Niederzwehren

Trotz Corona ohne Bau-Einschränkungen - Weitere Behörde zieht in den Magazinhof

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Hier ziehen Beschäftigte des Landes Hessen ein: Den ehemaligen Silo (links) mietet Hessen Mobil an. In den ehemaligen Bodenspeicher (rechts) gehen die Mitarbeiter des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen.

Die Bauarbeiten im Magazinhof in Kassel laufen trotz der Corona-Krise bislang ohne Einschränkungen. Eine weitere Behörde hat sich auf dem Gelände eingemietet.

Kassel - Die Umbauarbeiten auf dem Gelände des Magazinhofs in Niederzwehren laufen auf Hochtouren. Auch Hessen Mobil will im kommenden Jahr zwei ehemalige Getreidelager der Wehrmacht für seine Mitarbeiter mieten.

Dass die Mitarbeiter des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH) im Herbst dieses Jahres in den ehemaligen Magazinhof in Niederzwehren einziehen, ist schon länger bekannt. Der LBIH wird den sogenannten Bodenspeicher, der derzeit grundlegend umgebaut wird, mit einer Bürofläche von 5000 Quadratmetern ab September mieten.

Nun steht fest, dass in die beiden ehemaligen Silos auf dem Areal ebenfalls eine Landesbehörde einziehen wird. Das Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil wird die beiden Gebäude mit jeweils 5000 Quadratmeter Fläche in Kassel ab 1. April 2021 mieten. Das teilten Niko Rotschedl und Dr. Alexander Weigand, Geschäftsführer der Beethovengruppe, am Mittwoch auf der Baustelle mit.

Die Bauherren: (von links) Dr. Alexander Weigand und Nico Rotschedl, Geschäftsführer der Beethovengruppe.

Hessen Mobil in Kassel - Corona-Krise wirkt sich nicht auf Bauarbeiten aus

Die Investorengruppe aus Würzburg hat das Areal mit den Gebäuden, die 1939/40 als Getreidelager für die Wehrmacht errichtet worden waren und unter Denkmalschutz stehen, im Jahr 2015 gekauft und im vergangenen Jahr mit der Sanierung begonnen. Rund 35 Millionen Euro werde man allein in die Sanierung der Bestandsgebäude stecken, so Weigand.

Davon profitierten überwiegend Unternehmen aus Nordhessen, die mit den Arbeiten beauftragt worden sind. Für den Bodenspeicher ist zum Beispiel das Bauunternehmen Rennert zuständig, für die beiden ehemaligen Silos das Unternehmen Emmeluth. Aus den beiden letzteren Gebäuden müssen die Betonsilos herausgerissen und anschließend die Decken für fünf Etagen und Dachgeschoss eingezogen werden.

Im ehemaligen Silo wurden Decken eingezogen.

Derzeit arbeiteten bis zu 150 Arbeiter gleichzeitig auf der Baustelle, so Weigand. Die Corona-Krise habe sich bislang nicht auf die Bauarbeiten ausgewirkt. Nur insoweit, dass die Arbeiter den Sicherheitsabstand einhalten müssten.

Bei der Stadtverwaltung in Kassel kommt es wegen Corona zu Verzögerungen

Allerdings merke man, dass in der Stadtverwaltung in Kassel wegen Corona nicht so gearbeitet werde wie sonst, so Weigand. Es gebe immer noch kein Planungsrecht für den südlichen Teil des Areals. Den will die Beethovengruppe an die Wilma Wohnen Süd GmbH veräußern. Das Unternehmen plant, dort vier Baukörper mit 90 bis 100 Eigentumswohnungen zu errichten. Eigentlich sollte der Baubeginn in diesem Jahr sein. Realistisch sei jetzt das kommende Jahr, so Rotschedl.

Das Parkhaus mit 400 Stellplätzen soll Weihnachten dieses Jahres fertig sein. Im kommenden Jahr will die Beethovengruppe dann noch ein Holzgebäude mit acht Geschossen auf dem zentralen Platz des Grundstücks bauen. Im Erdgeschoss soll es Gastronomie geben. In den oberen Etagen sind Wohnungen und Büros vorgesehen. Alle Gebäude, die umgebaut beziehungsweise neu gebaut werden, würden von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen zertifiziert.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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