Ab 8. März

Corona in der Region Kassel: Diese neuen Regeln treten am Montag in Kraft

Fitnessstudio
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In Fitnessstudios kann - bei entsprechenden Hygienevorkehrungen - mit Einzelterminen ab Montag wieder trainiert werden. 

Hessen lockert in kleinen Schritten die Corona-Regeln. Treffen in größeren Gruppen werden wieder erlaubt. Alle Regeln für die region Kassel im Überblick.

Kassel - Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) warnt die Bevölkerung eindringlich davor, wegen der Lockerung der Corona-Maßnahmen die Vorsicht vor einer Ansteckung mit dem Virus zu vernachlässigen. Es müsse verantwortungsvoll mit den Öffnungsschritten umgegangen werden.

Trotzdem lockert Hessen in vielen kleinen Schritten die strengen Corona-Regeln. Die Menschen dürfen sich wieder in größeren Gruppen treffen. Die hessische Landesregierung lässt nach den Beschlüssen von Donnerstag zudem teilweise die Öffnung des Handels sowie von Freizeit- und Kultureinrichtungen zu. Auch Freizeit- und Amateursport in kleinen Gruppen und für Kinder wird wieder möglich. Die neuen Corona-Regeln gelten ab kommendem Montag (8. März) und sind zunächst bis zum 28. März befristet:

  • PRIVATE TREFFEN: Um die Corona-Pandemie einzugrenzen, sollen die Einschränkung von Kontakten weiter ein wichtiges Instrument sein. Die Lockerung sieht nun vor, dass Treffen von zwei Haushalten mit höchstens fünf Personen wieder möglich sind. Kinder bis 14 Jahren zählen nicht mit. Bislang galt: ein Haushalt plus eine weitere Person, dazugehörige Kinder bis 14 zählten ebenfalls nicht mit.
  • EINKAUFEN: Baumärkte, Gartenmärkte, Baumschulen sowie Buchhandlungen dürfen öffnen.
    Alle weiteren Geschäfte dürfen „Click & Meet“ anbieten. Das bedeutet, dass Beratung und Verkauf mit vorheriger Terminvereinbarung und Datenerfassung erfolgen kann. Es gelten zudem Zugangsbeschränkungen: eine Person je angefangener 40 Quadratmeter Verkaufsfläche.
  • SPORT UND FREIZEIT: Freizeit- und Amateursport ist entsprechend der erweiterten Kontaktregeln möglich - also mit bis zu zwei Haushalten mit höchstens fünf Personen.
    Kinder unter 14 Jahren dürfen Sport unter freiem Himmel auch in Gruppen machen. Sportanlagen können vor Ort auch weiterhin geöffnet werden.
    In Fitnessstudios kann - bei entsprechenden Hygienevorkehrungen - mit Einzelterminen trainiert werden. Erlaubt ist nur eine Person je 40 Quadratmetern Trainingsfläche. Eine Datenerfassung muss erfolgen.
  • FREIZEIT UND KULTUR: Museen, Schlösser, Gedenkstätten, Tierparks, Zoos und botanische Gärten dürfen mit umfassendem Hygienekonzept öffnen. Eine Terminvereinbarung ist notwendig. Dabei müssen die Kontaktdaten hinterlegt werden, um Kontakte nachverfolgen zu können.
  • DIENSTLEISTUNGEN IM BEREICH KÖRPERPFLEGE: Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege dürfen unter strengen Auflagen öffnen. Dazu zählen Terminvereinbarung und Kontaktdatenerfassung. Wenn bei der Behandlung nicht durchgehend eine Maske getragen werden kann, soll ein tagesaktueller Schnelltest vorliegen oder vor Ort ein Selbsttest durchgeführt werden.
  • QUARANTÄNE: Nach einer positiven Selbsttestung muss sich der Getestete unmittelbar in Quarantäne begeben und zusätzlich einen PCR-Test durchführen.
    Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Eine Verkürzung durch einen negativen Corona-Test ist nicht möglich.
    Die Vorgaben gelten auch für geimpfte Personen.

Die Regierungschefs von Bund und Ländern hatten sich am späten Mittwochabend nach langen Verhandlungen auf eine stufenweise Öffnungsstrategie geeinigt. Führen einzelne beim Corona-Gipfel beschlossene Lockerungen zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen in einer Region, werden alle Erleichterungen jedoch wieder gestrichen.

Ab Montag darf sich jeder einmal pro Woche kostenlos testen lassen

Ab Montag hat jeder Bürger Anspruch darauf, einmal pro Woche einen kostenlosen Schnelltest durchführen zu lassen - unabhängig von möglichen Covid-19-Symptomen. Das ist nach den Worten von Bouffier etwa beim Arzt, in der Apotheke oder im Testzentrum möglich. „Die ausreichende Verfügbarkeit von Schnelltests sowie die Zulassung erster Produkte zur Selbstanwendung ermöglichen, den Baustein „Testen“ weiter auszubauen“, erläuterte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne).

„Der Lockdown hat sehr gut gewirkt. Die Zahlen sind drastisch nach unten gegangen“, sagte Bouffier. Durch die neuen Varianten habe es aber zuletzt eine Seitwärtsbewegung und einen leichten Anstieg gegeben. Bei den Öffnungen gehe das Land den Gleichschritt „Vorsicht, Vertrauen und Verantwortung“, betonte Bouffier und warnte angesichts der Virus-Varianten vor zu schnellen Lockerungen. Man dürfe auch nicht das völlig falsche Signal setzen, die Pandemie sei vorbei. In Kassel liegt die Inzidenz wieder über 50 (Stand: 05.03.2021).

Weniger Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion

In den Krankenhäusern und bei den Todesfällen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion habe es in den vergangenen Wochen eine positive Entwicklung gegeben, sagte Klose. Dies habe auch damit zu tun, dass inzwischen mehr als 80 Prozent der Bewohner in den Alten- und Pflegeheimen geimpft seien.

Niedergelassene Ärzte sollen ab April impfen können

Klose kündigte an, dass spätestens im April niedergelassene Ärzte beim Impfen flächendeckend mit eingebunden werden sollen. Anfang bis Mitte April werde voraussichtlich sehr viel mehr Impfstoff zur Verfügung stehen, sagte Bouffier.

Die nun beschlossenen Maßnahmen sind zunächst bis 28. März befristet. Am 22. März wollen die Regierungschef sich zu neuen Beratungen über die Corona-Regeln treffen. (dpa)

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