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Warntag: Die meisten Sirenen in Stadt und Kreis Kassel heulten

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Von: Florian Hagemann, Amira Sayed El Ahl

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Beim Warntag 2020 waren vielerorts keine Sirenen zu hören. Die CDU-Fraktion im Kreistag hat nun beim Landrat angefragt, wie die Vorbereitungen zum Warntag in diesem Jahr laufen (Symbolbild).
Beim Warntag waren vielerorts die Sirenen zu hören. (Symbolbild). © Thomas Thiele

Nach dem bundesweiten Warntag zogen Stadt und Kreis Kassel eine positive Bilanz. Nur bei einer Sirene gab es am Donnerstag Probleme.

Kassel – Manche empfanden den Ton der Sirenen als zu leise, manche dachten, es täte einen Riesenschlag, als sich plötzlich ihr Handy meldete. So machte ein jeder seine Erfahrungen während des bundesweiten Warntages mit einem flächendeckenden Probealarm um 11 Uhr – inklusive Warnungen auf dem Smartphone.

Die Bilanz der Behörden fiel gestern überwiegend positiv aus – und damit anders als noch vor zwei Jahren, als viele Sirenen still geblieben waren und das Warnsystem unzureichend funktioniert hatte. Die Stadt Kassel teilte gestern mit, dass im Rahmen des Sirenentests gestern lediglich eine Störung festgestellt worden sei. Demnach kam es zu einem technischen Defekt an einer alten Sirene, die auf dem Dach der Montessori-Schule an der Rasenallee steht. Die Sirene löste den Warnton aus, schaltete aber nach einer Minute nicht selbsttätig wieder ab. Ein Mitarbeiter der Feuerwehr Kassel half schließlich manuell nach. Die Ursache der Störung soll ein technischer Defekt des Steuergeräts gewesen sein.

Schon am Tag zuvor war im Stadtteil Wolfsanger ein ähnlicher Fehler an einer Sirene festgestellt worden. Die ging plötzlich an – und nicht wieder aus, was viele Anwohner irritiert und genervt hatte. Diese Sirene blieb gestern – zum eigentlichen Warntag – wie angekündigt stumm.

Alle anderen 22 Sirenen im Stadtgebiet funktionierten nach Angaben der Stadt dagegen einwandfrei. Dazu gehörten auch die Warnsysteme an der Auefeldschule in der Südstadt und am Freibad Wilhelmshöhe, die bei einer Probe im September nicht ausgelöst hatten.

Auch im Landkreis Kassel funktionierte dieses Mal alles reibungslos. Während es dort vor zwei Jahren noch komplett still geblieben war, heulten gestern während des bundesweiten Warntages in 26 Kommunen des Landkreises ab 11 Uhr die Sirenen – allerdings nicht zeitgleich. Denn nur die Sirenen in Espenau sind bereits auf die digitale Technik umgestellt. Die analogen Sirenen wurden in Alarmierungsblöcken nacheinander geschaltet.

Zuerst wurden die Sirenen im Altkreis Kassel ausgelöst, dann im Wolfhager Land und anschließend auch im Kreisteil Hofgeismar, wo die letzte Sirene um 11.18 Uhr ausgelöst wurde. Nur in Baunatal und Niestetal blieb es still, denn dort gibt es aktuell gar keine Sirenen. Zumindest in Baunatal soll sich das jedoch wieder ändern. (Florian Hagemann und Amira El Ahl)

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