Veranstaltern, Gastronomen und Kaufleuten drohen Einbußen

Dauerregen vermiest vielen die Geschäfte

Kassel. Freibäder und Freiluftkinos sind menschenleer, ebenso die Tische der Außengastronomie. Sommerkleidung wird zum Ladenhüter, und die Bauern klagen: Dieser Sommer ist bislang ins Wasser gefallen. Und es soll auch nicht wirklich besser werden: Der Juli werde sehr wechselhaft weitergehen, heißt es beim Informationsdienst Wetterkontor. Abgesehen von einzelnen schönen Tagen sei keine länger anhaltende Phase trockenen Sommerwetters in Sicht.

Im Raum Kassel seien in der ersten Julihälfte bereits 83 Prozent des langjährigen Mittelwerts an Niederschlägen für diesen Sommermonat gefallen, sagt Meteorologin Britta Siebert-Sperl. Sie meint: „Wir haben den Tiefpunkt dieses Sommers noch nicht überschritten.“ Darunter leiden neben den Landwirten besonders die Betreiber von Biergärten und Lokalen mit Tischen im Außenbereich. Manche Gastronomen beziffern ihre Umsatzrückgänge auf 30 bis 40 Prozent gegenüber Jahren mit besserem Sommerwetter.

„Für uns alle ist das kein Traumsommer“, sagt Petra Feist-Dietrich vom Vorstand der City-Kaufleute. Leichte Bekleidung und offene Schuhe würden derzeit meist nur nach Bedarf gekauft: Von Menschen, die in den Urlaub in hoffentlich wärmere Regionen fahren. Der Kasseler Einzelhandel könne das schleppende Sommergeschäft allerdings durch das documenta-Publikum etwas auffangen. Es seien viele Touristen in der Stadt, die jetzt schon Herbstware kauften. Feist-Dietrich bleibt aber optimistisch und hofft auf schönere Tage im August: „Gezählt wird immer erst zum Schluss.“

Hoffnungen hegt auch Henry Witzel vom Filmladen, der das Open-Air-Kino organisiert. Im Vergleich zu guten Jahren wurde in den ersten drei Wochen nur die Hälfte der Karten verkauft. Für das Freiluftkino könnte es die zweite Saison in Folge werden, die schlecht läuft. Auch die Aufführungen des Brüder-Grimm-Festivals sind bislang nur zu 60 Prozent ausgelastet. (use/asz/bal)    Zum Tage, NÄCHSTE Seite

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