Trotz Hitzewelle keine Engpässe

Tipps und Infos: Was darf ein Weihnachtsbaum kosten?

+
Beliebte Tradition: Für viele gehört ein schön geschmückter Tannenbaum einfach zum Weihnachtsfest dazu. Doch was muss man beim Kauf beachten?

In diesem Jahr wird es laut Experten keine Engpässe bei Weihnachtsbäumen geben. Viele Fragen sich nun: Was ist beim Kauf eines Weihnachtsbaumes zu beachten?

In Deutschland werden jährlich rund 27 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. 90 Prozent der Bäume kommen aus Deutschland, der Rest zum größten Teil aus Dänemark und Polen. Die meisten Bäume in unserer Region stammen aus dem Sauerland (NRW) und aus heimischen Wäldern.

Welchen Weihnachtsbaum kaufen?

Die Nordmanntanne ist mit weitem Abstand die Nummer 1 unter den Weihnachtsbäumen. Auf den weiteren Plätzen folgen: 

  • Weißtanne
  • Fichte Kiefer

Die älteren Bäume haben die Dürre des Sommers 2018 gut überstanden, beim jetzt anlaufenden Weihnachtsbaumverkauf wird es wohl keine Engpässe geben. Insbesondere die beliebte Nordmanntanne habe die lange Trockenheit recht gut überstanden. Theo Arend, der stellvertretende Leiter des für Kassel zuständigen Forstamtes Wolfhagen, erklärt: Tannen haben Wurzeln, die tief in den Boden reichen und dort noch Feuchtigkeit aufnehmen können. Anders sei es zum Beispiel bei Fichten mit ihren flachen Wurzeln. Bei denen habe es ebenso gravieren Schäden gegeben wie bei den jüngeren Weihnachtsbäumen. Aber: die jüngste Generation Weihnachtsbäume ist durch das heiße Wetter im Sommer nur nur 20 Zentimeter groß geworden und dann abgestorben. Hinzu kommt: Trotz der aktuellen Entwarnung hat die Trockenheit Auswirkungen. In sechs bis sieben Jahren könnten sich die Ausfälle durch den Wassermangel dann doch bemerkbar machen.

Was darf ein Weihnachtsbaum kosten?

Die Preisspanne ist groß. Für einen größeren Baum guter Qualität kann man schnell 40 bis 50 Euro loswerden. Kleinere Exemplare 2. Wahl gibt es schon für unter 20 Euro. 

Ein Weihnachtsbaum von über zwei Metern Größe wächst zehn bis zwölf Jahre in einer Kultur. Fachleute rechnen mit etwa 80 Stunden Arbeit pro Hektar für die Pflege und die Ernte. Da die Trockenheit in erster Linie zu Ausfällen bei jungen Bäumen geführt hat, könnten die Preise ab dem Jahr 2027 spürbar anziehen.

Wo Weihnachtsbaum kaufen?

Weihnachtsbäume gibt es an vielen Stellen zu kaufen, zunehmend auch aus ökologische Anbau. Wer auf ein Stück Natur aus den heimischen Wäldern Wert legt, kann sich unter anderem bei den heimischen Revierförstereien eindecken. Hier ein paar Tipps für Kassel und den Kreis Kassel:

  • In Kirchditmold an der Hessenschanze ist das am Freitag, 14. Dezember 2018, 12 bis 16 Uhr, und am Samstag, 15. Dezember, 8 bis 16 Uhr möglich. 
  • Die Waldinteressenten Großenritte bieten ein ähnliches Programm mit Bratwurst und Glühwein am 14. Dezember (11 bis 16 Uhr) und am 15. Dezember von 9 bis 16 Uhr an. Treffpunkt: Trineweg, Baunatal Großenritte.
  • Auch bei der Stiftsweihnacht in Kaufungen (14. bis 16. Dezember) gibt es Bäume aus dem heimischen Forst.
  • Das gilt auch für den Privatwald von Dalwig in Schauenburg-Hoof, Gutshof, am Samstag, 8. Dezember, 10 bis 17 Uhr. 
  • Die Waldinteressenten Simmershausen (Revier Fuldatal) verkaufen Bäume am Samstag, 15. Dezember, von 9 bis 14 Uhr (Rothwestener Str.). 
  • Auf Gut Winterbüren (Revier Fuldatal) sind die Termine am Samstag, 15. Dezember (9 bis 18 Uhr) und am Samstag, 22. Dezember, von 9 bis 18 Uhr.

Damit Sie keine böse Überraschung erleben, sollten Sie beim Transport mit dem Auto ein paar Tipps beachten: So wird Ihr Weihnachtsbaum nicht zum gefährlichen Geschoss

Wie sucht man den richtigen Weihnachtsbaum aus? 

Seit vielen Jahren ist Förster Theo Arend beim Weihnachtsbaumverkauf an der Hessenschanze dabei. „Ich habe schon einige Dramen erlebt“, sagt der 63-Jährige. Sein Tipp: Wer gemeinsam mit seinem Partner einen Baum kaufen will, sollte sich vorher darauf einigen, wer im Zweifelsfall diesmal das letzte Wort hat. Das gilt auch für Eltern mit Kindern.

Außerdem sei es hilfreich, nicht gar so lange zu überlegen. Meistens sei der erste Baum, den man für geeignet halte, das auch wirklich. Ansonsten könnten doch kleine Macken auch ganz sympathisch sein. Ganz so wie im richtigen Leben.

Wie bleibt ein Weihnachtsbaum länger frisch und grün?

Wenn man sich denn für einen Weihnachtsbaum entschieden hat, sollte man ihn einige Tage im Keller oder in der Garage lagern. So kann er sich langsam an die veränderten Temperaturen gewöhnen. Sinnvoll ist es auch, eine etwa zwei Zentimeter dicke Scheibe am unteren Ende des Stammes abzusägen und den Baum in einen Eimer mit Wasser zu stellen. Zwei Tage vor dem Fest kann man den Baum dann aufstellen. Dann kann er die Äste, die beim Transport meistens von einem Netz zusammengedrückt wurden, wieder ausbreiten. Der Baum sollte nicht zu dicht an der Heizung stehen.

Von Thomas Siemon

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.