118 Patienten des Klinikums Kassel wurden in dieser Woche auf zwei neue Stationen verlegt

Diagnostikzentrum jetzt fertig

Einzug: Patient Karl-Heinz Cohnen aus Neukirchen-Seigertshausen (Schwalm-Eder-Kreis) wird von Bernadet Hosch (links) und Petra Bidil in eine der nagelneuen Stationen im jetzt fertiggestellten Diagnostikzentrum des Klinikums Kassel verlegt. 118 Patienten sind in dieser Woche umgezogen. Fotos: Fischer

Kassel. Halbzeit beim ersten Abschnitt des Neubauprojekts am Klinikum Kassel: Das neue Zentralgebäude ist fertiggestellt. In dieser Woche sind 118 Patienten auf die beiden neuen Stationsebenen über dem Diagnostikzentrum und der neuen Zentralen Notaufnahme (ZNA) verlegt worden.

Die Neubauten an der Mönchebergstraße im Stadtteil Wesertor sind das bisher größte Krankenhausprojekt in Nordhessen. Der erste Bauabschnitt kostet 116,5 Millionen Euro. Das Land Hessen zahlt davon 74 Millionen Euro. Es ist die bislang größte finanzielle Investition des Landes im Krankenhausbereich.

Mit dem gewaltigen operativen Eingriff auf dem Klinikgelände wird das größte kommunale Krankenhaus Hessens und das einzige Krankenhaus der Maximalversorgung in der Region umfassend modernisiert. Und bekommt eine neue Struktur, damit Patienten noch schneller und besser behandelt werden können und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit des Klinikums auch in Zukunft sichergestellt ist.

Das jetzt vollendete Diagnostikzentrum ist das Herzstück des neuen Klinikums. Patienten haben jetzt nur noch eine einzige, zentrale Anlaufstelle. Früher gab es mehr als zehn. Über der ZNA sind sämtliche Diagnostik-Bereiche zusammengefasst. Dadurch entfallen für Patienten und Beschäftigte lange Wege, zudem wird die Koordination der Behandlungsabläufe vereinfacht. In den beiden obersten Stockwerken sind jetzt die beiden Bettenstationen mit modernen Patientenzimmern fertig. Direkt daneben entsteht das neue Frauen-, Mutter- und Kindzentrum. Dort sollen Ende 2011 die bisherigen Kinder- und Frauenkliniken sowie das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld unter einem Dach vereint werden. Im zweiten Bauabschnitt entsteht ab 2012 für weitere 35,5 Millionen Euro das neue Empfangsgebäude mit Hubschrauberlandeplatz.

Im November 2006 hatte der Aufsichtsrat der Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) das Bauvorhaben beschlossen. Wenig später wurde das Klinikgelände an der Mönchebergstraße zur Dauerbaustelle. Das Bauen unter Krankenhausbetrieb ist weiterhin eine große Herausforderung für Klinikbeschäftigte und Patienten.

Von Jörg Steinbach

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