Sebastian Weise-Kusche ist neuer Vorsitzender vom Asta

Will den Dialog mit Studenten suchen: Der neue Asta-Vorsitzende Sebastian Weise-Kusche plant regelmäßige Veranstaltungen zu aktuellen Uni-Themen. Foto: Rudolph

Kassel. Der Neue ist eigentlich ein alter Hase. Sebastian Weise-Kusche ist seit Anfang des Monats Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta), der studentischen Selbstverwaltung.

Schon seit Beginn seines Studiums der Philosophie, Geschichte und Germanistik im Jahr 2006 ist er aber in der Hochschulpolitik und in verschiedenen Gremien aktiv. Zuletzt war der aus Thüringen stammende Student Mitglied im Senat, auch im Verwaltungsrat des Studentenwerks sitzt der 23-Jährige. „Inzwischen habe ich gute Einblicke in die Abläufe und Strukturen an der Uni bekommen - warum sollte ich diese Erfahrungen nicht nutzen?“ Der Asta habe an der Hochschule eine starke Stimme, sagt der schmale, junge Mann selbstbewusst: „Man kann etwas bewegen.“ Er gehört der Juso-Hochschulgruppe an, die zusammen mit den Grünen den Asta, also die „Regierung“ der Studierenden, stellt. Gerade weil bei den Wahlen im Januar die unabhängige Liste KUS die meisten Stimmen bekommen hat, „war es uns wichtig, einen Asta aufzustellen, der politisch stark ist und dessen Vertreter nicht nur engagiert, sondern auch kompetent und erfahren sind.“ Die Studierendenvertretung als Dienstleistungs-Asta, wie es von seinem KUS-Gegenkandidaten beabsichtigt gewesen sei, kommt für Weise-Kusche nicht infrage.

Natürlich seien die bestehenden Beratungs- und Info-Angebote für Studenten wichtiger Bestandteil der Arbeit. „Aber wenn man als Asta nicht auch politisch nach außen tritt, hat man verloren. Dann verwaltet man hier nur sein kleines Säckel.“ Wegweisende Entscheidungen für die Hochschule würden nun einmal auf landes- oder bundespolitischer Ebene getroffen. „Wenn man da Interessen der Studierenden vertreten will, ist das per se politisch“, sagt der Lehramtsstudent, der kurz vor dem Examen steht und jetzt noch ein Ergänzungsstudium Innovationsmanagement draufgesattelt hat.

Weise-Kusche, der auch das neu geschaffenene Asta-Referat für politische Bildung betreut, will damit einen neuen Schwerpunkt setzen. „Die Hochschule ist ein wichtiger öffentlicher Ort, an dem Diskussionen, die in der Gesellschaft wichtig sind, frei von Zwängen geführt werden können.“ Ab 26. April ist eine Reihe zum Uni-Jubiläum geplant, die auch kritische Fragen - etwa ob in Kassel überhaupt noch etwas vom Reformansatz der GhK geblieben ist - aufwerfen will.

Den Dialog suchen

Eingeführt werden soll zudem ein monatlicher „Dialog“, bei dem der Asta mit den Studenten ins Gespräch kommen und auf „Themen, die an der Uni brennen“, eingehen will. Zum Auftakt am 20. April (16 Uhr, Diagonale 9, Raum 0422) stellen sich die acht neuen Asta-Referenten vor und wollen die Auswirkungen der Campus-Erweiterung auf studentische Einrichtungen wie das Café Desasta und die Fahrradwerkstatt beleuchten.

Asta der Uni Kassel, Nora-Platiel-Str. 2, Campus am Holländischen Platz, Tel. 0561/804 3803, E-Mail: vorsitz@asta-kassel.de

Von Katja Rudolph

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