Kommunen organisieren Fahrdienste für Senioren

In Stadt und Kreis Kassel geht‘s per Taxi ins Impfzentrum

Taxen
+
Senioren, die nicht selbst organisiert ins Impfzentrum kommen können, können mit einem Taxi fahren.

Damit möglichst vielen Senioren eine Corona-Schutzimpfung bekommen können, helfen die Kommunen in Stadt und Kreis Kassel mit Fahrdiensten. So geht es per Taxi ins Impfzentrum.

Kassel – Zahlreiche Senioren und deren Angehörige aus Stadt und Kreis Kassel sind auch gestern daran gescheitert, einen Termin für die Corona-Schutzimpfung zu ergattern. Wer erfolgreich war, aber nicht eigenständig ins Impfzentrum nach Kassel fahren kann und auch keine Mitfahrgelegenheit hat, für den wird es einen Fahrdienst geben.

Wer die Kosten dafür übernimmt, ist noch nicht klar. Fest steht lediglich, dass das Land Hessen bei Personen einspringt, deren Krankenkasse die Fahrtkosten nicht bezahlt – während sie dies bei Arztbesuchen gewöhnlich tut. So steht es in einem Schreiben des Landes an alle über 80-Jährigen.

Die Organisation der Fahrdienste hat das Land unterdessen an die Kommunen weitergegeben. Diese müssen nun Lösungen erarbeiten. In Kassel gibt es für die über 80-Jährigen, die nur eingeschränkt mobil sind und nicht in eigener Regie zum Impfzentrum kommen können, das Angebot, ein Taxi für eine kostenlose Hin- und Rückfahrt zu buchen, teilte Oberbürgermeister Christian Geselle gestern mit. Diese Menschen sollen, so der OB, „von diesem Angebot rege Gebrauch machen“. Das Verfahren dazu werde in einem Brief erläutert, den die Stadt in den kommenden Tagen an alle über 80-Jährige verschickt.

Auch für Impfwillige aus dem Landkreis gibt es eine Lösung: In den Fällen, in denen ein Senior nicht selbst organisiert ins Impfzentrum nach Kassel kommen kann, wird die jeweilige Heimatkommune eine Transportmöglichkeit organisieren. Das haben Vizelandrat Andreas Siebert und die Bürgermeister der kreisangehörigen Kommunen gestern beschlossen. Falls ein Taxi genutzt und die Fahrt zum Impfzentrum nicht über die Krankenkassen finanziert werde, werde „die Finanzierung im Rahmen einer zu erwartenden landeseinheitlichen Regelung gelöst“.

Unterdessen ist der Frust bei vielen Senioren enorm. Denn auch wenn sie im Internet bis zur Impftermin-Vergabe durchkommen und alle Daten korrekt eingeben, heißt es im nächsten Schritt lapidar, es gebe keine Termine mehr, und der Nutzer solle es später wieder probieren. Dazu sagte ein Landessprecher gestern nur, dass man es weiter probieren müsse. Die Termine würden nach und nach vergeben, bis die derzeit verfügbaren 60 000 Termine vergeben seien. Sei dieses Limit erreicht, werde man informieren. » (Marie Klement)

Eine Anmeldung, zwei Termine

Jeder, der eine Corona-Schutzimpfung bekommt, muss nicht nur ein-, sondern zweimal innerhalb weniger Wochen geimpft werden. Für die zweite Impfung muss man sich allerdings nicht ein weiteres Mal über die Hotlines oder die Internetseiten anmelden. Der Termin für die Zweitimpfung wird stattdessen bei der Anmeldung online oder telefonisch immer direkt mitvereinbart. So ist gewährleistet, dass die zweite Impfung immer möglich ist. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.