Daimler-Achsenwerk Kassel: Auftragslage ist stabil

Kassel. Während der Autobauer Daimler für das erste Jahresquartal schlechte Zahlen und einen Gewinneinbruch vermeldet, hat sich die Auftragslage im Kasseler Achsenwerk deutlich stabilisiert.

Von tagesweisen Produktionsstopps wegen flauer Nachfrage wie zum Jahreswechsel sei längst keine Rede mehr, berichtete Werkleiter Ludwig Pauss gegenüber der HNA: Das Achsenwerk mit 3100 Beschäftigten produziere seit Wochen am Rande seiner Kapazitätsgrenzen. Derzeit würden Großaufträge für den Nutzfahrzeugbau in China, Brasilien und die USA abgearbeitet.

„Wir sind in der Sondersituation, dass wir von Kassel aus ein weltweites Netzwerk beliefern“, sagte Pauss. Damit sei man nicht so abhängig von regional schwächelnden Märkten wie etwa in Südeuropa. 2012 hat das Kasseler Werk 475.000 Achsen für schwere Lkw, für Transporter und Geländewagen sowie 200.000 Gelenkwellen hergestellt. Pauss sagte, dieses Volumen werde dieses Jahr „deutlich“, voraussichtlich im zweistelligen Prozentbereich, übertroffen.

Durch die gute Auftragslage fielen zurzeit zahlreiche Überstunden an, in steigendem Maß sei auch Wochenendarbeit erforderlich, sagte Betriebsratsvorsitzender Dieter Seidel. 180 Leiharbeiter seien im Werk derzeit im Einsatz. Der Betriebsrat erwarte, dass man diesen Kräften vermehrt Angebote zur Übernahme auf feste Stellen mache. (asz)

Rubriklistenbild: © Maksim Toome - Fotolia

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