Feuerwehr warnt vor Gefahren

Nicht betreten! Das Eis auf den Flüssen und Seen in Kassel ist gefährlich dünn

Winteridylle an der Drahtbrücke
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Winteridylle an der Drahtbrücke: Das Eis auf der Fulda ist zwar dick genug, dass der Schnee darauf liegen bleibt. Man sollte aber auf keinen Fall versuchen, es zu betreten.

Nach mehreren knackigen Wintertagen und Nächten von bis zu minus 20 Grad bildet sich auf den Gewässern immer mehr Eis. Aber Achtung: Betreten sollte man die Flächen nicht.

Kassel ‒ Auf der Fulda kann man eine dünne Schicht entdecken, auf stehenden Gewässern wie dem Bugasee, dem Lac im Bergpark Wilhelmshöhe oder dem Küchengraben in der Aue sieht es schon dicker aus. Doch Vorsicht: Sowohl die Stadt als auch die Museumslandschaft Hessen Kassel warnen eindringlich, das Eis zu betreten. Und auch die Feuerwehr weist auf drohende Lebensgefahr hin.

Zumal manche Menschen meinen, dass sie Tieren in Not helfen müssten. „Wenn die Gewässer zufrieren, sieht man immer wieder einzelne Schwäne oder Enten, die unbeweglich auf dem Eis sitzen“; sagt Tobias Winter, der Leiter der Kasseler Berufsfeuerwehr. Die Sorge, dass die Tiere festgefroren sind, sei in der Regel nicht begründet. Ausdrücklich warnt der Feuerwehrchef davor, die Eisfläche zu betreten, um den Vögeln zu helfen.

Solange die Tiere ausreichend natürliche Nahrung und Ruhe finden, seien sie nicht gefährdet. Was nach Froststarre aussehe, gehöre zur Überlebensstrategie. Wenig bewegen spart wertvolle Energie.

Das Eis auf der Fulda sollte man also weder zur vermeintlichen Vogelrettung noch aus anderen Gründen betreten. Es ist ohnehin noch viel zu dünn. Anders sieht es zum Beispiel auf dem Küchengraben in der Aue aus. Hier testen die ersten schon die Eisdicke am Rand aus. Und auch auf dem Lac unterhalb von Schloss Wilhelmshöhe wurden schon Spuren auf der schneebedeckten Oberfläche gesichtet. Noch ist das sehr gefährlich.

Wer sich aufs Eis traut, macht das nach Angaben der MHK auf eigene Gefahr. Und die besteht laut Feuerwehr am Lac sowie an anderen Stellen. Ohne Vorwarnung könne das scheinbar feste Eis brechen. Dann bestehe innerhalb kürzester Zeit Lebensgefahr durch Unterkühlung. In der Regel könne man sich nicht ohne fremde Hilfe befreien. Die Feuerwehr nutzt bei ihren Einsätzen Leitern, Rettungsschlitten und Schlauchboote, um die Fläche zu vergrößern.

Nächte weiter eisig kalt

Auch in den nächsten Tagen erwarten uns knackige Minustemperaturen. Insbesondere die Nächte werden laut Wettervorhersage weiterhin eisig kalt. Auf bis zu minus 16 Grad sollen in der Nacht zu Sonntag in Kassel die Temperaturen in den Keller gehen. Erst ab Dienstag dürfte es etwas milder werden, mit Nachtfrost muss man aber weiterhin rechnen. Und auch damit, dass viele Seen eine immer dickere Eisschicht entwickeln. 

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