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Der Rohbau steht: Neue Sparkassen-Zentrale in Kassel setzt Akzent im Stadtbild

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Von: Axel Schwarz

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Richtfest der neuen Zentrale der Kasseler Sparkasse
Aus vielen Perspektiven setzt der Neubau der Kasseler Sparkassen-Zentrale einen Akzent im Stadtbild. © Fischer, Andreas

Auf der Großbaustelle der neuen Sparkassen-Zentrale in Kassel oberhalb des Königsplatzes wurde Richtfest gefeiert. Bis Ende 2024 soll der 52-Millionen-Euro-Bau fertig werden.

Kassel – Die Rohbauarbeiten für die neue Kasseler Sparkassen-Zentrale sind abgeschlossen, am Donnerstag wurde an der Großbaustelle oberhalb des Königsplatzes Richtfest gefeiert. Seit dem Abriss des Altbaus ab Sommer 2021 erhebt sich nun an gleicher Stelle die Silhouette des künftigen „S-Finanz-Campus“, der mit teilweise acht Obergeschossen bereits heute Akzente im Stadtbild setzt.

Wie dies selbst aus weiterer Ferne wirkt, hätten auch die Planer trotz aller digitalen Simulationsmöglichkeiten nicht vorab erfassen können, sagte Architekt Ole Creutzig vom Kasseler Büro Atelier 30 der Richtfestgesellschaft aus Bauleuten, Planern, Firmen- und Gremienvertretern. Seit der Gründung der Baustelle seien etwa 13 000 Kubikmeter Beton, 2300 Tonnen Stahl und 100 Kilometer Leitungskabel verarbeitet worden.

Und das weitestgehend von Unternehmen aus der Region, wie Sparkassen-Vorstandschef Ingo Buchholz hervorhob. Federführend hat eine Arbeitsgemeinschaft der Kasseler Baufirmen Emmeluth und Hermanns den Rohbau hochgezogen – und trotz vielfältiger Schwierigkeiten durch Lieferengpässe, Corona, Arbeitskräftemangel und Inflation Werk- und Termintreue geliefert: Nach wie vor liegen laut Buchholz Budget und Einzugstermin im Plan.

Bis Ende 2024 sollen 520 Sparkassenmitarbeiter in den 52 Millionen Euro teuren Neubau einziehen. Der andere bisherige Hauptstandort der Kasseler Sparkasse an der Wolfsschlucht wird dann frei und soll perspektivisch von der Stadt Kassel als Technisches Rathaus genutzt werden. Die Sparkasse wiederum kommt künftig mit 40 Prozent weniger Fläche aus – höchste Nachhaltigkeitskriterien der Gebäudetechnik im neuen Domizil dürften die Spareffekte erst richtig zum Tragen kommen lassen.

Nach dem Richtspruch: Von links Architekt Ole Creutzig, Polier Heiko Knollmann (Baufirma Emmeluth), Oberbürgermeister Christian Geselle, Sparkassen-Vorstandschef Ingo Buchholz und Landrat Andreas Siebert.
Nach dem Richtspruch: Von links Architekt Ole Creutzig, Polier Heiko Knollmann (Baufirma Emmeluth), Oberbürgermeister Christian Geselle, Sparkassen-Vorstandschef Ingo Buchholz und Landrat Andreas Siebert. © Andreas Fischer

Buchholz nannte den Neubau ein Symbol des Fortschritts und der Entwicklung für die Kasseler Sparkasse und das gesamte umliegende Quartier. Mitten in der Stadt eine so große und komplexe Baustelle zu betreiben, sei in der Rohbauphase eine „logistische Meisterleistung“ gewesen. Teilweise sei nachts und an Wochenenden gearbeitet worden, an manchen Tagen hätten sich bis zu 70 Betonmischfahrzeuge durchs Quartier gefädelt. Und da so gut wie keine Lagerfläche zur Verfügung stand, mussten alle Baumaterialien jeweils direkt in die Verarbeitung angeliefert werden. Dass dies alles wie ein Uhrwerk funktioniert hat, war der Festgesellschaft einen respektvollen Applaus an die Bauleute wert.

Gedankt wurde auch den Sparkassenmitarbeitern, die mit dem Großprojekt befasst sind, den Anliegern für ihre Nachsicht und Geduld sowie auch den Entscheidungsträgern in Sparkassengremien und Kommunalpolitik. Oberbürgermeister Christian Geselle, der auch den Vizevorsitz im Verwaltungsrat des Geldinstituts innehat, sprach von einer stets einmütigen Beschlusslage in Bezug auf das Großprojekt. Geselle bezeichnete es als „beispielgebend“, dass „auch in schwierigen Zeiten klare Entscheidungen“ getroffen worden seien.

Wie sich die Sparkassen-Zentrale künftig auch aus der Nähe im Stadtbild präsentieren wird, ist in den letzten Wochen immer deutlicher geworden: Mit Ausnahme der fünf obersten Geschosse im Turmbereich haben die Fassaden jetzt allseitig durch eingehängte Fertigteil-Elemente ihr endgültiges Gesicht bekommen.

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