HNA-Kommentar

Vorwürfe gegen AfD-Chef Gratzer: Wasser predigen und Wein saufen

Dieter Gratzer von der AfD: Vorwürfe schlagen Wellen. (Archivfoto)

Die Vorwürfe gegen den Kasseler AfD-Chef schlagen hohe Wellen. Was ist davon zu halten, dass da jemand an Flüchtlingen viel Geld verdient, seine Partei aber gegen sie wettert? Ein Kommentar.

Natürlich ist es erlaubt, Wohnungen an Flüchtlinge zu vermieten. Und es ist nicht verboten, das nicht aus humanitären Gründen zu machen, sondern weil man damit Geld verdienen will.

Trotzdem: Im Fall des Wohnungsvermieters Gratzer sieht das anders aus. Der AfD-Funktionär, so scheint es, will mit einigen Tricks langjährige Mieter loswerden. Sowas tut ein anständiger Deutscher nicht, möchte man Gratzer im Jargon seiner Partei zurufen.

Dass er sich stattdessen lieber Flüchlinge ins Haus holt, weil damit mehr zu verdienen ist, zeigt nur eins: Das Kasseler Aushängeschild der AfD predigt Wasser und säuft Wein. In offiziellen Reden zieht die AfD gegen Ausländer zu Felde, meckert, dass Flüchtlingen Wohnraum zur Verfügung gestellt wird.

Auch Dieter Gratzer steht für solche Positionen. Und handelt anders. Die Glaubwürdigkeit als Politiker dürfte er für seine Wähler damit wohl verloren haben

Oder, um mit Brecht zu sprechen: Erst kommt das Fressen, dann die Moral.

Lesen Sie auch: Abmahnungen, Räumungsklagen und andere Schikanen: Vorwürfe von Mietern gegen Kasseler AfD-Chef

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