Dicke Luft: Immer mehr pendeln mit dem Auto

Kassel. Dicke Luft rund um Kassel: Die Grenzwerte für die Belastung mit Stickoxid werden nicht eingehalten. Zu viele Autos sind unterwegs – vor allem für Berufspendler ist das Auto noch immer das beliebteste Verkehrsmittel.

Die Zahl derer, die von außerhalb zur Arbeit in die Stadt fahren, ist innerhalb von vier Jahren von 54.600 auf 58.200 gestiegen. Große Arbeitgeber wie VW und SMA sind jedoch schlecht an öffentliche Verkehrsmittel angebunden, bemängeln die Firmensprecher. Mehr als die Hälfte aller Pendler nutzen daher das Auto.

Sie kommen aus benachbarten Landkreisen, die meisten davon aus den Kreisen Kassel und Schwalm-Eder. Zudem pendeln mehrere Hundert Berufstätige aus Regionen wie Höxter und Marburg-Biedenkopf, teilte die Agentur für Arbeit Kassel auf HNA-Anfrage mit. Gleichzeitig ist die Zahl der Berufstätigen, die aus der Stadt in umliegende Gemeinden pendeln, um mehr als 2000 auf 19.500 gestiegen.

Aus einer Befragung zum Verkehrsverhalten, die die Stadt Kassel in Auftrag gegeben hatte, geht hervor, dass innerhalb der Stadt 46 Prozent aller Wege zur Arbeit mit dem Auto zurückgelegt werden. Von 38.700 Menschen, die in Kassel leben und arbeiten, fahren also etwa 17.800 mit dem Auto zur Arbeitsstelle.

Nach Angaben des hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie beträgt der Anteil der Autoabgase an der Luftverschmutzung in Kassel mehr als 50 Prozent. Diese Belastung zu verringern ist das Ziel von Stadt, Verkehrsunternehmen und dem hessischen Umweltministerium, das den Entwurf zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans für Kassel vorgelegt hat.

Die Autobahnen A7, A44 und A49 haben das höchste Verkehrsaufkommen, gefolgt von den Bundesstraßen. Auf der A7 sind täglich mehr als 100.000 Fahrzeuge unterwegs, auf der Holländischen Straße (B7) fahren pro Tag circa 40.000 Autos.

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