Mobile Teams seit Sonntag in Stadt und Kreis Kassel unterwegs

Stadt und Kreis Kassel: Die Ersten sind gegen Corona geimpft

Steve Schlarbaum, Pfleger im DRK-Altenheim in Oberkaufungen, war einer der Ersten, der von Allgemeinmedizinerin Ulrike Ampf gegen das Coronavirus geimpft wurde
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Ein Piks, dann ist es geschafft: Steve Schlarbaum, Pfleger im DRK-Altenheim in Oberkaufungen, war einer der Ersten, der von Allgemeinmedizinerin Ulrike Ampf gegen das Coronavirus geimpft wurde.

Es ist so weit: In Hessen sind am Sonntag die ersten Menschen gegen Corona geimpft worden – auch in der Stadt und im Landkreis Kassel.

Kassel/Kreis Kassel – In der Stadt wurden unter anderem Bewohner des Agaplesion Haus Salem geimpft, im Kreis Bewohner des DRK-Altenpflegeheims in Kaufungen.

Dass zunächst in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Covid-19-Schwerpunkt-Krankenhäusern geimpft wird, war Vorgabe der Bundesregierung. Insgesamt 10 000 Impfdosen hat das Land Hessen dafür in einem ersten Schritt bekommen. Diese wurden je nach Einwohnerzahl an die Städte und Kreise verteilt. 210 Impfdosen gingen an den Landkreis. Die Stadt Kassel äußerte sich weder zur Anzahl der Impfdosen noch zu den ersten Impfungen. Aus „Gründen des Gesundheitsschutzes“ mache man keine Angaben, lautete die dürre Antwort aus dem Rathaus.

Im Landkreisgebiet bekamen am Sonntag ab 11 Uhr 164 Bewohner, Beschäftigte und ehrenamtliche Mitarbeiter im Alten- und Pflegeheim Oberkaufungen ihre erste Impfdosis verabreicht. Dabei waren Helfer eines mobilen Teams vom Impfzentrum des Kreises in Calden sowie aus mehreren Kaufunger Hausarztpraxen im Einsatz. Diese erste Aktion habe reibungslos ohne technische oder gesundheitliche Störungen geklappt, berichtete Vizelandrat Andreas Siebert, der ebenfalls vor Ort war.

Nach seinen Angaben sollen die Impfungen heute in einer Senioreneinrichtung im Raum Wolfhagen weitergehen. Mit näheren Angaben ist man beim Kreis ebenso wie bei der Stadt zurückhaltend, da der Transport und die Lagerung des kostbaren Impfstoffs mit Sicherheitsrisiken behaftet ist. Die Verfügbarkeit von Nachschub sei der entscheidende Faktor für das Gelingen der Impfkampagne, sagte Siebert.

Im Haus Salem hatten nahezu alle Bewohner der Impfung zugestimmt, nachdem sie und ihre Angehörigen aufgeklärt wurden. Hausarzt Dr. Uwe Popert kümmerte sich dort am Sonntag um die Impfungen der Bewohner und Mitarbeiter.

Heute soll es nun erste Impfungen im Klinikum Kassel geben. Wann es in den Impfzentren in Kassel und Calden losgeht, steht noch nicht fest. Das hängt auch davon ab, wann weiterer Impfstoff geliefert wird. Innenminister Peter Beuth rechnet damit, dass die Impfaktion ab Ende Januar auf weitere Personengruppen ausgeweitet werden kann. (Axel Schwarz und Marie Klement)

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