Viele Betten leer

Geringe Auslastung wegen Corona: Auch Kasseler Krankenhäusern melden Kurzarbeit an

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In zahlreichen Kliniken stehen derzeit viele Betten leer (Symbolbild).

Corona in Kassel: Auch Krankenhäuser in Kassel sind von der Corona-Krise betroffen. Teilweise arbeiten die Beschäftigten auch hier in Kurzarbeit.

  • Das Coronavirus breitet sich in Kassel weiter aus
  • Jedoch haben viele Krankenhäuser wegen Corona nicht mehr so viel zu tun
  • Viele Beschäftigte arbeiten nun in Kurzarbeit

Kassel - In zahlreichen Kliniken in Kassel stehen derzeit viele Betten leer. Denn in den vergangenen Wochen wurden Patienten entlassen und planbare Operationen abgesagt, um Kapazitäten für Corona-Fälle vorzuhalten. So häufen sich die Meldungen, dass Kliniken über Kurzarbeit nachdenken oder sie angemeldet, aber noch nicht umgesetzt haben. Andere schicken ihre Mitarbeiter bereits in Kurzarbeit.

Corona in Kassel: DRK-Kliniken haben Kurzarbeit angemeldet 

Auch die DRK-Kliniken Nordhessen haben wegen der geringen Auslastung Kurzarbeit angemeldet und in diesem Zusammenhang ihre Mitarbeitender aufgefordert, Überstunden abzubauen oder Resturlaube zu nehmen. Man habe sämtliche elektive Eingriffe abgesagt, Patienten entlassen und die Intensivkapazitäten verdoppelt, sagt Geschäftsführer Alexander Lottis. Das habe zu einem massiven Rückgang an Patientenaufkommen geführt. „Selbst unter Berücksichtigung dann zugenommener Covid-19-Patienten, liegt unsere Auslastung deutlich unter den Werten vor Corona.“ Daher habe man Kurzarbeit beantragt.

Diese betreffe wenige Bereiche wie die Reinigung, den Transportdienst und einen Teil der Pflege. „Vorgesehen ist, sie wieder zu beenden, sobald wir wieder in den Krankenhausregelbetrieb übergehen“, so Lottis.

Corona in Kassel: In anderen Kliniken kein Thema 

Während Kurzarbeit am Klinikum, im Marienkrankenhaus, im Elisabeth-Krankenhaus und in den Agaplesion Diakonie Kliniken kein Thema ist, hat auch die Paracelsus-Elena-Klinik Kurzarbeit angemeldet. Das sei bei allen Standorten der bundesweit agierenden Klinikgruppe vorsorglich zum 1. April geschehen, teilt Pressesprecherin Dirten von Schmeling mit. Die Kurzarbeit betreffe nahezu sämtliche Abteilungen, sowohl in der Verwaltung als auch im medizinischen, therapeutischen und ärztlichen Dienst.

Auch in der Elena-Klinik wurden Resturlaube und Überstunden abgebaut. Nun werde Kurzarbeit „je nach Arbeitsanfall beziehunsgweise -ausfall flexibel angewandt“. Die genaue Anzahl der betroffenen Mitarbeiter schwanke daher, so von Schmeling. In der Klinik ruht derzeit die stationäre Patientenversorgung. Die neurologische Notaufnahme und die ambulante Versorgung von Patienten, die innerhalb von Studien der Kasseler Klinik behandelt werden, werden weiter angeboten.

Corona in Kassel: Krankenhausentlastungsgesetz

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verwies mit Blick auf die geringe Auslastung in Kliniken vor Kurzem auf das wegen der Coronapandemie beschlossene Krankenhausentlastungsgesetz. Demnach bekommen Kliniken für freigehaltene Betten eine Pauschale von 560 Euro pro Tag. Laut Spahn gehe es in den Krankenhäusern nun darum, „schrittweise in eine neue Normalität“ zu kommen, in der auch planbare Operationen wieder stattfinden. Wegen Corona auf Dauer 40 Prozent der Intensivbeatmungsbetten in Deutschland freizuhalten, sei nicht notwendig, so Spahn.

Zuletzt war davon die Rede, dass während der Corona-Krise mehrere geschlossene Kliniken in der Region Kassel wieder reaktiviert werden.

Wegen der Corona-Krise hat sich vieles in den Kliniken in Kassel geändert. Beispielsweise wurden Besuchszeiten eingeschränkt und Operationen verschoben.

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