Einige Gruppen haben Vorrang

Corona in Kassel: Aueparkhalle wird Impfzentrum – Das ist die Impf-Strategie der Stadt

In der Großsporthalle Auepark wird das Impfzentrum der Stadt Kassel entstehen.  Rechts im Hintergrund ist das Auestadion zu sehen.
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Dort wird das Zentrum entstehen: In der Großsporthalle (links) am Auepark werden die Kasseler gegen das Coronavirus geimpft.

Kassel ist gut vorbereitet. Das sagt Oberbürgermeister Christian Geselle. Die groß angelegte Impf-Aktion gegen das Coronavirus wird in der Großsporthalle am Auepark stattfinden.

Kassel – Das Land Hessen hat eine Strategie für die Massenimpfungen gegen das Coronavirus vorgestellt. Ab spätestens Mitte Dezember sollen Impfzentren ihren Betrieb aufnehmen können. Das teilten Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier sowie Sozialminster Kai Klose und Innenminister Peter Beuth am Montag mit. Kassel sei bereit, sagt Oberbürgermeister Christian Geselle: „Unser Impfzentrum wird die Großsporthalle Auepark.“

In Hessen soll es 26 Zentren geben – eine Einrichtung pro Landkreis und kreisfreie Stadt. Im besten Fall sogar 30 Zentren, teilte Bouffier mit. Landkreise und kreisfreie Städte bekamen gestern aus Wiesbaden den Einsatzbefehl, bis zum 11. Dezember die Zentren einzurichten. In Kassel stünde logistisch fast alles zur Verfügung, sagt Geselle: „Das Einzige, was wir aus Wiesbaden benötigen, ist der Impfstoff.“ Ab wann es den gibt, steht nicht fest.

Corona-Massenimpfung in Kassel: Impfungen jeden Tag von früh bist spät möglich

Der Ablauf sieht so aus: Der Bund besorgt den Impfstoff und gibt ihn an die Bundesländer, dann werden die Dosen an die Zentren verteilt. Ziel sei es, 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung zu impfen, um der Pandemie wirkungsvoll begegnen zu können und eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, erklärt Bouffier. Nach den Vorstellungen aus Wiesbaden sollen in den Zentren pro Tag jeweils 1000 Menschen die kostenlose Impfung bekommen.

Geselle bezeichnet die Zahl als realistisch. Die Zentren sollen sieben Tage in der Woche von 7 bis 22 Uhr geöffnet haben. Zu bedenken ist, dass jeder zweimal geimpft werden muss. Für Kassel mit einer Einwohnerzahl von 205.000 bedeutet das: Wenn täglich 1000 Menschen behandelt werden, dauert es etwas mehr als acht Monate, bis die Impfquote von 60 Prozent erreicht ist.

Corona-Massenimpfung in Kassel: Ältere, Kranke und Mitarbeiter von medizinischen Einrichtungen sind als erste dran

Weil der Impfstoff anfangs nicht für alle reicht, legt der Bund einheitlich eine Reihenfolge der zu impfenden Menschen fest. Zu den ersten Gruppen gehören Ältere, Menschen mit Gesundheitsrisiko und Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen und Altenheimen. Die Betreffenden werden eine Einladung zur Impfung erhalten.

Darüber hinaus sind mobile Teams vorgesehen, die zu jenen Menschen kommen, die aus körperlichen und gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst ein Impfzentrum erreichen. Geselle betont, dass Stadt wie Land vor einer gewaltigen logistischen Herausforderung stünden: „Die positive Botschaft lautet aber auch, dass es nun eine Perspektive gibt.“ (Von Robin Lipke)

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