Für alle, die Unterstützung brauchen

Aktion "Hessen helfen": Neue Plattform für Hilfsaktionen in der Corona-Krise

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Auf der Plattform "Hessen Helfen" können sich Menschen, die helfen wollen und Menschen, die darauf angewiesen sind, finden. Von Nachbarschaftshilfe bis zur Unterstützung der Landwirtschaft.

Hier geht's zur Aktion hessen-helfen.de

In der Corona-Krise wollen viele Menschen in Hessen einander helfen und sich gegenseitig unterstützen. Die Landesinitiative „Hessen helfen! Wir. Gemeinsam. Zusammen.“ bringt ab sofort ehrenamtlich Engagierte, Organisationen und alle, die Unterstützung benötigen, zusammen.

Das ist die Aktion "Hessen helfen"

Menschen zusammenbringen, die Hilfe bieten oder Hilfe benötigen – das ist das Ziel der neuen Freiwilligen-Plattform Hessen helfen! der Hessischen Landesregierung. „Sie wird sicherlich dazu beitragen, einigen Menschen während der Corona-Krise die ein oder andere Sorge des Alltags abzunehmen“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier am Donnerstag in Wiesbaden zu der kostenlosen Initiative, die von der HNA und ihren Partnern Hersfelder Zeitung, Waldeckische Landeszeitung sowie Werra-Runschau als Medienpartner unterstützt wird.

Die Corona-Krise stellt einerseits viele Menschen vor große Probleme, die im Alltag auf Unterstützung angewiesen sind. Andererseits gibt es aktuell auch eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft von Menschen, die anpacken und helfen wollen. Dieses Engagement zu bündeln, ist das Ansinnen der Aktion. Auf der Internetplattform hessen-helfen.de treffen Hilfesuchende auf Helfer.

Die Bandbreite reicht von klassischer Nachbarschaftshilfe bis zur Unterstützung der Landwirtschaft. Einfach und übersichtlich zeigt die Website auf einer Google-Maps-Karte, an wen ich mich vor Ort wenden kann, wenn ich meine Hilfe anbieten möchte. Mit einem Mausklick erscheinen Adressen von lokalen Vermittlungspartnern der Landesregierung, etwa Landesstiftungen oder Angebote des jeweiligen Landkreises.

Wer Hilfe sucht, etwa Einkäufe erledigen, oder Gassi gehen mit dem Hund, der kann sich mit seinem Anliegen in die Karte eintragen. Über eine Chiffre-Nummer werden dann möglichst schnell passende Hilfsangebote vermittelt.

„Wir erleben in diesen Tagen eine beispiellose und berührende Welle der Solidarität. Die Menschen rücken enger zusammen, sie wollen einander helfen und füreinander da sein. Diese große Bereitschaft muss koordiniert werden – vor Ort, unbürokratisch und einfach. Deshalb unterstützt die HNA gern die Initiative des Landes“, so HNA-Chefredakteur Andreas Lukesch.

Wer seine Unterstützung zum Beispiel als Erntehelfer in der Landwirtschaft anbieten möchte, findet auf der Plattform entsprechende Kontaktmöglichkeiten, bei denen man sich als Freiwillige oder Freiwilliger aufnehmen lassen kann und anschließend entsprechend dorthin vermittelt wird, wo die Hilfe am dringlichsten benötigt wird.

„Die sozialen Kontakte und das öffentliche Leben auf ein Mindestmaß zu reduzieren, fällt keinem leicht. Wir wissen, dass die Maßnahmen sehr einschneidend sind. Unser aller Gesundheit zu schützen, ist das oberste Gebot“, betont Bouffier und appelliert: „Registrieren Sie sich ganz persönlich oder Ihre Initiative auf hessen-helfen.de, wenn Sie sich engagieren wollen. Wenn Sie auf Unterstützung angewiesen sind, melden Sie sich ebenfalls an. Nur gemeinsam können wir diese Herausforderung gut überstehen.“ „Die Hilfe ist notwendig, im Kleinen wie im Großen. Es sind ja plötzlich selbstverständliche Dinge wie der Gang zur Apotheke, zum Supermarkt, zur Drogerie oder Bäcker, die für einige schlichtweg nicht mehr möglich sind, weil sie sich vor Ansteckung schützen wollen“, ergänzte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) laut Mitteilung.

Plattform hessen-helfen.de

Hessen helfen: Aktion startet mit Erfolg

Die Freiwilligen-Plattform hessen-helfen.de trifft drei Tage nach ihrem Start bereits auf große Resonanz. 100 Pärchen aus Freiwilligen und Hilfesuchenden wurden an einem Tag vermittelt, teilte René Brosius, Sprecher der Hessischen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten am Freitag mit. 

Innerhalb der ersten beiden Tage haben sich bereits 37 Gemeinden mit Hilfsvermittlungsangboten auf der Plattform registriert. Zehntausendmal wurde die Website inerhalb eines Tages aufgerufen. 1500 Freiwillige haben sich zudem als Unterstützer in der Corona-Krise registriert.

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