Ab Montag kürzerer Turnus

Corona in der Region Kassel: Kostenlose Tests für Lehrer jetzt öfter möglich

Das Foto zeigt eine Frau, die von einem Mediziner mittels Rachen-Abstrich auf Corona getestet wird.
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Lehrkräfte in Schulen und Kita-Personal können sich jetzt häufiger kostenlos testen lassen.

Lehrer und Kita-Personal in Kassel können sich künftig öfter kostenlos auf eine Corona-Infektion testen lassen. Bislang war ein Test maximal alle zwei Wochen möglich.

Kassel - Lehrer, die sich auf Corona testen lassen wollen, müssen sich hierfür – ausgestattet mit einer Arbeitsbestätigung – in einer selbst gewählten Arztpraxis dem Test unterziehen. Handelte es sich dabei zunächst um die klassischen PCR-Tests, so sind das seit Dezember Antigen-Schnelltests. Statt nach Tagen ist hier ein Ergebnis schon nach 15 Minuten möglich.

Neu ist ab Montag, 22. Februar: Diese Tests können jetzt in einem kürzeren Abstand, nämlich wöchentlich, vorgenommen werden. Agnes Neugebauer, Lehrerin an der Offenen Schule Waldau in Kassel, nimmt das Testangebot von Beginn an wahr. „Ich bin Risiko-Patientin, und deshalb ist es mir wichtig, auf Nummer sicher zu gehen“, sagt sie. Sie sei mit Herz und Seele Lehrerin und arbeite gerne in der Schule. „Aber als im Herbst die Infektionszahlen anstiegen, hatte ich doch ein ungutes Gefühl.“

Corona in der Region Kassel: Test-Angebot für Lehrer in kürzerem Abstand möglich

Allerdings sei die Testung mit dem PCR-Test umständlich gewesen. Ihr Hausarzt habe ihn nicht angeboten. Neugebauer musste dafür ins Nachbardorf fahren. Die dort kontaktierte Arztpraxis stellte der Lehrerin aus Kassel ein Zeitfenster zur Verfügung, in dem sie zum Test kommen konnte. „Um das volle Wartezimmer zu vermeiden, habe ich draußen gewartet“, so Neugebauer. Für die Arztpraxen sei das auch aufwendig gewesen. „Die mussten sich für den Abstrich komplett umkleiden.“

Die Probe wurde in ein Labor geschickt. „Mal musste ich eine Woche warten, bis mir das Ergebnis mitgeteilt wurde, mal bekam ich keine Resonanz. Dann bin ich davon ausgegangen, dass alles okay ist.“ Bei den jetzt praktizierten Schnelltests muss bei einem positiven Ergebnis zur Sicherheit ein PCR-Test gemacht werden. „Ich wünschte mir mobile Testteams, die an die Schulen kommen, dann würden sich wahrscheinlich auch mehr Kollegen testen lassen“, sagt Agnes Neugebauer. Für Schulen in Kassel ist die Corona-Pandemie eine Herausforderung.

Corona-Testangebot gilt auch für Kita-Personal

Das Angebot kostenloser Corona-Tests gilt in Kassel auch für Kita-Personal. Wie eine Sprecherin des hessischen Ministeriums für Soziales und Integration erklärte, können Ärzte, die Tests vornehmen, mittels einer Suchmaske über die Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung (kvhessen.de) gefunden werden.

Die Einrichtungen zur Betreuung älterer und pflegebedürftiger Menschen sind seit 16. Januar verpflichtet, das dort tätige Personal mindestens zweimal pro Woche auf SARS-CoV-2 zu testen. Der Test wird vom Fachpersonal vor Ort vorgenommen.

Corona in Kassel: Mobiles Test-Center kann in Hessen angefordert werden

Seit vergangener Woche gibt es für Altenheime, aber auch für Kindertageseinrichtungen und Schulen in Hessen ein mobiles Test-Center, das angefordert werden kann, so die Sprecherin. Das gilt auch für Schulen in Kassel.

Seit dem Start des Test-Angebotes im August 2020 (damals noch PCR-Tests alle 14 Tage) haben gut 85.000 Lehrerinnen und Lehrer in Hessen Tests in Arztpraxen durchführten lassen. Seit Dezember werden dort jetzt Corona-Schnelltests gemacht. Davon wurden im Dezember rund 14.000 vorgenommen, im Januar (im Lockdown und während der Ferien) waren es laut Auskunft des Hessischen Kultusministeriums rund 6200.  (Christina Hein)

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