Osterwünsche ganz mobil

Diakon Dietrich Fröba mit Fahrrad unterwegs und sucht Gespräche mit Menschen

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Jesus Christus im Gepäck: Dietrich Fröba – hier mit seinem Fahrrad an der Leipziger Straße, Höhe Haltestelle Kirchgasse – möchte darüber reden, warum wir Ostern feiern. 

Der schwarz gekleidete Diakon von der Pfarrei St. Antonius von Padua fällt auf, wenn er mit seinem kuriosen Gefährt, einem umgebauten Lasten-E-Bike mit leuchtend gelbem Sonnenschirm, unterwegs ist.

„Darf ich Ihnen ein alternatives Osterei anbieten?“, fragt Dietrich Fröba und hält den Passanten einen gebackenen Keks, auf dem in der Mitte ein Marmelade-Kreuz prangt, entgegen.

Sein Anliegen: Die Menschen freuen sich über ein langes freies Wochenende. Aber wer weiß eigentlich, warum er an den Feiertagen nicht zur Arbeit gehen muss, warum wir Ostern feiern? Der katholische Geistliche, der im Hauptberuf Gefängnisseelsorger ist, hat sich die „mobile Kirche“, mit der er im gesamten Stadtgebiet unterwegs ist, ausgedacht, um ins Gespräch mit den Menschen zu kommen. Um sie über die Bedeutung zentraler christlicher Feiertage wie Weihnachten und Ostern aufzuklären.

Jetzt, vor Ostern, verteilt er neben Keksen mit Kreuz als Zeichen für Jesu Kreuzigung am Karfreitag, Kerzen als Zeichen für Ostern und Jesu Auferstehung von den Toten, sowie Zweige als Zeichen für Palmsonntag und Jesu Einzug in Jerusalem. Auf einem Flyer zum Projekt „Kirche am Platz“ ist zu lesen: „Wenn Sie dieses Fahrrad an der Straße oder im Grünen sehen, dann finden Sie dort Ideen und Anregungen für Glaube und Gebet zum Mitnehmen für Zuhause, jemanden, der sich dafür interessiert, was Sie schon immer der (katholischen) Kirche sagen möchten.“

Dietrich Fröba bietet Gespräche an und ein „offenes Ohr“ für das, was die Menschen bewegt. Sogar einen „Gebetsservice“ hat er im Angebot: „Wir nehmen die persönlichen Anliegen der Menschen mit in die Sonntagsmesse der Pfarrei.“ Fröba bezeichnet sein Projekt als „experimentell pastoral“, obwohl er ähnliche Aktionen schon gemacht hat, beispielsweise mit einem Stand vor der Kirche St. Elisabeth in der Innenstadt. Doch diese absolute Mobilität à la „Kirche to go“ ist ein ganz neuer Ansatz.

Am Karsamstag sowie Ostersonntag und -montag wird Fröba nachmittags in Bettenhausen sowie im Buga-Gelände unterwegs sein.

Infos: www.kirche-am-platz.de

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