Zwischen Normalität und Stillstand

Coronavirus in Kassel: So unterschiedlich reagieren die Unternehmen

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Kaum Auswirkungen: Der Betrieb beim Solartechnikhersteller SMA in Niestetal läuft fast unverändert weiter.

Wie wirkt sich die Coronakrise auf Firmen in Stadt und Landkreis Kassel aus? Wir haben nachgefragt.

  • Das Coronavirus breitet sich in Deutschland aus.
  • Viele Firmen stellen die Produktion zum Schutz der Mitabeiter ein.
  • Wir habe nachgefragt, wie es mit Unternehmen in Kassel aussieht.
  • Lesen Sie alle News zum Coronavirus in Kassel in unserem Ticker.

Coronavirus in Kassel: So reagiert Hübner

„Noch läuft unsere Produktion normal. Doch die Anzeichen mehren sich, dass unsere Kunden, in deren Wertschöpfungskette wir eng eingebunden sind, ihre Produktion herunterfahren und stoppen. Wir bereiten uns darauf vor, dass sich die Situation jederzeit ändern kann. 

Unser Krisenstab trifft sich jeden Tag, um die Lage entsprechend zu bewerten. In der Verwaltung haben wir angefangen, verstärkt Kolleginnen und Kollegen im Home Office arbeiten zu lassen“, so Pressesprecher Nicholas Neu.

Coronavirus in Kassel: Bombardier will Geschäftsbetrieb sicherstellen

„An all unseren Standorten, so auch in Kassel, setzen wir Maßnahmen um, die im Einklang mit den von staatlichen Institutionen eingeleiteten Schritten stehen und den lokalen Gegebenheiten Rechnung tragen. Wir schöpfen alle Möglichkeiten in Bezug auf mobiles Arbeiten und flexible Arbeitszeiten aus und bereiten uns auch ansonsten auf alle möglichen Eventualitäten vor. 

Darüber hinaus liegt unser Fokus auf der bestmöglichen Erfüllung unserer Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden. Vor diesem Hintergrund arbeiten wir mit Hochdruck daran, den Geschäftsbetrieb an all unseren Standorten sicherzustellen“, so eine von Sprecherin von Bombardier.

Coronavirus in Kassel: Die Reaktion von Daimler/Mercedes

„In unseren Werken wird derzeit unter Hochdruck daran gearbeitet, dass ein Großteil der Produktion und die Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen in Europa unterbrochen werden. Alle von der Unterbrechung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen für diese Auszeit zunächst – soweit vorhanden – Resturlaub aus dem Jahr 2019, dann Gleitzeit bzw. Freischicht (soweit vorhanden) und Urlaub aus 2020“, so ein Sprecher von Daimler.

Corona-Pandemie: Auswirkungen auf die Arbeit bei K+S

Am Standort Kassel arbeitet seit gut einer Woche der Großteil der Mitarbeiter im Homeoffice. An den produzierenden Standorten, etwa im Werk Werra im Landkreis Hersfeld-Rotenburg/Wartburgkreis, habe man Maßnahmen zur Minimierung von Ansteckungsrisiken umgesetzt, erklärt Firmensprecher Michael Wudonig. Die Produktion an allen Standorten laufe wie gewohnt.

So reagiert Wintershall in Kassel auf die Corona-Krise

„In unseren Hauptquartieren in Kassel und Hamburg arbeiten mittlerweile fast alle Kollegen von zu Hause aus. Das gleiche gilt für Kollegen in Abu Dhabi, Norwegen, Brasilien, Argentinien und den Niederlanden. Nur einige Kollegen, die ihre Arbeit nicht aus der Ferne erledigen können, dürfen die Gebäude betreten. Wir haben Homeoffice aktiv angeboten.

 Darüber hinaus haben wir strenge Zugangsbeschränkungen zu unseren Räumlichkeiten definiert, die auf dem Risikoprofil und den gesundheitlichen Bedingungen basieren“ so eine Unternehmenssprecherin.

Corona in Kassel: Betrieb bei SMA läuft weiter

„Zunächst einmal läuft der Betrieb bei SMA derzeit fast unverändert weiter. Da SMA fast alle Wechselrichter in Deutschland produziert und entsprechend unabhängig agieren kann, sehen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine nennenswerten Engpässe oder Auswirkungen auf den Auftragseingang, dieser ist bisher positiv. Wir haben bei SMA generell schon sehr frühzeitig auf Prävention gesetzt. 

So wurden umfassende und weltweite Dienstreiseverbote für alle Mitarbeiter ausgesprochen und daran appelliert, auch private Reisen weitest möglich einzuschränken. Darüber hinaus kommunizieren wir umfassend und weltweit zu vorbeugenden Hygienemaßnahmen und haben Veranstaltungen intern und extern verschoben oder abgesagt. Persönliche Meetings wurden auf maximal zehn Teilnehmer beschränkt“, so Unternehmenssprecherin Anja Jasper. 

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