Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) beklagt, auf Kosten sitzen zu bleiben

Diebe stehlen Bergpark-Pflanzen

Neue Form von Vandalismus: Im Bergpark Wilhelmshöhe werden laut MHK vermehrt Pflanzen gestohlen. Archivfoto:  nh

Kassel. Der Vandalismus im Bergpark Wilhelmshöhe hat nach Angaben der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) eine neue Qualität angenommen. „Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass von uns gesetzte Pflanzen ausgegraben und mitgenommen werden“, beklagt Gartenleiter Siegfried Hoß. In der Regel könne man Ersatz pflanzen, auf den Kosten bleibe die MHK jedoch sitzen.

Im Sommer werden laut Hoß aus den Schmuckbeeten Blumen wie Althernantheren, so genannten Papageienblätter, gestohlen. Problematisch sei aber vor allem der Diebstahl von Hochstämmchen. „Die Wurzeln werden beim Ausreißen zerstört, und die empfindlichen Pflanzen werden vermutlich absterben“, sagt Hoß. Die Hochstämmchen müssten im Bergpark wieder nachgezogen werden, was mehrere Jahre dauere. Laut MHK entsteht dadurch ein Schaden von mehreren hundert Euro. Noch höher falle dieser bei gestohlenen Tannen aus. Neben den Kosten für den Nachkauf seien auch die Kosten für den Austausch zu kalkulieren, so dass der Schaden jeweils über 1000 Euro liege.

„Wir möchten an die Diebe appellieren, uns lieber zu helfen, den Park zu pflegen. Wer Pflanzen aus dem Park mitnimmt, schadet letzten Endes allen Steuerzahlern“, sagt Prof. Bernd Küster, Direktor der MHK. Mit Blick auf die angestrebte Aufnahme des Bergparks zum Weltkulturerbe wünsche er sich, dass dieser mehr denn je als gemeinsames zu schützendes Gut angesehen wird. (abe)

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