Arbeit für 75 Beschäftigte

Daimler-Werk Kassel baut neues Achsgetriebe für V-Klasse

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Die neue V-Klasse: Das Daimler-Werk Kassel wird das neue Achsgetriebe bauen.

Kassel. Am Montag war Produktionsanlauf des neuen Hinterachsgetriebes für die neue V-Klasse, die am 31. Mai zu den Händlern kommt und in der alten Version Viano heißt. Hergestellt wird es in den Produktionshallen des Lkw-Achsenwerks von Mercedes-Benz in Kassel.

18 Millionen Euro hat Daimler in die neue Produktionsanlage investiert. 100 000 dieser neuartigen Getriebe wird das Werk im Jahr an die Van-Fabrik Vitoria im spanischen Baskenland liefern. Das neue Produkt, das durch den Einsatz von Leichtlauflagern und Synthetiköl sowie durch neue, optimierte Schleiftechnologie den Verbrauch des Fahrzeugs um 0,2 Liter je 100 Kilometer und den CO2-Ausstoß um 5,4 Gramm je Kilometer senkt, sichert am Standort Kassel 75 Jobs. Werkleiter Ludwig Pauss würdigte den „großen Einsatz des Projektteams und der Beschäftigten“, insbesondere bei der Produktion der 2000 Achsgetriebe umfassenden Vorserie, die kurzfristig vorgezogen wurde. „Das haben Sie mit Bravour gemeistert“, sagte er der Mannschaft. Alle könnten stolz auf diese Gemeinschaftsleistung sein. Die Kasseler steuerten dank einer „tollen Fertigungstechnik ein tolles Produkt für ein tolles Fahrzeug“ bei.

Der Betriebsratsvorsitzende Dieter Seidel bezeichnete sowohl das neue Fahrzeug als auch das Achsgetriebe und und die Technik aus Nordhessen als „Quantensprung“. Und Projektleiter Jens Fleckenstein dankte dem gesamten Team für das große Engagement.

Präsentierten das neue Achsgetriebe (von links): Werkleiter Ludwig Pauss, Projektleiter Jens Fleckenstein, Dr. Sabine Lutz (Leiterin Plattform-Management Achsen und Getriebe) sowie Betriebsratsvorsitzender Dieter Seidel. Foto: Pinto

Das Kasseler Daimler-Werk ist der weltweit zentrale Produktionsstandort für Achsen und Gelenkwellen für Lkw, Busse, Trailer, Transporter und einige Pkw-Typen. Die Produkte aus Nordhessen gehen nicht nur an die deutschen und europäischen Fahrzeug bauenden Werke des Stuttgarter Konzerns, sondern auch an die Fertigungsstandorte in Süd- und Nordamerika sowie in Asien.

Im vergangenen Jahr produzierten die gut 3000 Beschäftigten 540 000 Achsen und 226 000 Gelenkwellen – gegenüber dem Vorjahr ein Plus von fast 14 Prozent. Werkleiter Pauss geht für dieses Jahr von einem ähnlich hohen Ausstoß aus. Vermutlich im Herbst gibt es einen weiteren Produktanlauf, und zwar für ein neuartiges Achs-Hilfsgetriebe für schwere Baustellen-Lkw, das in schwierigen Situationen - etwa um einen festgefahrenen Lkw aus eigener Kraft zu befreien – zeitweise zum Antrieb der Vorderachse zugeschaltet werden kann und sich ab einer bestimmten Geschwindigkeit wieder ausschaltet. Eine Alternative zum ständigen Vier-, Sechs- oder Achtradantrieb, der wesentlich teurer ist und den Spritverbrauch deutlich erhöht.

Von José Pinto

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