Treffen am Mittwoch

Deutsch-russischer Gipfel in Kassel - Demo für Menschenrechte angekündigt

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Kasseler Stadthalle und Kongress Palais

Kassel. Ein „starker Impuls“ für die deutsch-russischen Beziehungen soll vom Petersburger Dialog ausgehen, der von Mittwoch bis Freitag in Kassel stattfindet.

Doch die große Prominenz bleibt fern: Die Tagung im Kongress Palais, zu der 250 Vertreter aus Russland und Deutschland erwartet werden, muss ohne Angela Merkel, Wladimir Putin und Michail Gorbatschow auskommen, die als Gäste gehandelt wurden.

Dennoch gibt es zum bilateralen Treffen erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Zu den bekanntesten Köpfen zählen Lothar de Maizière, der erste und letzte demokratisch gewählte Ministerpräsident der DDR, der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck und der Gazprom-Aufsichtsratsvorsitzende und Putin-Vertraute Wiktor Subkow. Dieser war bis 2008 russischer Ministerpräsident und bis 2012 Stellvertreter in diesem Amt.

In früheren Jahren waren auch Merkel und Putin zum Petersburger Dialog angereist, der zum 13. Mal stattfindet. Dass sie in Kassel fern bleiben, liege auch daran, dass die neue Bundesregierung noch nicht im Amt ist, sagte Maren Schrobar, Sprecherin des Treffens. Deshalb fielen die üblichen Regierungskonsultationen am Rande des Forums aus.

Das Forum war an Kassel vergeben worden, nachdem aus Baden-Baden eine Absage kam. Offiziell aus Kostengründen, inoffiziell wegen der russischen Menschenrechtslage.

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Eine Demonstration gegen die Missstände in Russland ist für Mittwoch, 14.30 Uhr, vor dem Kongress Palais angekündigt. Die Polizei erwartet 120 Teilnehmer und einen friedlichen Verlauf.

Der Gipfel kostet 250.000 Euro. Das Geld kommt vom Auswärtigen Amt, von Stiftungen und der Wirtschaft. Weil die Politikgrößen nicht kommen, hielten sich Firmen beim Sponsoring zurück. Hinzu kommen die Kosten, die Stadt und Land tragen. Das Land zahlt den Einsatz von zwei Dutzend Polizeibeamten, die Stadt beteiligt sich mit 10.000 Euro am Empfang der Gäste. (bal/use)

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