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OB-Wahlkampf: Das sind die Unterstützer von Geselle

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Von: Matthias Lohr

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Geselle-Unterstützer: Rosa-Maria Hamacher (von links), Uwe Frankenberger, Henning Vetter, Jonny Klink, Esther Haß und Anita Mahrt.
Geselle-Unterstützer: Rosa-Maria Hamacher (von links), Uwe Frankenberger, Henning Vetter, Jonny Klink, Esther Haß und Anita Mahrt. © Dieter Schachtschneider

Viele fragen sich vor der Kasseler Oberbürgermeisterwahl, wer die Unterstützer des unabhängigen Amtsinhabers Christian Geselle sind. Nun hat sich die Initiative vorgestellt.

Der Mann, um den es am Freitagmittag in Joe’s Garage geht, ist nicht da, aber dafür die, die für ihn sprechen. Die „Wählerinitiative zur Unterstützung der Wiederwahl Christian Geselles zum Oberbürgermeister der Stadt Kassel“ hat zum Pressetermin in die Kneipe auf der Feiermeile geladen. Es ist normaler Betrieb. Ein Gast trinkt sein Bier, ein anderer raucht. Dazwischen stehen Fernsehteams.

Sie alle wollen wissen, wer zum Team Geselle gehört. Der sozialdemokratische Amtsinhaber hat sich mit seiner Partei zerstritten und tritt am 12. März als unabhängiger Bewerber an. Die anderen Kandidaten wie SPD-Frau Isabel Carqueville haben Parteiapparate hinter sich. Viele fragen sich, wer für Geselle Plakate klebt und seine Kampagne finanziert.

Das Gesicht des Teams Geselle ist Rosa-Maria Hamacher, die als Geschäftsführerin beim Paritätischen Wohlfahrtsverband arbeitet. Sie hat bereits den Wahlkampfauftakt des OB moderiert. Nun begrüßt sie die Gäste und sagt, dass es „eine unheimlich breite Unterstützung aus allen Stadtteilen und allen Teilen der Stadtgesellschaft“ für Geselle gebe. Schon jetzt hätten sich weit mehr als 200 Menschen der Initiative angeschlossen. In Joe’s Garage war aber nur ein knappes Dutzend.

Zu den Unterstützern zählen etwa Lothar Röse (Hofbuchhandlung Vietor) und Dirk van der Werf (Joe’s Garage). Die jüngste Geselle-Anhängerin gestern ist Tomma Woermann (23, Jusos), die im Rathaus im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters arbeitet, die älteste Esther Haß (85, Jüdische Gemeinde). Ex-Stadträtin Anita Mahrt, die 2011 aus der CDU ausgetreten ist, lobt Geselle: „Er ist für die Stadt.“ Um politische Inhalte geht es in Joe’s Garage nicht. Jonny Klink (ACT Kassel) wundert sich über das Bild, das andere von Geselle haben: „Man kann immer mit ihm sprechen.“

Hamacher zeigt ein Plakat mit den Porträts von Unterstützern, das ab Ende Januar überall in der Stadt zu sehen sein soll. Sie kündigt Veranstaltungen an und sagt, dass es auch Aufgabe der Initiative sei, „ordentlich Spenden“ einzuwerben. Wie viel zusammengekommen ist, sagt sie nicht.

Geselles letzter Wahlkampf habe 90 000 Euro gekostet, ist am Rande zu erfahren. Zu den Unterstützern sollen auch 15 Unternehmer gehören, darunter Jens Rose, Präsident des KSV Hessen und Chef von Rose Gleisbau.

Wie viele Sozialdemokraten zum Team Geselle gehören, ist unklar. Durch viele Ortsvereine geht ein Riss. Uwe Frankenberger, der 19 Jahre für die SPD im Landtag saß und nun hinter Hamacher zweiter Vorsitzender der Initiative ist, will zum Streit nichts sagen. Er ist aber überzeugt, dass Geselle schon im ersten Durchgang gewinnt.

Bis zum 12. März gibt es noch viele Veranstaltungen. Für diesen Montag (18 Uhr) lädt die Initiative auf das Fulda-Schiff „Hessen“ zu „Christians Nacht“ ein. Es soll ein bisschen wie in der ARD-Show „Inas Nacht“ werden. Nur singen muss keiner. (Matthias Lohr)

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