Zwischen Dauerwellen und Calligraphy Cut

Modern trifft Tradition - Friseursalon „Die Konkurrenz“ in Kassel feiert 25-jähriges Jubiläum

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Das Team des Salons: Thorsten Kaufmann (vorn) mit von links Pia Holm-Keim, Selina Hoffmann, Selen Dinç, Christiane Mengel und Michael Lorenz.

In Kassel, im Friseursalon „Die Konkurrenz“, trifft moderne auf traditionelle Haarkunst. Besonders beliebt ist der Calligraphy Cut aus der Vox-Sendung „Höhle der Löwen“.

  • 25 Jahre „Die Konkurrenz“ in Kassel
  • Trendsetter ist der Calligraphy Cut aus der Vox-Sendung „Höhle der Löwen“
  • Friseurhandwerk: Alltagspsychologen zwischen Schneide- auch Redekunst

Friseure schießen in Kassel wie Pilze aus dem Boden und verschwinden oft genauso schnell wieder. Thorsten Kaufmann ist geblieben und nun schon seit 25 Jahren mit seinem Salon „Die Konkurrenz“ an der Frankfurter Straße 129 zu finden. Der 54-jährige Friseurmeister will am 4. Januar mit seinen Stammkunden das Jubiläum feiern.

Am 1. Januar 1995 hat Kaufmann den Salon von Lieselotte Adam übernommen. Diese stammte aus einer alteingesessenen Kasseler Friseurdynastie.

Friseursalon „Die Konkurrenz“ in Kassel: Zwischen Dauerwellen und Calligraphy Cut

„Bis heute kommen noch Stammkunden von Frau Adam zu uns“, erzählt Kaufmann. Er bietet neben modernen Techniken wie dem Calligraphy Cut mit Skalpell auch noch Dauerwellen an. „Viele Friseure können so etwas gar nicht mehr“, sagt der gebürtige Kasseler.

Er selbst verortet seinen Salon zwischen traditionell und modern: „Wir sind kein hipper Laden mit Technomusik, wir bieten aber Frisuren für alle Altersgruppen.“ Die älteste Kundin sei 94 Jahre alt und komme seit Jahrzehnten.

Besonders der Calligraphy Cut, der durch die Vox-Sendung „Höhle der Löwen“ bekannt wurde, hat seinem Salon viele neue Kunden beschert. Kaufmann bot diese Technik als erster Kasseler Friseur an.

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Aber er will auch nicht jeden Trend mitmachen, den die Fachpresse anpreist: „Da werden teilweise Frisuren gezeigt, die ich normalen Kunden gar nicht anbieten kann, weil sie grauenvoll aussehen“, sagt Kaufmann.

Der Geschäftsführer weiß, dass es im Friseurhandwerk vor allem darum geht, die Stammkunden „zu verwöhnen“. Neue Kunden kämen dann automatisch hinzu. Das Geschäft werde härter, da auch „Die Konkurrenz“ immer neue Konkurrenz bekomme.

Boulevard der Friseure: Die Friedrich-Ebert-Straße in Kassel erstreckt sich über zweieinhalb Kilometer. Sie beheimatet Kirchen, Apotheken, Supermärkte, Cafés, Bars, Clubs und: 18 Friseursalons.

Alltagspsychologen im Dienst: Friseursalon „Die Konkurrenz“ in Kassel bietet neben Schneide- auch Redekunst an

Der Friseurmeister beschäftigt zwei Friseurinnen, zwei Auszubildende und eine Aushilfe. Mindestens so wichtig wie deren Können mit Schere, Calligraph, Föhn und Bürste ist ihre Kontaktfreudigkeit.

„Wir Friseure sind Alltagspsychologen. Viele Kunden vertrauen uns Dinge an, die sie nur ihrem Arzt erzählen würden.“ Die häufigsten Themen auf dem Friseurstuhl seien aber nach wie vor: Wetter, Urlaub, Kinder und Hunde. In den nächsten Jahren wird Kaufmann darüber noch häufig mit seinen Kunden reden: „Mir macht mein Beruf immer noch viel Spaß.“

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