Verschiedene Regelungen

Kitas in Kassel wegen Coronavirus geschlossen: Gibt es die Gebühr zurück?

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Ein typisches Bild dieser Tage: Bei schönstem Wetter sind die Gärten vor den Kindergärten und Krippen leer. Viele haben geschlossen oder arbeiten nur im Notbetr ieb. Unser Bild zeigt die Kita an der Landaustraße.

Wegen der Corona-Pandemie sind die Kitas in Kassel geschlossen. Nun fragen sich immer mehr Eltern, ob sie ihre Gebühren erstattet bekommen.

  • Wegen der Corona-Pandemie sind Kitas und Schulen in Kassel geschlossen.
  • Viele Eltern müssen ihre Kinder nun Zuhause betreuen.
  • Es stellt sich die Frage, ob Eltern ihre Kita-Gebühren zurückbekommen.
  • Lesen Sie alle News zum Coronavirus in Kassel in unserem Ticker.

Seit einer Woche sind die Kindergärten, Krippen und Tageseltern in Kassel wegen der Corona-Pandemie nur noch im Notbetrieb. Das Gros der Kinder muss zu Hause bleiben. Nun fragen sich immer mehr Eltern, ob sie ihre Beiträge erstattet bekommen.

Corona in Kassel: Unterschiedliche Regeln bei Zurückerstattung von Kita-Gebühren 

Vor dem Hintergrund, dass mehr Menschen wegen der Corona-Pandemie arbeitslos werden oder nur noch Kurzarbeitergeld bekommen, ist dies relevant. Während die Kita-Gebühr wegen des hohen Landeszuschusses relativ gering ist, müssen Eltern für Krippenplätze oft 200 bis 300 Euro monatlich zuzahlen.

Je nachdem, wo sich die Kita befindet und wer Betreiber ist, sind die bisherigen Regelungen unterschiedlich:

Corona in Kassel: Städtische Kitas ziehen weiter Gebühren ein

Die Stadt Kassel wird für ihre Kitas die Gebühr – abzüglich des Verpflegungsgeldes – weiter einziehen. Nach Wiedereröffnung der Kitas könnten dann die Eltern eine Rückerstattung beantragen. Sobald Anträge möglich sind, will die Stadt informieren.

Kassel: Kitas von Freien Trägern in Corona-Zeiten -Petition an die Politik

Die Kindergärten und Krippen in freier Trägerschaft in Kassel haben ein Problem. Zwar sollen sie nach Auskunft der Stadt weiter ihre Betriebskosten- und Landeszuschüsse in vollem Umfang erhalten, diese decken aber nur etwa Zweidrittel der Kosten. Für das restliche Drittel kommen die Eltern auf. Deshalb haben Träger wie Impuls Soziales Management und AKGG die Eltern aufgefordert, ihre Beiträge trotz Schließung zunächst weiter zu zahlen. 

Gleichzeitig fordern sie in einer Petition finanzielle Unterstützung von der Politik, damit den Eltern ihre Beiträge erstattet werden können. „Da wir unserer Dienstleistung aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht nachkommen können, fordern erste Eltern verständlicherweise ihre Kita-Gebühren zurück. Gleichzeitig müssen wir dafür Sorge tragen, dass unsere Mitarbeitenden sowie Betriebs- und Sachkosten weiter bezahlt werden“, sagt Lisa Janz, Geschäftsführerin von Impuls Soziales Management. 

Andernfalls sei zu befürchten, dass viele freie Träger dieCorona-Phase nicht überstehen werden. Der Dachverband der freien Kindertagesstätten (Dakits) will am heutigen Montag ein Gespräch mit Jugenddezernentin Ulrike Gote über das Problem führen.

Corona in Kassel: Kita-Gebühren bei konfessionellen Trägern

Die evangelischen und katholischen Kitas in Kassel wollen auf HNA-Anfrage die Regelungen der Stadt übernehmen. „Es wird eine Rückerstattung geben“, sagt Stefan Ahr von der katholischen Kirche.

Gebühren bei Tageseltern: Regelungen in Corona-Zeiten

Für die 100 Tagesmütter und -väter in Kassel will die Stadt ebenfalls die Finanzierung sichern und die Elternbeiträge auf Antrag erstatten.

Kita-Gebühren in Kassel während Corona-Pandemie: So läuft es im Kreis 

Die Kommunen im Kreis Kassel suchen noch nach einer gemeinsamen Lösung für ihre Kitas. „Notlagen werden wir berücksichtigen“, so Michael Steisel, Sprecher der Bürgermeister-Kreisversammlung.

Der Landkreis will unterdessen die Zuschüsse an die Tageseltern weiter zahlen, eine Erstattung der Elternbeiträge wegen der Corona-Pandemie soll es aber nicht geben, so ein Kreissprecher.

Von Bastian Ludwig

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