Veranstaltung im botanischen Garten

3000 Besucher kamen zur Pflanzenbörse

Genuss für alle Sinne: Katharina Sturm aus Baunatal freut sich zusammen mit Töchterchen Jana-Marie (drei Jahre) an der Vielfalt der ausgestellten Pflanzen. Fotos: Koch

Kassel. Noch bevor der Botanische Garten am Sonntagmorgen um 10 Uhr seine Tore öffnete, waren schon zahlreiche Besucher da und warteten geduldig auf Einlass. Die traditionelle Pflanzenbörse, zu der das Umwelt- und Gartenamt einmal im Jahr einlädt, ist inzwischen zum Publikumsmagneten geworden.

Auch gestern kamen wieder 3000 Gäste in die Botanische Anlage in Nachbarschaft zum Schlösschen Schönfeld und schwelgten in Gartenträumen. Auch der benachbarte Werkhof hatte zum Herbstmarkt mit Kunsthandwerk eingeladen. Viele Besucher flanierten zwischen den Veranstaltungen hin und her.

Verrückt nach Pflanzen

„Wir sind Pflanzen-Verrückte und lieben alles, was duftet“, sagte Michael Weber, der mit seiner Frau Marion an einem kleinen Stand aus Stecklingen gezogene Duftpflanzen, vor allem Pelargonien (Geranien), anbot. Schon im vergangenen Jahr waren sie mit dabei. „Eine tolle Veranstaltung“, sagte Marion Weber. Auch die leidenschaftlichen Gartenfreunde Jutta und Walter Götz aus Kelze waren gestern als Verkäufer und als Käufer unterwegs. Von Jutta Götz selbst gemachte Trockenblumenkränze waren im Nu ausverkauft. Auch die Purpurglöckchen fanden reißenden Absatz. Selber hat sich das Ehepaar eine weiße Herbstanemone gegönnt: „Ist die nicht herrlich?“

Pflanzenbörse im botanischen Garten

Einen Stand weiter beriet Gärtnermeister Karl-Heinz Härtl und infizierte die Besucher mit seiner Begeisterung für Steingärten: “Die Dachwurz“, so erklärte er Marion und Ralf Fritz aus Vellmar, „heißt im Volksmund auch Donnerwurz, weil sie einem Aberglaube zufolge das Haus vor Blitzeinschlag bewahrt.“

Mario Reimnitz und Jennifer Faßhauer aus Baunatal haben sich bei Carola Körtge von der Gärtnerei Karl Zundel eine imposante Stacheldrahtrose gekauft. Nicht zu kleinkariert will das junge Paar seinen neuen Garten gestalten, sondern als vernünftigen Mix von Nutz- und Zierpflanzen. Mario Reimnitz: „Der Garten soll zu uns passen.“ Mit einem kräftig orange blühenden Sonnenhut (Echinacea) für ihren großen Garten geht Hannelore Griesel aus Kassel nach Hause. Für ihren Mann Kurt war es ein gemütlicher Sonntagsspaziergang: „Ich liebe den Botanischen Garten.“

Die Pflanzenbörse war wieder eine Mischung aus Ständen regionaler Gärtnereien und Baumschulen, Stauden- und anderer Pflanzenfreunde, Präsentationen und Beratungen des Stadtgartenamts, der Hessischen Gartenakademie und mehr. So viele glückliche Gesichter wie gestern sind nicht oft zu sehen. „Ich bin seelig“, sagte Gartenamtsleiterin Regula-Maria Ohlmeier: „Es ist herrliches Wetter und der Botanische Garten zeigt sich von seiner schönsten Seite.“ Sie verkaufte Säckchen mit getrocknetem Lavendel, Lupinen- und Ringelblumensamen. Der Erlös kommt dem Botanischen Garten zugute.

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