Kampf für die Kasseler Schleuse: 200 Boote bei Demo auf der Fulda

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Kassel. Lautstarker Protest auf der Fulda: Unter dem Motto „Die Fulda ist unser Leben“ hat der Zweckverband Kasseler Sportschifffahrt am Sonntagmittag für den Erhalt der Schleuse und eine schiffbare Fulda demonstriert.

200 Boote waren auf dem Wasser und ließen ihre Signalhörner ertönen. Mit Transparenten verliehen die Demonstranten ihrer Haltung Nachdruck: „Die Schleuse ist ein Teil von uns.“ Dem Bauwerk, das im nächsten Jahr 100 Jahre alt wird, droht bis 2016 die Schließung. Eine Sanierung würde Millionen kosten. Wird die Schleuse dichtgemacht, würde dies das Ende für den Schiffsverkehr auf der Fulda bedeuten. „Lasst uns die Schleuse“ lautete denn auch die Forderung auf einem der Transparente an den Booten. „Unser Steuergeld für unsere Schleuse“ eine andere. Auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wurde die Entscheidung in Frage gestellt: „Jetzt 6 Millionen sparen und später 60 Millionen für Hochwasserwschutz ausgeben?“

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Bei der Abschlusskundgebung in Höhe des Clubgeländes der Wassersport-Vereinigung Cassel (WVC), wo die motorisierten und nicht motorisierten Boote aus zwei Richtungen zusammenkamen, machten die Demonstranten deutlich, dass sie das nicht kampflos hinnehmen wollen. Die Boots- und Schiffführer, Kanuten und Freizeitkapitäne führen eine breite Allianz an, die das Aus für Schleuse und Schifffahrt verhindern will.

Fotos: Kampf für die Schleuse: Demo auf der Fulda

Kampf für die Kasseler Schleuse: Demo auf der Fulda

„Eine Fulda ohne Schifffahrt ist für uns undenkbar“, sagte Jan Hörmann, Sprecher des Zweckverbandes Kasseler Sportschifffahrt, unter Beifall von Zaungästen am Ufer. „Wir kämpfen für unsere Wasserstraße. Wir kämpfen für die Schleuse.“ Die Demonstration auf der Fulda zeige, dass dabei keinen Unterschied zwischen den Wassersportlern, Anglern und Spaziergängern gebe. „Wir lassen uns die Fulda nicht kaputt machen.“ Eine tote Fulda, die verlanden würde, sei nicht akzeptabel. Hörmann machte auch deutlich, dass der ersten Demonstration dieser Art auf der Fulda unter Umständen weitere folgen werden. „Wir kämpfen so lange, bis der Erhalt der Schleuse gesichert ist.“

Zuvor hatte Oberbürgermeister und Schirmherr Bertram Hilgen (SPD) Teilnehmer und Zuschauer am Ufer von der „Rheinfels“ aus zu dieser „machtvollen Demonstration“ begrüßt. Dass trotz des Regens viele gekommen seien, sei ein gutes Zeichen. „Wir werden die Bilder nach Berlin schicken“, versicherte Hilgen. „Wir werden nicht eher ruhen, bis klar ist, dass die Schleuse saniert wird.“

Von Ellen Schwaab

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