Torwache an der Wilhelmshöher Allee soll an Brüder erinnern

Grimms II: Denkmal für die Grimms

Ludwig Emil Grimm

Kassel. Die nördliche Torwache an der Wilhelmshöher Allee, in der die Märchenbrüder von 1814 bis 1822 lebten, soll das Kasseler Grimm-Denkmal werden. Allerdings schwebt den Planern keine Gedenkstätte im klassischen Sinn vor. Die Torwache soll auch kein Museum werden. Als authentischer Ort hat sie für die Planer vor allem symbolischen Wert.

Die historische Dimension soll in einem „gebauten Bild“ deutlich werden. Der Innenraum der Torwache soll entkernt und als repräsentativer Denk-, beziehungsweise Gedenkraum erlebbar werden.

Die Planer wollen im Erdgeschoss einen künstlerisch geprägten Ort schaffen. Sie schlagen vor, den vom Malerbruder Ludwig Emil Grimm gezeichneten Grundriss der darüberliegenden Wohnung an der Decke wiederzugeben, zum Beispiel als Lichtinstallation. Besucher könnten so beim Betrachten in Gedanken durch die Räume wandeln. Die Grimm-Wohnung selbst soll als authentisch historischer Ort nicht rekonstruiert, aber eingerichtet werden. Sie soll als Bild jener Zeit sichtbar werden.

Das Land will der Stadt die Torwache im Tausch gegen das Grundstück für das neue Tapetenmuseum auf dem Weinberg überlassen. Details müssen noch verhandelt werden. Für Umbau und Einrichtung der Torwache haben die Planer 1,5 Millionen Euro veranschlagt.

Von Ellen Schwaab

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