So läuft es zum Schulstart

Lehrer wegen Omikron besorgt: Am Montag starten in der Region Kassel die Schulen

Obwohl am Platz derzeit keine Maskenpflicht gilt, empfiehlt die Walter-Lübcke-Schule das Maskentragen im Unterricht.
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Am Montag beginnt in Hessen der Unterricht nach den Weihnachtsferien wieder.

Insgesamt 57.658 Schülerinnen und Schüler in der Stadt und im Landkreis Kassel starten am Montag wieder in den Schulbetrieb.

Kassel – Der Unterricht startet in der Weise, wie sie sich am 23. Dezember in die Weihnachtsferien verabschiedet haben. Zu den Corona-Schutzmaßnahmen gehört, dass sich nicht vollständig geimpfte Schülerinnen und Schüler drei Mal wöchentlich vor Schulbeginn auf Corona testen und alle in der Schule auch am Platz Masken tragen müssen.

Oberste Priorität der jüngsten Kultusministerkonferenz war es, den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten. Allerdings fordern die Minister, dass die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen stärker in den Blick genommen werden müssen. Das bedeute, dass Schulen erst dann geschlossen werden, „wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind“, so die KMK-Vorsitzende Karin Priem.

Schulstart in Stadt und Kreis Kassel: Lehrer rechnen wegen Omikron mit massiven Auswirkungen

Hessens Kultusminister Alexander Lorz sagt dazu: „Für einen sicheren Präsenz–unterricht trotz Omikron-Variante sollten jetzt alle an einem Strang ziehen: Länder und Kommunen müssen unter der Voraussetzung hinreichender Impfstoff-Lieferungen durch den Bund weitere Impfangebote schaffen, damit sich Eltern und ihre impfberechtigten Kinder gemäß Empfehlung impfen oder boostern lassen können.“ Außerdem erwartet Lorz vom RKI und der anstehenden Bund-Länder-Runde eine Entscheidung zur Reduzierung der Quarantänezeiten. „Denn Schulen zählen für mich zur kritischen Infrastruktur, die besonders geschützt werden muss“, so Lorz.

Besorgt äußern sich auch die Lehrer: Thilo Hartmann von der GEW Hessen befürchtet, dass wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante mit massiven Auswirkungen auf den Schulbetrieb gerechnet werden muss. Die Folge könnten immer mehr krankheits- oder quarantänebedingt fehlende Lehrkräfte und Schüler bis hin zur vollständigen Schließung von einzelnen Schulen sein.

Schulstart und Corona: Tägliche Testungen für Schüler und Lehrer gefordert

Angesichts steigender Inzidenzwerte in der Region warnt auch der Kreisverband des Deutschen Lehrerverbands Hessen (dlh) vor größeren Corona-Ausbrüchen an den Schulen nach dem Ende der Weihnachtsferien. In den ersten beiden Schulwochen müsse es deshalb wie in Niedersachsen und Berlin tägliche Testungen aller Schüler und Lehrkräfte geben. Nur so könnten erneute Corona-Ausbrüche an den Schulen „einigermaßen verhindert und die vierte Welle gebrochen werden“, so dhl-Kreisvorsitzender Boris Krüger.

Schüler, die am Montag mit Bus oder Bahn zur Schule fahren, benötigen keinen negativen Corona-Test für diese Fahrt. Das teilen KVG und NVV mit. Sie stützen sich dabei auf eine Auskunft des Hessischen Sozialministeriums. Während in den Ferein Schüler in öffentlichen Verkehrsmitteln einen 3G-Nachweis benötigten, seien sie ab Sonntag davon wieder befreit. Schüler müssten sich also nicht am Sonntag testen lassen, wenn sie am Montag öffentliche Verkehrsmittel nutzen. (Christina Hein)

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