„Bleibt für uns zuhause“

#StayHome: Auch Kasseler Ärzte und Pfleger appellieren auf Instagram

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Wollen ein Zeichen setzen: Dominik Semler mit seiner Kollegin Nadine.

Unter #StayHome rufen Pflegekräfte die Menschen dazu auf, wirklich daheim zu bleiben. Unter ihnen sind auch Ärzte und Pflegekräfte aus Kassel.

  • Das Coronavirus breitet sich in ganz Deutschland aus.
  • Für Pflegekräfte ist dies eine harte Zeit.
  • Ein Kasseler Pfleger appelliert auf Instagram an die Bürger, Zuhause zu bleiben.
  • Lesen Sie alle News zum Coronavirus in Kassel in unsere News-Ticker.

Für Dominik Semler ist sein Job ein Traumberuf. Auf seinem Instagram-Account @derkrankenbruder postet er seit einigen Jahren Einblicke in seine Arbeit als Intensivpfleger. „Schon mit fünf Jahren habe ich gesagt, dass ich in einem medizinischen Beruf arbeiten will“, sagt der 27-Jährige, der 2016 nach Kassel gezogen ist.

Mit einer Kollegin kam er während des Nachtdienstes auf der Intensivstation der DRK-Kliniken auf die Idee, sich an der Aktion zu beteiligen, die derzeit überall in den Sozialen Netzwerke zu finden ist. Pflegekräfte versprechen, dass die für die Kranken da sind und appellieren, Zuhause zu bleiben, um die Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren. Gerade bei meiner Generation habe ich das Gefühl, dass viele die Lage nicht ernst genug nehmen.

Corona in Kassel: Arzt appelliert auf Instagram an die Bürger

Die Situation im Krankenhaus beschreibt Semler als „Ruhe vor dem Sturm“. „Es ist sehr beunruhigend und man weiß nicht, worauf man sich vorbereitet“, sagt er. Auch in seinem Freundeskreis spürt er Verunsicherung: „Niemand weiß mehr was Fakt und was Fake ist.“ 

Es sei aber auch schön, von vielen Seiten jetzt Dank und Zuspruch zu bekommen. Für Pfleger sei die Situation nicht nur belastend, sondern würde auch mit vielen Einschränkungen einhergehen.

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Semler hofft, dass sich durch die Coronakrise vielleicht auch langfristig etwas am Image des Pflegeberufs ändern kann. „Es wäre schön, wenn etwas von der Wertschätzung zukünftig bleiben würde.“

Von Kathrin Meyer

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