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Die Straßenbahnlinie 7 fährt endlich wieder

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Von: Thomas Siemon

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Nach längerer Pause im Einsatz: Die Straßenbahn der Linie 7 fährt wieder zwischen Wolfsanger und Mattenberg. Das
Nach längerer Pause im Einsatz: Die Straßenbahn der Linie 7 fährt wieder zwischen Wolfsanger und Mattenberg. Das © zeigt die Einfahrt in die Haltestelle Marbachshöhe. Foto: Thomas Siemon

Seit Juni ist die Linie 7 der KVG nicht mehr durchgängig zwischen Mattenberg und Wolfsanger gefahren. Jetzt gibt es das Angebot wieder.

Kassel – Als im Juni der Betrieb der Straßenbahnlinie 7 eingestellt wurde, schien das noch ein kurzfristiges Problem zu sein. Es hat aber vier Monate gedauert, bis die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) die Verbindung zwischen dem Mattenberg und Wolfsanger über Wilhelmshöhe, den Vorderen Westen und die Innenstadt wieder ins reguläre Angebot aufgenommen hat. Jetzt fährt die Linie 7 jedenfalls wieder. Seit Wochenbeginn bereits, ohne Ankündigung des Verkehrsunternehmens.

Wir haben deshalb bei der KVG nachgefragt. Sprecherin Heidi Hamdad bestätigt, dass der Linienbetrieb wieder ohne Einschränkungen läuft. Möglich sei dies, weil wieder mehr Fahrpersonal für Bahnen zur Verfügung stehe. Dies sei aktuell auch auf die Bauarbeiten im Lossetal mit Streckensperrung für die Bahnen und Bus-Ersatzverkehr zurückzuführen. Die KVG rechne damit, dass nach dem Ende der Herbstferien weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Straßenbahnfahrdienst aus dem Urlaub zurückkehren. Ab Montag, 31. Oktober, dem ersten Schultag, sollen bis auf eine Ausnahme alle Linien der KVG wieder im Regelfahrplan unterwegs sein. Lediglich die Buslinie 11 werde im 15-Minuten-Takt statt alle zehn Minuten fahren.

Die lange Pause auf der Linie 7 hatte die KVG mit Personalproblemen wegen Krankheiten und der Urlaubszeit begründet. Das sorgte für Kritik unter anderem vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) geführt. Vertreter der Kasseler Gruppe sprachen von einer „chaotischen Angebotssituation“ im städtischen Bus- und Bahnbetrieb. Zur Erinnerung: Besonders betroffen war der Stadtteil Wolfsanger, wo neben der Bahnlinie 7 auch der Bus der Linie 27 ausfiel. Unter anderem gab es Ausfälle auf der documenta-Linie 15 sowie bei den Bussen zu den Wasserspielen im Bergpark Wilhelmshöhe.

Das Problem, so der VCD, sei nicht allein der hohe Krankenstand. Der massive Personalmangel sei auch auf die Sparpolitik bei dem Verkehrsunternehmen zurückzuführen. So sei es nicht möglich, Schwankungen beim Personal durch Krankheit oder den Weggang von Beschäftigten abzufedern. Zudem würden immer wieder Ausfälle im Internet und in der Fahrplan-App nicht kommuniziert.

Aktuell gibt es erst einmal Entwarnung. Die KVG weist jedoch darauf hin, dass es im Herbst und Winter durchaus wieder Einschränkungen geben könnte. Bei weiteren Infektionswellen – etwa durch Grippe oder Corona – müsse man entsprechend reagieren und das Angebot reduzieren. (Thomas Siemon)

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