Unternehmen prüft weitere Produktions-Pausen

Werk Kassel: Daimler trennt sich von 25 Zeitarbeitern

Kassel. Daimler wird sich in ihrem Kasseler Lkw-Achsenwerk zum Ende des Monats von 25 der momentan 155 Zeitarbeitskräfte trennen. Werkssprecherin Julia Löffler spricht von einem „planmäßigen Vorgang, der nichts mit einer kurzfristigen Reaktion auf aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen zu tun“ habe.

Wegen einer schwächeren Nachfrage gibt es im Kasseler Achsenwerk seit Anfang Oktober jeweils eintägige Produktionsstopps in Bereichen, die dem Lkw-Werk in Wörth bei Karlsruhe zuliefern. Auch für kommenden Freitag ist eine solche teilweise Betriebsruhe vorgesehen. Wie es danach weitergeht, stehe derzeit noch nicht fest, sagte die Sprecherin.

Am Standort Kassel stellt man sich indessen darauf ein, dass auch an den Freitagen im November ein Teil der Produktionslinien stillstehen dürfte. „Wir sind derzeit in einem Tief und spüren die schwächere Konjunktur“, sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Rainer Popp. In den nächsten Tagen wird es nach seinen Angaben Gespräche zwischen Management und Arbeitnehmervertretung geben, dazu stünden die Produktionskapazitäten und das Thema Zeitarbeit auf der Tagesordnung.

Popp sagte, unter anderem sei es denkbar, mit einer Ausweitung der üblichen Werksruhe zwischen den Jahren auf die Nachfrageflaute zu reagieren. Bei Daimler in Kassel sind 3000 Menschen beschäftigt. (asz)

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