Forschung an der Uni Kassel

Corona-Forschung an der Uni Kassel: Elektrische Spannung tötet Coronaviren

Forschende der Universität Kassel haben eine neue Corona-Methode zur Bekämpfung entdeckt. Elektrische Spannung soll die Viren abtöten können.
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Forschende der Universität Kassel haben eine neue Corona-Methode zur Bekämpfung entdeckt. Elektrische Spannung soll die Viren abtöten können.

Erfolg in der Corona-Forschung: Experten der Uni Kassel entdecken eine bahnbrechende Methode, die Coronaviren abzutöten. Elektrische Spannung soll dabei helfen.

Kassel – Zahlreiche Expertinnen und Experten beschäftigen sich seit Beginn der Pandemie mit der Corona*-Bekämpfung. Forschende der Universität Kassel* haben nun einen großen Durchbruch gefeiert: Mithilfe von elektrischer Spannung konnte das Virus geschwächt werden.

Es sei bereits bekannt, dass das Spike-Protein der Coronaviren eine große Schwachstelle ist. An der Uni Kassel fand man nun heraus, dass die Stacheln auf der Oberfläche extrem empfindlich auf elektrischen Strom reagieren - darüber berichtet hessenschau.de.

Corona-Forschung an der Uni Kassel: Elektrische Spannung tötet Viren ab

Der Physikprofessor Martin Garcia erforschte seit Anfang des Jahres 2020 mit seinem Forschungsteam an der Uni Kassel das Verhalten von Coronaviren in elektrischen Feldern. Wochenlang seien aufwendige Computer-Simulationen erstellt worden, in welcher die Viren ein Spannungsfeld zwischen zwei Metallplatten durchlaufen. Die Methode werde bereits in der Lebensmittelindustrie zur Desinfektion verwendet, allerdings mit Hochspannung. An der Uni Kassel habe man lediglich mit Schwachstrom, beispielsweise aus Batterien, gearbeitet.

Forschende der Universität Kassel haben eine neue Corona-Methode zur Bekämpfung entdeckt. Elektrische Spannung soll die Viren abtöten können.

Diese kleine elektrische Spannung habe aber bereits eine große Wirkung gezeigt. Die Coronaviren hätten dadurch ihre Struktur verändert und seien inaktiv geworden. Daher hätten sie nicht mehr an andere Zellen andocken können, was sie ungefährlicher mache. „Es ist kein Problem, wenn man das Virus einatmet“, erklärte Garcia.

Doch das Team machte eine weitere interessante Beobachtung: Spike-Proteine würden durch Mutationen noch empfindlicher auf die elektrische Spannung reagieren und schneller inaktiv werden. „Überraschenderweise macht die Strukturänderung des Spike-Proteins durch die Mutation das Virus zwar ansteckender, aber gleichzeitig erhöht sich dadurch seine Verwundbarkeit durch elektrische Felder“, berichtet Prof. Garcia laut bild.de. Durch Therapien und die Corona-Schutzimpfung werde dieses ebenfalls angegriffen und geschwächt.

Forschende der Uni Kassel planen Spannungsfelder in Corona-Luftfiltern

Um das Coronavirus nun großflächig bekämpfen zu können, könnten Luftfilter laut Garcia ohne größeren Aufwand mit einem Spannungsfeld ausgestattet werden. Dafür sei keine neue Anlage nötig. Diese Methode würde außerdem viel weniger Energie verbrauchen und auch müsse der Filter nicht regelmäßig ausgetauscht werden. Aktuell beschäftigen sich Ingenieurinnen und Ingenieure der Universität mit dem Einbau in Corona-Luftfiltern.

Forschende haben unter anderem herausgefunden, warum eine Corona-Infektion eine Entzündungswelle im Körper auslöst. Zudem hat ein Forschungsteam beobachtet, dass eine Corona-Erkrankung schlimmere Folgen als Long-Covid haben kann.

Martin Garcia sieht allerdings noch eine weitere Möglichkeit für die Spannungsfeld-Taktik: Eine Mini-Vorrichtung in Masken. „Für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, zum Beispiel in Diskotheken, kann ich mir das vorstellen, für den Alltag eher nicht“, betonte der Uni-Professor aus Kassel. Ein Patent für die abtötende Corona-Methode habe er bereits angemeldet - jetzt fehle nur noch ein Unternehmen, die diese in Luftfiltern umsetzen möchte. (Alina Schröder)*hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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