„Kopf hoch, Kassel!"

Soforthilfe in Millionenhöhe: Stadt Kassel unterstützt Vereine, Künstler und Betriebe

+
Unternehmen in der Corona-Krise unterstützen. Stadt Kassel investiert in kommunales Projekt. Blick in Richtung Kasseler Innenstadt.

Bis zu 18 Millionen Euro will die Stadt Kassel in ein kommunales Programm zur Wiederankurbelung der Wirtschaft investieren. Das ist geplant.

  • Viele Unternehmen, Vereine und Einrichtungen sind wegen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht
  • Die Stadt Kassel will mit Soforthilfen unterstützen
  • Bis zu 18 Millionen Euro sollen in ein kommunales Programm investiert werden

Kassel - Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) hat das Programm mit dem Titel „Kopf hoch, Kassel!“, von dem Unternehmen, Betriebe, Einrichtungen und Vereine in der Stadt profitieren sollen, am Montag im Rathaus vorgestellt.

„Die Corona-Pandemie trifft uns alle – in unserem persönlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Gerade kleine und mittelständische Betriebe und Solo-Selbstständige, Kulturschaffende oder auch gemeinnützige Institutionen und Vereine fürchten gar um ihre Existenz“, so Geselle. 

Kassel: Soforthilfen - Stadt will Vereine, Betriebe und Einrichtungen in Corona-Krise unterstützen

Die Stadt Kassel wolle einen Beitrag leisten, um mit einer Anschubfinanzierung die wirtschaftlichen Folgen abzumildern. Die Stadt stelle Soforthilfen in Aussicht, Zuschüsse und Zuwendungen würden früher ausgezahlt, und Gewerbetreibende können Gewerbesteuer und Grundsteuer bis Ende 2020 zinsfrei stunden lassen.

Gemeinnützige Institutionen und Vereine, die wegen Corona Einnahmeausfälle hatten, sollen bei der Stadt einen Antrag auf Soforthilfe beantragen können. Die Einrichtungen erhielten einmalige Soforthilfen von je maximal 5000 Euro, die nicht zurückgezahlt werden müssten. Auch würden die Mittel der Stadt nicht mit Zuwendungen durch Hilfen von Bund und Land verrechnet.

Stadt Kassel stellt Soforthilfen in Aussicht: Geld muss nicht zurückgezahlt werden

Auch Handel, Handwerk, Gastronomie und Solo-Selbstständige sollen einen Antrag auf Soforthilfe bei Wiederaufnahme ihres Betriebs stellen können. Betriebe bekämen pauschal 5000 Euro, Solo-Selbstständige 2000 Euro. Auch dieses Geld müsse nicht zurückgezahlt werden.

Die Stadt gebe den Unternehmen mit dem Programm etwas zurück, was „wir in den guten Jahren von ihnen bekommen haben“, so Geselle. Die Stadt Kassel, die im Haushalt 2020 mit einem geplanten Überschuss von 43 Millionen Euro rechnet, könne sich diese außerplanmäßigen Leistungen leisten.

Kassel: Soforthilfen in Corona-Krise -  Entscheidung in Stadtverordnetenausschuss

Der Magistrat hat das Programm einstimmig beschlossen. In einer Sondersitzung am 29. April wird der Stadtverordnetenausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Grundsatzfragen darüber entscheiden. 

Während die Linken Nachbesserungen fordern, haben die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen bereits Zustimmung signalisiert. Danach können Anträge auf Hilfe gestellt werden.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

Alle aktuellen Informationen zu Corona in der Region Kassel gibt es in unserem News-Ticker. 

Nach der Corona-Pause haben einige Läden in Kassel wieder geöffnet – aber wie ist es, in den Geschäften jetzt wieder einkaufen zu gehen? Alles so wie vorher? Wir haben uns umgeschaut.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.