Alle wollen in den Schnee

Kassel reagiert auf Wochenend-Chaos: Mehr Kontrollen am Herkules

Am Wochenende zog es viele zum Herkules. Das sorgte für ein Verkehrschaos
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Am Wochenende zog es viele zum Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel. Das sorgte für ein Verkehrschaos.

Am ersten Januar Wochenende sorgten hunderte Autofahrer am Herkules für schwere Verkehrsbehinderungen. Die Stadt will ein weiteres Verkehrschaos verhindern.

Kassel - Die teilweise chaotischen Verkehrsverhältnisse am Herkules vom Sonntag haben ein Nachspiel. Das gilt unter anderem für die zahlreichen Autofahrer, die die Wendeschleife für die Busse zugeparkt haben. Bei der Stadt Kassel soll es in den nächsten Tagen Gespräche zu dem Thema geben. Der Tenor: Ähnliche Situationen wie am Sonntag sollen sich nicht wiederholen. Wenn die Witterungsbedingungen am kommenden Wochenende ähnlich sind, ist mit stärkeren Kontrollen bei der Zufahrt zum Herkules zu rechnen, heißt es aus dem Rathaus.

Nach Angaben von Polizeisprecher Matthias Mänz hätten die Kollegen am Sonntag zahlreiche Knöllchen verteilt. Sowohl an Falschparker, die die Zufahrten behinderten, als auch an Autofahrer, die trotz der winterlichen Verhältnisse mit Sommerreifen erwischt wurden.

Schnee lockt Besucher zum Herkules: Zeitweilig war der Verkehr komplett lahm gelegt

Zeitweise sei ab dem Nachmittag gar nichts mehr gegangen, bestätigt auch Heidi Hamdad, die Sprecherin der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG). Denn obwohl die Zufahrt zum Herkules bereits einmal gestreut war, habe starker Neuschnee in Kombination mit wild parkenden Autos für große Probleme gesorgt.

Über einen längeren Zeitraum hätten die Busse der KVG nur noch bis zur Haltestelle Neu-Holland fahren können. Ein Streuwagen, der Abhilfe hätte schaffen können, blieb im Stau auf dem Weg zum Herkules stecken. Die Polizei regelte so gut es ging die Abfahrt vom Herkules. Erst gegen 17.30 Uhr konnte wieder ein Bus bis zum Besucherzentrum vorfahren.

Auch andere Orte haben mit Kurzausflüglern

Eine überaus unbefriedigende Situation, zu der mehrere Faktoren beigetragen haben. Weil durch die Corona-Beschränkungen keine Reisen möglich sind, ist der Besucherandrang zu den Ausflugszielen vor der Haustür besonders groß. Das haben auch heimische Wintersportorte wie Willingen und der Hohe Meißner zu spüren bekommen. Dort war das Verkehrschaos noch größer als am Herkules. Selbst Rettungsfahrzeuge hatten große Probleme, überhaupt noch durchzukommen. Die Verantwortlichen in Willingen wollen nun Pisten und Rodelhänge sperren. (Thomas Siemon)

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