Polizei: Radarkontrollen haben B 7 sicherer gemacht

Deutlich mehr Unfälle auf Kassels Straßen

Kassel. Die Zahl der Verkehrsunfälle hat in Stadt und Landkreis Kassel im vergangenen Jahr zugenommen. Im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Nordhessen hingegen waren die Fallzahlen rückläufig: 19 432 Unfälle gab es 2011, 2010 waren es 19 488.

Im Landkreis wurden 3486 Unfälle von der Polizei aufgenommen (2010: 3481), die Zahl der Toten ist auf neun (2010: 5), der Schwerverletzten auf 174 (2010: 158) und der Leichtverletzten auf 367 (2010: 362) angestiegen. In der Stadt gab es 4900 Unfälle, 2010 waren es 4482. Zwar war hier die Zahl der Todesopfer mit drei Personen rückläufig (2010: 5), jedoch stieg die Zahl der Schwerverletzten auf 145 (2010: 133) und der Leichtverletzten auf 691 (2010: 566).

Dass sich die meisten Unfälle in Stadt und Kreis Kassel ereignen, ist auch auf die hohe Zahl der Pendler zurückzuführen, die zunehmend in Kassel arbeiten, sagte Nordhessens Polizeivizepräsident Bernd Paul am Montag bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik. Mittlerweile kommen die Pendler aufgrund der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt nicht nur aus den benachbarten hessischen Landkreisen, sondern verstärkt auch aus Niedersachsen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen.

Die häufigste Unfallursache in Stadt und Landkreis war im vergangenen Jahr überhöhte Geschwindigkeit. Auf Platz zwei folgten zu geringer Abstand (Stadt) und Missachtung der Vorfahrt (Landkreis).

Mit der Aktion „Sichere Landstraße 2012“ will die Polizei in diesem Jahr verstärkt auf die Unfallgefahr auf den Landes- und Bundesstraßen hinweisen. Dazu gehörte auch das Aufstellen von Radargeräten. Dass diese Messgeräte äußerst präventiv wirken, sei auf der B 7 festzustellen. Auf der einstigen Todesstrecke habe es dank Radarfallen seit 2007 keine tödlichen Verkehrsunfälle mehr gegeben, sagte Polizeihauptkommissar Sascha Gröling.  Nächste Seite

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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