Fallzahlen steigen in der Region

Strenge Corona-Regeln in Kassel: Was man noch darf und was nicht

In Kassel gelten ab Montag (19.10.2020) neue Corona-Regeln. Diese beziehen sich unter anderem auf private Zusammenkünfte. 

  • In Kassel steigen die Zahl der Corona-Infektionen.
  • Ab 19.10.2020 gelten neue Corona-Regeln in Hessen, auch für Kassel.
  • Private Feiern werden zum Problem.

Kassel - In Deutschland steigen die Corona-Fallzahlen sprunghaft. Auch in Kassel ist die Lage ernst. Ein Corona-Ausbruch auf einer Hochzeit und Infizierte in einer Erstaufnahmeeinrichtung sorgen für steigende Neuinfektionen. Am Montag (12.10.2020) trifft sich das Corona-Kabinett des Landes Hessen. Ministerpräsident Volker Bouffier und Hessens Sozialminister Kai Klose informieren über die neuen Corona-Regeln in Hessen. Diese sollen vom 19.10.2020 bis vorerst 31.01.2021 gelten.

Insbesondere private Feiern werden zum Problem. Dort halten sich die Wenigsten an Abstandsregelungen oder die Maskenpflicht. Dementsprechend dürfen sich unabhängig vom Infektionsgeschehen nur noch 50 Personen zu privaten Feiern in angemieteten Räumen treffen, so der Ministerpräsident.

Corona in und um Kassel: Begrenzung von Veranstaltungen beschlossen

Die eigenen vier Wände bleiben ein geschützter Raum. Empfohlen wird hier aber die Grenze von 25 Personen nicht zu überschreiten. Auch Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle spricht sich am Sonntag, 11.10.2020, für eine Begrenzung der Teilnehmer aus.

„Um das Infektionsgeschehen weiter unter Kontrolle zu behalten und zu einem weitestgehend normalen Leben unter Pandemie-Bedingungen zurückkehren zu können, ist es wichtig, die Teilnehmerzahlen bei privaten oder öffentlichen Veranstaltungen ohne Genehmigungsvorbehalt auf 30 zu begrenzen“, so Geselle. Veranstaltungen mit mehr als 30 Teilnehmern bedürfen während der Corona-Pandemie einer Genehmigung.

Corona in Kassel: 250 Besucher bei öffentlichen Veranstaltungen erlaubt

Sollte die 7-Tage-Inzidenz über 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 innerhalb einer Woche übersteigen, dürfen sich nur noch 25 Personen in gemieteten Räumen treffen. Ab einer Inzidenz von 75 nur noch 10 Personen. In Kassel liegt der Wert derzeit bei 32,7, im Landkreis bei 12,7 (Stand 12.10.2020).

Öffentliche Veranstaltungen bleiben weiter mit 250 Besuchern erlaubt. Unter besonderen Bedingungen können Weihnachtsmärkte im Winter stattfinden. Das wird in einigen Regionen einfach umzusetzen sein, in anderen schwieriger.

Corona in Kassel: Gastwirte dürfen nach Personalausweis fragen

Auf der Pressekonferenz in Wiesbaden betont Bouffier wie wichtig die Nachverfolgung von Infektionsketten sei. Restaurants und Bars sind dazu verpflichtet, die Kontaktdaten der Gäste aufzunehmen. Ab sofort dürfen die Wirte auch in Kassel nach dem Personalausweis fragen. So soll vermieden werden, dass Fantasienamen oder falsche Angaben gemacht werden.

Außerdem wurde die Corona-Regel von mindestens drei Quadratmetern pro Person in Geschäften und geschlossenen Räumen gekippt. Diese Regelung habe sich nicht als sinnvoll erwiesen, so der Ministerpräsident.

Corona in der Region Kassel: Bußgeld bleibt bei 50 Euro

Das Bußgeld für Corona-Maskenverweigerer und Menschen, die die Maske nicht über die Nase ziehen, bleibt weiterhin bei einem Bußgeld von 50 Euro. Das könnte sich aber noch ändern. Am Mittwoch (14.10.2020) besprechen die einzelnen Bundesländer die Einigung auf ein einheitliches Bußgeld. Hessen, somit auch Kassel, will sich dem anschließen.

Sozialminister Klose appelliert in der Pressekonferenz dringlich an die Verantwortung des Bürger. Lüften, Corona-App verwenden und die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) müssen beachtet werden. „Wir dürfen nicht dulden, dass einige wenige Unvernünftige durch ignorantes Verhalten, die Rückkehr zu einem weitgehend normalen Leben unter Pandemie-Bedingungen gefährden“, erklärt Oberbürgermeister Christian Geselle am Sonntag (11.10.2020) in einer Pressemitteilung. (Karolin Schaefer)

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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