Von nun an soll jedes Jahr ein Name vergeben werden

Nach heftiger Kritik in den sozialen Medien: Weihnachtsbaum in Kassel bekommt einen Namen

Der Weihnachtsbaum auf dem Königsplatz in Kassel im Jahr 2021.
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Der Weihnachtsbaum auf dem Königsplatz in Kassel - in diesem Jahr bekommt er den Namen Heinrich.

Der Kasseler Weihnachtsbaum ist weiterhin im Gespräch. Die einen finden ihn furchtbar, die anderen mögen ihn, wie er ist – Nun hat die Rotfichte einen Namen.

Kassel - Positiv ausgedrückt lässt sich sagen: Der Kasseler Weihnachtsbaum auf dem Königsplatz ist seit seiner Ankunft in aller Munde. Er sorgt für Gesprächsstoff. So ein bisschen ändert sich zudem die Stoßrichtung der Diskussion, die vornehmlich unter Stadtbesuchern und in Sozialen Netzwerken geführt wird.

Viele Kasseler regten sich zunächst viele über die Hässlichkeit und Unvollkommenheit des Baumes auf. Nun gibt es aber auch viele Befürworter der Rotfichte – nach dem Motto: Wer ist schon perfekt? Wenn das so weitergeht, wird der Baum noch der Liebling der Nordhessen, zumal ihm Kassel Marketing nun einen Namen gegeben hat. Er heißt ab sofort Heinrich.

Nach heftiger Kritik in den sozialen Medien: Weihnachtsbaum in Kassel heißt Heinrich

Die Geschichte dahinter hat dabei auch mit Frankfurt zu tun – und damit mit jener Stadt, die der Kasseler ganz gern als Konkurrenten Nummer eins betrachtet. Dort gibt es auch einen Weihnachtsbaum an prominenter Stelle – auf dem Römerberg nämlich. Der Name der Fichte lautet Gretel, und sie sieht sich ebenfalls Hohn und Spott ausgesetzt. Frankfurt fremdelt mit Gretel, von einem Shitstorm ist die Rede. Gewisse Parallelen zu Kassel tun sich durchaus auf.

Als Medien nun fragten, ob denn der Weihnachtsbaum auf dem Königsplatz auch einen Namen habe, reagierte Kassel Marketing prompt, wie Birgit Kuchenreiter berichtet. Die Idee hinter dem Namen Heinrich: Er spielt eine zentrale Rolle im Froschkönig – und der ist in diesem Jahr die Symbolfigur des Kasseler Märchenweihnachtsmarktes.

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Weihnachtsbaum in Kassel bekommt einen Namen: Tradition soll nun jedes Jahr fortgeführt werden

Insofern ist der Bezug zum kommenden Markt hergestellt. Dass Heinrich von den Nordhessen womöglich bald schon einfach nur noch Henner genannt wird, stört dabei nicht.

Gut möglich, dass mit Heinrich oder Henner eine Tradition begründet wird und der Weihnachtsbaum auf dem Königsplatz fortan immer einen Namen bekommt – so wie der in Frankfurt. Die Fichte im vergangenen Jahr erhielt dort den Namen Bertl, sie kam zerrupft aus Österreich, bekam Äste angeschraubt, wurde hübsch gemacht – und somit noch ein prachtvoller Weihnachtsbaum. Wie im Märchen. (Florian Hagemann)

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