Gewerkschaft schwächer im künftigen Betriebsrat

Dämpfer für IG Metall bei Daimler-Betriebsratswahl

Dieter Seidel

Kassel. Bei den Betriebsratswahlen im Kasseler Daimler-Achsenwerk hat die IG Metall als weiterhin stärkste Fraktion einen leichten Dämpfer erhalten. Weil das Werk auf über 3000 Mitarbeiter gewachsen ist, wird der künftige Betriebsrat 23 statt bisher 21 Sitze haben.

Für die IG Metall werden 16 Vertreter einziehen – einer weniger als in der kleineren Runde bisher.

Sechs statt bislang vier Mandate entfielen auf die Alternativen Metaller, bei denen Vicenzo Sicilia auf dem 1. Listenplatz steht. Die Liste „Unabhängige Metaller Kassel“, die erstmals angetreten war, bekam mit Mario Skaro einen ihrer beiden Bewerber in die künftige Mitarbeitervertretung des Werks.

Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben des amtierenden Betriebsrats bei 74 Prozent. Bei der Wahl vor vier Jahren hatten 84 Prozent der Daimler-Beschäftigten abgestimmt.

Innerhalb einer Woche wird sich der neue Betriebsrat konstituieren und seine Führungsspitze wählen. Dabei kann als sicher gelten, dass der bisherige Vorsitzende Dieter Seidel und sein Stellvertreter Rainer Popp (beide IG Metall) in ihren Funktionen bestätigt werden.

Für Seidel wäre es die vierte Amtszeit. Er sagte, das Wahlergebnis sei für die IG Metall nicht zufriedenstellend und bedürfe einer gründlichen Analyse: „Wir müssen genau ergründen, welches die Erwartungen in jenem Teil der Belegschaft sind, die wir mit unserer Politik bisher nicht errreicht haben.“

Der künftige Betriebsrat stehe vor enormen Aufgaben, sagte Seidel. Der Stellenabbau, den das Daimler-Management im Zuge einer verringerten Fertigungstiefe anstrebe, sei so nicht hinzunehmen. (asz)

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