Gericht hebt die Schulpflicht für Viertklässler auf

Grundschulen in Stadt und Kreis Kassel bleiben nun doch Montag zu

Corona in Kassel: Grundschulen bleiben nun doch Montag zu
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Die hessischen Grundschulen bleiben, anders als ursprünglich geplant, am kommenden Montag weiter geschlossen (Symbolbild).

In Stadt und Kreis Kassel bleiben Grundschulen nun doch Montag zu. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hebt die Schulpflicht für Viertklässler auf.

Kassel - Die hessischen Grundschulen bleiben, anders als ursprünglich geplant, am kommenden Montag weiter geschlossen. Das hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof am gestrigen Freitag entschieden. Frühestens kommende Woche wird geklärt, wann die Grundschulen wieder öffnen.

Das heißt: Die 3350 Viertklässler in Stadt und Kreis Kassel müssen weiter zu Hause bleiben – und die Grundschulen müssen wieder neu planen. Bis Freitagmittag hatten sie sich auf die Rückkehr der Viertklässler vorbereitet – mitunter sehr akribisch, wie sie sagen. Es galt, den Hygieneplan umzusetzen und ein Konzept zu entwickeln, das den Abstandsregeln genügt.

Jetzt kommt alles anders – zum Unmut vieler Schulleiter, Eltern und auch Schüler, die nun erstmal weiter von zu Hause aus lernen müssen.

Corona in und um Kassel: Viertklässler müssen erst einmal weiter zu Hause bleiben

Der Grund: Die Richter des obersten hessischen Verwaltungsgerichts in Kassel hatten am Vormittag dem Eilantrag einer Frankfurter Schülerin recht gegeben, der sich gegen eine Landesverordnung zur Bekämpfung von Corona richtet. Die Viertklässler würden im Vergleich zu Schülern, denen aus Gründen des Infektionsschutzes der Schulbesuch bis zum 3. Mai weiter untersagt werde, ohne hinreichenden Grund ungleich behandelt und in ihrem Grundrecht verletzt.

Alexander Lorz, Kultusminister

Die Entscheidung gilt für Schüler der 4. Jahrgangsstufe der Grundschulen, der Sprachheilschulen und der Schulen mit den Förderschwerpunkten Sehen oder Hören. Eine Notfallbetreuung für die Kinder von Eltern in sogenannten systemrelevanten Berufen wird aber weiterhin angeboten.

Als irrelevant habe das Gericht die Argumentation angesehen, „dass die geplante Präsenzbeschulung dazu beitragen sollte, gerade für die Viertklässler eine angehende Normalität mit möglichst stabilen Strukturen und einen bestmöglichen Übergang in die weiterführenden Schulen zu schaffen“, erklärte Hessens Kultusminister Alexander Lorz. Vom Gerichtsbeschluss nicht betroffen sind die Abschlussklassen der weiterführenden Schulen. Für diese beginnt am Montag wieder der Schulunterricht.

flq, hag, alh, dpa

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