67 Menschen starben im Vorjahr auf Nordhessens Straßen

Zahl der Verkehrstoten ist deutlich gestiegen

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Symbolbild Unfall

Kassel. Die Zahl der Verkehrstoten ist im vergangenen Jahr in Nordhessen deutlich gestiegen. 67 Menschen verloren im Straßenverkehr ihr Leben. Das sind 22 Opfer mehr als 2011.

„Der Anstieg um 49 Prozent beschäftigt uns sehr“, sagte Bernd Paul, Vizepräsident des Polizeipräsidiums Nordhessen, am Dienstag bei der Präsentation der Verkehrsunfallstatistik 2012 in Kassel. Das Gros der tödlichen Unfälle sei auf Bundes- und Landesstraßen passiert. Unfallschwerpunkte gebe es allerdings nicht. Hauptursache seien zu hohe Geschwindigkeit, zu geringer Abstand und Alkohol am Steuer gewesen. In der Stadt Kassel gab es fünf Tote zu beklagen, vier Fußgänger und einen Radfahrer. Im Landkreis starben 14 Menschen.

Insgesamt hat die Zahl der Verkehrsunfälle mit 19.793 in Nordhessen um 1,73 Prozent leicht zugenommen. In 25 Prozent dieser Fälle hätten die Verursacher Fahrerflucht begangen, sagt Paul. „Es ist nicht weit her mit der Verkehrsmoral.“

Bei 545 Unfällen sei Alkohol als Unfallursache festgestellt worden. Die Polizei erwische durch eine Zunahme von Kontrollen und eine spezielle Schulung der Beamten aber auch immer mehr Verkehrsteilnehmer, die unter Drogeneinfluss am Steuer sitzen. Im vergangenen Jahr waren es bereits 841 Verkehrsteilnehmer (vornehmlich standen sie unter Einfluss von Haschisch, Marihuana, Ecstasy oder Kokain).

Artikel aktualisiert um 20.15 Uhr

Deutlich zugenommen hat überall in Nordhessen auch die Zahl der Wildunfälle. Insgesamt habe die Polizei 4608 Unfälle mit Wildtieren aufgenommen (2001: 3935). Die Ermittler haben die Erfahrung gemacht, dass die Zahl dieser Unfälle im Zusammenhang mit den Abschussquoten für Schwarzwild stehe, sagt Polizeihauptkommissar Sascha Gröling. Würden mehr Wildschweine erlegt, so gingen im folgenden Jahr die Unfälle zurück und umgekehrt.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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