300 Studenten zogen über Friedrich-Ebert-Straße

Anwohner riefen Polizei: Demonstration entpuppte sich als Kneipentour

Kassel. Party statt Protest: Eine angebliche Demonstration stellte sich am Montagabend als Kneipentour von Erstsemestern heraus. Nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner meldete ein Anrufer um kurz nach 21 Uhr einen Demonstrationszug auf der Friedrich-Ebert-Straße, Höhe Querallee.

Mehrere hundert Teilnehmer seien mit einem Megaphon in Richtung Innenstadt unterwegs, so der Anrufer. Da der Leitstelle der Polizei keine Hinweise über eine angemeldete Versammlung vorlagen, schickte sie eine Funkstreife auf die Friedrich-Ebert-Straße, um die Sachlage aufzuklären.

Dort sei den Beamten des Polizeireviers Mitte schnell klar geworden, dass es sich nicht um eine Versammlung, sondern um eine Studentenfeier handelte. Aus den Reihen der etwa 300 Studenten hieß es, dass man kein politisches Ziel verfolge, sondern lediglich eine Kneipentour veranstalte. Sie seien allesamt Studienanfänger der Sozialwissenschaften, die den Beginn des Erstsemesters feierten.

Da die „Kneipentour“ gesittet und bis auf eine Ruhestörungsmeldung völlig störungsfrei gewesen, auch für den Verkehr verlief, hätten keine Bedenken gegen die „Veranstaltung“ bestanden. Die Polizei behielt die große Gruppe dennoch im Auge. Die friedliche Tour führte über die Friedrich-Ebert-Straße bis zu einer Lokalität in der Moritzstraße in der Nordstadt und endete dort gegen Mitternacht. (use)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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