Demo am Leipziger Platz: 400 demostrieren gegen den NPD-Lastwagen

Kassel. Etwa 400 Menschen haben am Samstag in Kassel gegen eine NPD-Kundgebung demonstriert. Unter ihnen waren auch der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) und die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU).

Gegen 16.20 Uhr kam der Kleinlaster am Samstag am Leipziger Platz an. Unter anderem mit Trillerpfeifen verhinderten die Demonstranten, dass eine Handvoll NPD-Anhänger zu Wort kam, wie die Polizei und der persönliche Referent Hilgens übereinstimmend berichteten. Laut Polizei verlief die Aktion „weitestgehend friedlich“. Es habe drei vorübergehende Festnahmen gegeben.

Bereits am Freitag hatte es ähnliche Kundgebungen der rechtsextremen Partei mit Gegendemonstrationen in Darmstadt und Offenbach gegeben. Auch dabei war es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen.

Bilder von der Demo

Demo gegen NPD-Lastwagen in Kassel

Aktualisiert am 5.8.2012 um 13.45 Uhr

Schon am frühen Nachmittag war ein großes Polizei-Aufgebot am Leipziger Platz zu beobachten. Zwischenzeitlich hatte die Polizei die stadteinwärts führende Fahrbahn der Leipziger Straße gesperrt. Der Verkehr konnte aber über die Straßenbahn- und Busspur weiterfließen.

Zahlreiche Gruppen hatten zuvor zu einer Gegendemonstration ab 15.30 Uhr aufgerufen. Ein breites Bündnis Kasseler Parteien aus SPD, Grünen, CDU, Linkspartei, FDP, Piratenpartei, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Ausländerbeirat, Kirchen, Religionsgemeinschaften und Verbänden will damit deutlich machen, dass „die NPD mit ihrem menschenverachtenden Gedankengut in Kassel nicht erwünscht ist und wir ihre Propaganda nicht hören wollen“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung. (dpa/rud/dob/use)

Rubriklistenbild: © A. Fischer

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