Historiker planen auf Weinberg Gedenkstätte für Kasseler Schriftsteller Ernst Koch

Historiker planen Gedenkstätte für Kasseler Schriftsteller Ernst Koch

Werbung für das Ernst Koch-Denkmal: Der Kasseler Student Florian Seemüller (links) und Klaus Beckenbach zeigen den Entwurf für die Gedenktafel. Foto:  Puchta

Kassel. „Links unten liegt die düstere Aue mit großartigen Baumgruppen (...) und rechts auf einem Hintergrund von Waldwogen und vollem weichen Baumschlage das Wilhelmshöher Schloss...“

Mit poetischen Worten beschrieb im Jahre 1832 der Kasseler Ernst Koch die Aussicht, die sich ihm an der südlichen Hangkante des Weinbergs über die Stadt bot. Hier begann der Jurist und Schriftsteller sein 1834 erschienenes Buch „Prinz Rosa Stramin“ zu schreiben, erzählt Klaus Beckenbach.

Der Kasseler Oberstaatsanwalt im Ruhestand befasst sich seit einigen Jahren mit dem Leben und Werk von Ernst Koch. Jetzt möchte er dem Schriftsteller ein Denkmal setzen.

An der Stelle, die Ernst Koch zu seiner romantischen Beschreibung inspirierte – an besagter Hangkante am Ende des Henschelparks an der Mauer neben der Pergola – könne eine Stele mit einer Glasplatte im Siebdruckverfahren stehen, sagt er. Den Entwurf gestaltete Beckenbach mit dem Kasseler Studenten Florian Seemüller.

„Schön wäre es, wenn wir das bis zum Stadtjubiläum im nächsten Jahr hinbekommen würden“, sagt Beckenbach, der zum Beirat des Vereins „Freunde des Stadtmuseums“ gehört. Unterstützt wird er bei seiner Idee für das Koch-Denkmal von Heinz Körner, dem Kasseler Autor mehrerer Bücher über die Geschichte des Weinbergs.

Ortsbeirat dafür

Auch der Ortsbeirat Mitte befürwortete während seiner jüngsten Sitzung die Installation des Kunstwerks. Doch noch fehlen wichtige Voraussetzungen, die nötig sind, um das Vorhaben zu realisieren: Die Genehmigung der Stadt und Geld. Mit dem Umwelt- und Gartenamt habe er seine Idee vor einiger Zeit erörtert, auch die Kosten seien schon geschätzt worden, sagt Beckenbach: „Das Denkmal würde 3000 Euro samt Stele kosten.“

Unterstützung erhofft er sich von Sponsoren und vom Ortsbeirat Mitte. Noch hat sich das Gremium dazu nicht näher geäußert. Mit dem städtischen Kulturamt werde er sich demnächst in Verbindung setzen. Außerdem müsse auch der Kunstbeirat zustimmen. Beckenbach weiß, dass es noch ein weiter Weg ist, bis die Stele zum Gedenken an Ernst Koch eingeweiht werden könnte.

Von Monika Puchta

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