Der stationäre Einelhandel darf Kunden nach telefonischer Bestellung beliefern. 

+++ Neben Ikea macht auch Galeria Kaufhof in der Innenstadt komplett zu.

+++ Gesundheitsdezernentin Ulrike Gote: Die Lage ist ruhig und entspannt. "Danke an alle Bürger, die vernünftig mit den Maßnahmen umgehen."

+++ Gote: "Wir bekommen unglaublich viele Anfragen, viele kommen nicht durch." Ihr Appell: Respekt gegenüber den städtischen Mitarbeitern zeigen.

+++ Siebert: Gesundheitsamt wird durch Verwaltungsmitarbeiter des Kreises unterstützt.

+++ Geselle: Das Rathaus ist weitestgehend zu.

Freiwilligenzentrum Region Kassel koordiniert Hilfe

Durch die Ausbreitung des Coronavirus unter anderem in Kassel kommt es zunehmend zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Mit dem Appell an eine gesellschaftliche Fürsorgepflicht untereinander mehren sich die Fragen, wo Hilfe und Unterstützung in Zeiten der Corona-Pandemie gebraucht wird und wie diese sicher gelangen kann.

Das Freiwilligenzentrum Region Kassel hat hierfür gemeinsam mit der Stadt Kassel die Anlaufstelle „Achtsam und Engagiert“ eingerichtet, teilte die Stadt mit. Diese steht Bürgern zur Verfügung, die sich engagieren möchten oder Hilfe benötigen. Hilfsbereite Personen finden dort laut Mitteilung der Stadt viele nützliche Informationen, wie man innerhalb der Nachbarschaft oder im Freundes- oder Bekanntenkreis jene unterstützen kann, die momentan Hilfe benötigen. Wichtig sei es, besonnen vorzugehen, um sich und andere nicht mit dem Coronavirus zu gefährden.

Update vom Dienstag, 17.03.2020, 10.53 Uhr: Zahlreiche deutsche und europäische Standorte des VW-Konzerns bereiten sich wegen der Corona-Krise auf eine voraussichtlich zweiwöchige Unterbrechung der Produktion vor. Das sagte Konzernvorstand Herbert Diess soeben bei der Jahrespressekonferenz in Wolfsburg. 

Ein genaues Vorgehen werde zeitnah von den einzelnen Marken kommuniziert, sagte Diess. Wann und ob das VW-Werk Kassel in Baunatal betroffen ist, ist aktuell noch nicht bekannt. "Angesichts der sich aktuell deutlich verschlechterten Absatzlage und der sich abzeichnenden Unsicherheit bei der Teileversorgung unserer Werke wird es an den Standorten unserer Marken unmittelbar auch zu Produktionsunterbrechungen kommen", sagte Diess.

Corona-Pandemie in Kassel: VW-Werk stellt Produktion wegen Coronavirus weitgehend ein

Baunatals Betriebsratsvorsitzender Carsten Bätzold geht davon aus, dass das nordhessische Werk ab der nächsten Woche die Produktion unterbricht. "Wir arbeiten daran, dass nächste Woche zu ist.", sagte er auf Anfrage der HNA. Derzeit identifiziere man die Bereiche im Werk, "in denen man einen Notfallbetrieb aufrecht erhalten muss".

Wegen Corona: Ikea schließt Markt in Kassel - Coronavirus-Ausbreitung hemmen

Der Möbelhändler Ikea schließt alle 53 Einrichtungshäuser in Deutschland - also auch das Haus in Kassel. Man wolle damit die Ausbreitung des Coronavirus hemmen und die Mitarbeiter schützen, erklärte das Unternehmen. Die Maßnahme gilt bis auf Weiteres. Der Online-Shop soll ebenso wie das Kunden-Servicecenter weitergeführt werden.

Läden, Kneipen und Spielplätze schließen wegen Corona: Weitere Coronavirus-Einschränkungen im öffentliche Leben

Zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus wird das öffentliche Leben in ganz Deutschland ab sofort drastisch eingeschränkt. Darauf verständigte sich am Montag die Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer. Die vom Bund beschlossenen Leitlinien werden in Kassel wohl zu Mittwoch umgesetzt, teilte Oberbürgermeister Christian Geselle am Montagabend mit. 

Die nun vom Bund angeordneten Einschränkungen sehen vor, dass Restaurants und Gaststätten frühestens ab 6 Uhr öffnen und spätestens um 18 Uhr schließen sollen. Viele Geschäfte sollen geschlossen, Gottesdienste sowie Treffen in Vereinen verboten und Spielplätze gesperrt werden. Auch Bars und Kneipen müssen schließen.

Offen bleiben sollen unter anderem: Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Poststellen, Frisöre und der Großhandel.

Um die Versorgung zu gewährleisten, wird außerdem das Verkaufsverbot an Sonntagen aufgehoben.

Corona in Kassel: Was schließt, was offen bleibt

Das bleibt geöffnet:

  • Supermärkte
  • Wochenmärkte
  • Getränkemärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Tankstellen
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Friseure
  • Reinigungen
  • Waschsalons
  • Zeitungsverkauf (zB an Kiosken)
  • Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte
  • Handwerksbetriebe können weiter arbeiten

Das wird am Mittwoch/ist bereits geschlossen:

  • Bars
  • Clubs
  • Diskotheken
  • Kneipen 
  • Theater
  • Opern
  • Konzerthäuser
  • Museen
  • Messen
  • Kinos
  • Freizeit- und Tierparks 
  • Spielbanken
  • Spielhallen
  • Wettannahmestellen
  • Spielplätze
  • Sportanlagen
  • Schwimm- und Spaßbäder 
  • Fitnessstudios
  • Bordelle

Das wird ab Mittwoch verboten:

  • Übernachtungen in Hotels und Pensionen zu touristischen Zwecken
  • Treffen von Vereinen und Sport- und Freizeiteinrichtungen
  • Angebote in Volkshochschulen
  • Musikschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich
  • Busreisen
  • Zusammenkünfte (u. a. Gottesdienste) in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften

Das wird ab Mittwoch eingeschränkt:

  • Für Krankenhäuser und Pflegeheime soll es Besuchsregelungen geben. Vorschlag im Beschlusspapier: „Einmal am Tag, für eine Stunde, allerdings nicht von Kindern unter 16 Jahren, nicht von Besuchern mit Atemwegsinfektionen“
  • Restaurants und Gaststätten dürfen erst ab 6 Uhr öffnen, müssen um 18 Uhr schließen. Sie sollen aber Mindestabstände zwischen den Tischen einhalten, außerdem soll die Zahl der Gäste begrenzt werden.

Corona-Krise: Elena-Klinik nimmt wegen Coronavirus keine Patienten mehr auf

Die Paracelsus-Elena-Klinik nimmt vorläufig keine weiteren Patienten mehr stationär auf. Dazu hatte sich die Leitung der Fachklinik in Harleshausen am Montag entschlossen. Am Abend wurde bereits ein Großteil der rund 120 Patienten der Klinik entlassen - eine vorausschauende Maßnahme, die angesichts der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Pandemie eingestuften Ausbreitungssituation dringend erforderlich sei, teilte Chefärztin Prof. Claudia Trenkwalder mit. Der Normalbetrieb soll ab dem 13. April wieder aufgenommen werden, soweit die Voraussetzungen es dann zuließen.

„Unsere Patienten sind zwischen 40 und 90 Jahre alt, neurologisch erkrankt und in vielen Fällen haben sie Begleiterkrankungen. Damit gehören sie zur Hochrisikogruppe für eine Infektion mit dem Coronavirus“, erklärte Trenkwalder. Man folge damit den konkreten Empfehlungen der Bundes- und Landesregierungen, wonach elektive Behandlungen aufgeschoben werden sollen, soweit dies medizinisch vertretbar ist, ergänzte Christian Utler, Geschäftsführer der Paracelsus-Kliniken.

Derzeit bereite man eine telefonische Patientenberatung durch die Oberärzte und die Chefärztin vor. Ferner richtet die Klinik eine Sprechstunde für ärztliche Kollegen im gesamten Bundesgebiet ein und stehe für Beratungen in den umliegenden Krankenhäusern zur Verfügung. Alle Patienten, die für eine Aufnahme in der Klinik angemeldet waren, werden schriftlich über die vorübergehende Einstellung der Patientenversorgung informiert, teilt die Klinikleitung mit. Die Notaufnahme der Klinik bleibe geöffnet und könne nach telefonischer Abklärung und Risikobewertung aufgesucht werden.

Coronavirus in Kassel: Einschränkungen wegen Corona beim ÖPNV

Wie für die Busse und Straßenbahnen von KVG und RBK, gilt ab dem heutigen Dienstag auch für die Regiotrams ein Sonderfahrplan. Demnach verkehren die Regiotrams auf ihren drei Linien RT1 (Kassel – Hofgeismar/Hümme), RT4 (Kassel – Wolfhagen) und RT5 (Kassel – Melsungen) täglich zwischen etwa 6.30 Uhr bis etwa 21 Uhr im Stundentakt in der Region und der Stadt Kassel.

Weil die meisten Fahrten in Doppeltraktion erfolgen, enden alle Regiotrams in Kassel am Auestadion. Die Königsstraße und die Holländische Straße werden nicht bedient.

Ziel des Ersatzfahrplanes ist es, den ÖPNV-Betrieb trotz der Corona-Krise so lange wie möglich aufrecht zu halten, denn um die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus zu verlangsamen, soll die Zahl der unmittelbaren Personenkontakte vermindert werden. Dazu ist es beispielsweise erforderlich, dass die Anzahl der Dienste, die mit Fahrpersonal besetzt werden müssen, deutlich reduziert wird. Nur so kann bei einer steigenden Zahl von Mitarbeitern, die aufgrund von Krankheit, Quarantäne oder fehlender Kinderbetreuung nicht verfügbar sind, ein geordneter Fahrplan umgesetzt werden.

Der Sonderfahrplan gilt voraussichtlich bis 30. April. Die RTG bittet ihre Fahrgäste um Verständnis.

Fahrgäste werden gebeten, sich zunächst über die Internetseite der KVG unter: www.rtg-kassel.de. Die Verbindungsauskunft von KVG und NVV wird ebenfalls aktualisiert, was aber aufgrund personeller Engpässe bei dem beauftragten IT-Dienstleister erst verspätet möglich sein wird. Gleiches gilt für die NVV-App. Informationen zum ÖPNV-Angebot bietet das NVV Servicetelefon kostenfrei unter Tel.: 0800-939-0800.

Aus Vorsichtsgründen ist auch das NVV-Kundenzentrum der KVG in der Mauerstraße in Kassel geschlossen. Fahrgäste mit Informationswünschen werden gebeten, sich ebenfalls an das NVV Servicetelefon zu wenden. Für Fragen zur Jahreskarte im Abonnement können Fahrgäste gern die Abo-Hotline anrufen unter Tel.: 0561 - 780 563.

Die Busse und Straßenbahnen der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) werden ab heute nur noch zwischen 6.30 und 20.30 Uhr im Ballungsraum Kassel unterwegs sein – nach einem Ersatzfahrplan, der einem erweiterten Fahrplan an Sonn- und Feiertagen entspricht. 

Corona: Zahl der Coronavirus-Infizierten in Stadt und Landkreis Kassel gestiegen

Die Zahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Kassel hat sich von Sonntag auf Montag um zwei weitere Personen in der Stadt erhöht. Damit sind inzwischen jeweils zwölf Menschen in Stadt und Landkreis Kassel mit dem Coronavirus infiziert, berichtete am Montagabend das Gesundheitsamt Region Kassel.

Corona-Auswirkungen in Kassel: Keine Sitzungen der städtischen Gremien mehr

Um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, sollen in Kassel nun doch die Sitzungen der städtischen Gremien ausfallen – zunächst bis 30. April. Dies würde alle Ausschüsse und Ortsbeiratssitzungen sowie die am 30. März tagende Stadtverordnetenversammlung betreffen. Die Dienststellen der Kreisverwaltung in Kassel, Hofgeismar und Wolfhagen sowie in der Außenstelle des Fachbereichs Soziale Dienste und Migration in Fuldabrück werden ab sofort nur noch Termine nach Anmeldung über Telefon oder Mail vergeben. Offene Sprechzeiten gibt es keine mehr. 

An allen Standorten wird es nur noch einen Haupteingang geben, bei dem sich angemeldete Besucher melden können. Jeder wird mit Namen und Adresse erfasst. Besucher werden abgeholt und zum jeweiligen Fachbereich begleitet. Bürger werden gebeten, sich nur in dringenden Fällen zu melden. 

Die Kreisverwaltung habe sich so aufgestellt, dass die Erreichbarkeit per Mail und Telefon zwischen 7.30 und 17 Uhr sichergestellt ist. Auch das Bistro „Grimm’s“ im Kreishaus Kassel hat ab sofort für Gäste geschlossen.

Coronavirus in Kassel: Test auf Corona gibt es nur bei begründeten Verdachtsfällen

Der Test (Abstrich), ob eine Erkrankung mit dem Coronavirus vorliegt, wird auch in Kassel* nur in begründeten Verdachtsfällen veranlasst. „Es gibt kein grundsätzliches Anrecht auf einen Rachenabstrich“, stellt Dr. Karin Müller, die Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel, in diesem Zusammenhang klar.

Bisher gibt es in Stadt und Landkreis 21 Covid-19-Fälle, ausgelöst durch das Coronavirus Sars-CoV-2 (Stand 15.03.2020, 18.30 Uhr). Seit dem Wochenende ist das öffentliche Leben stark eingeschränkt* - sämtliche private und öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern sind untersagt und zahlreiche Einrichtungen wurden geschlossen:

  • alle städtischen Schwimmbäder
  • die Kurhessen-Therme 
  • alle Bowling-Center 
  • alle Fitnessstudios 
  • alle Tanzschulen 
  • alle kulturellen Einrichtungen (auch von Kulturvereinen) wie etwa das tic
  • alle Spielhallen und Wettbüros 
  • alle Museen der Stadt und der Museumslandschaft Hessen-Kassel
  • alle Jugendzentren 
  • alle Bürgerhäuser

Ebenfalls seit Montag (16.03.2020) geschlossen sind die Schulen und Kindergärten.

Coronavirus in Kassel: Neue Corona-Isolierstation am Klinikum Kassel - Intensivbetten aufgestockt

Gerüstet für die aktuellen Entwicklungen von COVID-19: (von links): Ludmilla Mielke (Fachpflegekraft für Anästhesie und Intensivmedizin), Prof. Dr. Ralf Muellenbach (Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie) und PD Dr. Gabriele Rolfes (Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie).

Die Gesundheit Nordhessen (GNH) in Kassel bereitet sich auf eine mögliche Verschärfung der Corona-Epidemie vor: An allen Klinikstandorten werden zurzeit die Intensivkapazitäten auf die Lage zu COVID-19 angepasst, teilt die GNH am Montag (16.03.2020) mit. 

Insgesamt könnten verteilt über alle Kliniken an den Standorten in Kassel, Bad Arolsen im Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie Hofgeismar und Wolfhagen im Landkreis Kassel 120 Plätze mit intensivmedizinischer Betreuung für Corona-Fälle angeboten werden. Davon stünden zum jetzigen Zeitpunkt am Klinikum Kassel bis zu 18 Intensivbetten für schwerkranke COVID-19-Patienten mit Herz- und/oder Lungenversagen bereit. 

Intensivmediziner aus Nordhessen und den angrenzenden Regionen würden sich zudem über die aktuellen Entwicklungen zu der durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelösten Atemwegserkrankung COVID-19 austauschen und über sinnvolle Maßnahmen und die möglichst effiziente Nutzung der vorhandenen Ressourcen beraten.

Corona in Kassel: Krankenhäuser schränken Besuchszeiten wegen Coronavirus ein

Allen Rückkehrern aus einem Corona-Risikogebiet ist das Betreten der Krankenhäuser der GNH für 14 Tage verboten. Zudem wurden die Besuchszeiten eingeschränkt: Patienten können nur noch maximal eine Stunde pro Tag zwischen 15 und 18 Uhr Besuch empfangen - vorausgesetzt es handelt sich um eine gesunde Person. 

Im Zentrum für Frauen- und Kindermedizin dürfen nur noch Eltern ihre Kinder besuchen. Ausnahmen gelten nur in begründeten Einzelfällen nach ärztlicher oder pflegerischer Absprache. Die neuen Regelungen gelten zunächst bis zum 20.04.2020.

Wegen Corona: Keine Prüfungen mehr an der Uni Kassel

An der Uni Kassel wurde am Montag der Prüfungsbetrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt. Ende voriger Woche hatte die Hochschule bereits alle Präsenz-Lehrveranstaltungen eingestellt und die Semesterferien bis 20. April verlängert. Am Freitag hieß es noch, Prüfungen sollten weiter abgelegt werden. Gegen diese Entscheidung hatten Studenten bereits eine Online-Petition für eine Verschiebung von Klausuren gestartet, die bis Montagmittag mehr als 700 Unterzeichner hatte. 

Unabhängig davon war die Hochschulleitung in der Zwischenzeit zu einer veränderten Einschätzung gekommen: Man könne letztlich nicht garantieren, dass im Prüfungsbetrieb alle notwendigen hygienische Standards und ausreichendes Kontaktabstände eingehalten werden. Der Prüfungsstopp gilt zunächst bis 20. April. Sobald absehbar, sollen über die Fachbereiche neue Prüfungstermine bekannt gegeben werden.

Corona in Kassel: Mensen und Bibliotheken schließen

Ab Dienstag sind mit einigen Ausnahmen (zu finden unter studierendenwerk-kassel.de) zum vorläufig letzten Mal Mensen und Cafeterien geöffnet. Ab Mittwoch bleiben dann alle gastronomischen Einrichtungen geschlossen. Ebenso geschlossen sind die drei Kindertagesstätten. Beratungsgespräche und Sprechstunden werden ebenfalls ab sofort nicht mehr angeboten. Die Infotheke des Studierendenwerks bleibt geschlossen. Die Abteilungen Studentisches Wohnen sowie Beratung & Studienfinanzierung inklusive BAföG sind telefonisch und per E-Mail erreichbar. 

Die Universitätsbibliothek Kassel schließt zudem ihre sechs Standorte. Nutzbar sind weiterhin die elektronischen und digitalen Bestände der Bibliothek.

Wegen Corona: Einschränkungen bei der Arbeitsagentur Kassel

Die Agentur für Arbeit Kassel und das Jobcenter konzentrieren sich nach eigenen Angaben auf die Bearbeitung und Bewilligung von Geldleistungen. Veranstaltungen wurden abgesagt, Standorte sind ab Mittwoch geschlossen. Der persönliche Kontakt ist nur in Notfällen vorgesehen. Alle Gesprächstermine entfallen ohne Rechtsfolgen, müssen auch nicht abgesagt werden. Anträge können per Mail oder über eServices (arbeitsagentur.de/eServices) gestellt oder im Briefkasten eingeworfen werden.

Nachteile für Leistungsempfänger soll es nicht geben. Wenn Termine entfallen oder persönlicher Kontakt nicht möglich ist, sollen Kunden deshalb keine finanziellen Nachteile entstehen. Man versuche, unbürokratisch und flexibel die Versorgung mit Geldleistungen sicherzustellen. Dies gelte auch für die Auszahlung von Kindergeld und -zuschlag.

Corona in Kassel: Hamsterkäufe haben zugelegt

Die Hamsterkäufe in Kassel wegen des Coronavirus haben übers Wochenende schlagartig zugenommen. Das berichtet mehrere Einzelhändler und Kunden in den Kasseler Supermärkten.

Angst, dass man keine Waren mehr bekommen werde, müssen Kunden laut Marco Wenzel, Inhaber des Edeka-Markts an der Fiedlerstraße in der Kasseler Nordstadt, aber nicht haben. Die Großlager seien gefüllt und man werde täglich beliefert. Auch in der Markthalle in der Innenstadt sind die Auswirkungen des Coronavirus zu spüren: Hier ist es in den Gängen deutlich leerer, berichtet hna.de*.

Corona in Kassel: Bars und Kneipen merken Besucherrückgang deutlich

Die Kneipen und Bars in Kassel merken einen deutlichen Besucherrückgang wegen des Coronavirus. Viele reservierte Tische seien storniert worden, berichten mehrere Restaurantbesitzer. In vielen Bars auf der Friedrich-Ebert-Straße blieben am Wochenende mehrere Tische leer, berichtet hna.de*.

Eine Kneipe hat bereits vorsorglich ganz geschlossen: Die "Fliege" im Stadtteil Wolfsanger verkündete bereits am Freitag, dass vorerst kein Betrieb mehr stattfinden wird. Generelle Schließungen von Kneipen, Bars und Restaurants wurden von der Stadtverwaltung bisher nicht beschlossen.

Corona in der Region Kassel: Tierpark Sababurg und Freizeiteinrichtungen auf Sylt und in Schönau sind dicht

Der Tierpark Sababurg und alle Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Landkreises Kassel sowie sämtliche Gästehäuser sind seit Montag (16.03.2020) geschlossen, teilt Uwe Schmidt, Landrat im Landkreis Kassel, mit. Die Jugendburg und Sportbildungsstätte Sensenstein und das Wasserschloss Wülmersen bleiben bis zum 19.04.2020 geschlossen.

Das Jugendseeheim auf Sylt schließt bis einschließlich 17.05.2020. Das Haus Panorama in Schönau bleibt bis zum 26.05.2020 zu. Damit sind auch alle Freizeiten in den Osterferien sowie die im Anschluss vorgesehenen Seniorenfreizeiten auf Sylt und in Schönau wegen der Corona-Krise abgesagt. 

Corona in der Region Kassel: Freizeiten fallen aus - Geld wird erstattet

„Im Haus Panorama fällt auch die Freizeit „Aktiv in den Frühling“ aus“, informiert Eigenbetriebsleiter Uwe Pietsch. Alle Bürger, die für den genannten Zeitraum eine der Freizeiteinrichtungen gebucht haben, werden telefonisch und schriftlich informiert. Pietsch weist darauf hin, dass die Schließungen „je nach Entwicklung der Lage“ in der Corona-Krise verlängert werden könnten: „Wir halten uns strikt an die Empfehlungen des Gesundheitsamtes.“ 

Für alle vom Eigenbetrieb abgesagten Veranstaltungen werden den Gästen die Kosten erstattet. „Wir bitten um Verständnis, dass dies wegen der großen Anzahl der Fälle etwas Zeit in Anspruch nehmen wird“, so Pietsch abschließend.

Coronavirus in Kassel: Kasseler Tafel schließt diese Woche und sucht Fahrer 

Um in der Corona-Krise weiterhin eine sichere Ausgabe von Lebensmitteln gewährleisten zu können, bleibt die Kasseler Tafel in dieser Woche geschlossen. Das teilte Hans-Joachim Noll, Vorsitzender der Tafel, gestern mit. Ab Dienstag, 24.03.2020, will die Tafel in Kassel den Betrieb dann wieder aufnehmen.

„Wir müssen zunächst Vorkehrungen wegen Corona treffen“, erklärt Noll. Zu diesen zählen noch einmal verschärfte Hygienmaßnahmen. Unter anderem werde die Ware ab kommender Woche in Tüten vorgepackt und den Kunden dann an der Außentür ausgegeben. Ziel sei, dass es möglichst keinen direkten Kontakt mehr zwischen Kunden und Mitarbeitern gebe, so Noll. Er hofft, dass es möglich sein wird, für die Mitarbeiter, die die Berechtigungskarten kontrollieren und die gepackten Tüten herausgeben, Schutzmasken zu organisieren. 

Die Kasseler Tafel sucht außerdem Fahrer, die Lebensmittel abholen. „Es haben sich schon einige Fahrer abgemeldet, wir suchen nun also Helfer, um den Fahrbetrieb aufrecht halten zu können“, sagt Noll. Wer als Fahrer bei der Tafel helfen will, kann sich unter der Telefonnummer 0561/23003 melden.

Corona in Kassel: Staatstheater geschlossen - Karten werden erstattet

Die Kasse des Staatstheaters Kassel ist wegen des Coronavirus ab sofort geschlossen. Das Staatstheater Kassel bittet Kunden, die Karten für die abgesagten Vorstellungen vom 13.03.2020 bis 30.03.2020 gekauft haben, um Geduld. Die Rückerstattung erfolge chronologisch nach Vorstellungsdatum und werde Zeit in Anspruch nehmen. 

Das Verfahren: Karten, die mit Kreditkarte bezahlt wurden, werden automatisch rückerstattet. Alle Käufer mit Kundennummern, die ihre Daten beim Kauf angegeben haben, erhalten nach und nach eine Erstattung per Gutschein. Dieser wird per Mail zugesandt oder an der Theaterkasse hinterlegt. 

Corona in Kassel: Gutscheine für das Staatstheater sind drei Jahre gültig

Der Gutschein ist drei Jahre gültig und kann nach der Theaterkassen-Öffnung in Geld, Rücküberweisung, eine Spende oder einen erneuten Kartenkauf umgewandelt werden. Alle Kunden, die ihre Karten per Überweisung oder Kreditkarte bezahlt haben, werden von der Theaterkasse kontaktiert und werden darum gebeten, sich nicht von sich aus bei der Theaterkasse zu melden.

Abonnenten erhalten Umtauschgutscheine und werden ebenfalls kontaktiert. Alle, die ihre Karten bar oder mit EC-Karte ohne Angabe einer Kundennummer an der Theaterkasse bezahlt haben, können ihre Karten zurückgeben, sobald die Theaterkasse wieder geöffnet ist. Es entstehen keine Stornierungsgebühren, der Kartenpreis kann sowohl ausgezahlt als auch als Wertgutschein herausgegeben werden. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, den Kartenwert zu spenden und damit das Staatstheater zu unterstützen.

Coronavirus in Kassel: ÖPNV wird aufrechterhalten - Fahrplan angepasst 

Die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) wird den Öffentlichen Nahverkehr aufrechterhalten, allerdings werden Busse und Bahnen ab der kommenden Woche nach einem lageangepassten Fahrplan fahren. Zudem werden die Hygienemaßnahmen noch einmal verstärkt.

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind fast überall zu spüren - auch im Netz*. Dort verbreiten sich viele Fakenews.

Von Alia Shuhaiber, Andreas Hermann, Katja Rudolph, Marie Klement und Alicia Kreth

In der Corona-Krise kommen immer mehr Verschwörungstheoretiker* zum Vorschein. Eine der Galionsfiguren der Skeptiker kommt aus der Nähe von Kassel. 

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