In fünf Tagen so viele Diebstähle wie sonst in einem Monat

Polizei warnt: Diebe stehlen gezielt aus offenen Autos

Kassel. Der Dezember ist wenige Tage alt. Und in der kurzen Zeit hat es in Kassel Stadt und Kreis schon so viele Diebstähle aus Autos gegeben wie sonst in einem Monat.

Besonders ärgerlich ist für die Opfer, dass keine Versicherung aufkommt, da die Autos unverschlossen waren. Das sei Fahrlässigkeit, sagt Kathrin Jarosch vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Man könne nur daran appellieren, Autos nie unverschlossen zu lassen.

Die bisher letzten Fälle, die bei der Kasseler Polizei angezeigt worden sind, ereigneten sich am Donnerstagmorgen, sagte Pressesprecher Thorsten Werner. Dem 54 Jahre alten Mitarbeiter eines Kasseler Autohauses sei zwischen 8 und 10 Uhr eine Tasche von seinem Beifahrersitz gestohlen worden. Wo und wann er bestohlen wurde, habe der 54-Jährige nicht sagen können.

Dass die Tasche weg war, habe er gegen 10 Uhr bemerkt, am Ende einer Tour, bei der er mehrere Autohäuser beliefert habe. Währenddessen sei nur die Beifahrertür zugesperrt gewesen. In der Tasche habe sich eine Geldbörse mit nur etwa 20 Euro in bar befunden. Viel ärgerlicher sei, dass darin auch Ausweis, Führerschein, EC-Karte und Krankenversichertenkarte waren.

Aktualisiert um 16.15 Uhr.

Zumindest ihre Rucksäcke bekamen ein 36 Jahre alter Bauarbeiter aus Eschwege und ein Mitarbeiter zurück. Die Männer waren am Donnerstagmorgen gegen 8 Uhr im Kasseler Stadtteil Bettenhausen bestohlen worden. Ihre Rucksäcke hatten sie in ihrem Mercedes Sprinter abgelegt, der unverschlossen an einer Baustelle Am Sälzerhof stand.

Nur kurz hätten die Männer den Firmenwagen aus den Augen gelassen. Doch diese Zeit reichte. Vom Täter gebe es keine Spur, sagte Polizeisprecher Werner. Die beiden Opfer hätten niemanden bemerkt.

Gegen 10 Uhr seien die Rucksäcke wieder auf dem Gelände einer Schule an der Lossestraße aufgetaucht. Die Geldbörsen der Arbeiter mit den persönlichen Papieren seien weggewesen. Nur die Brotbüchsen und Thermoskannen seien wieder aufgetaucht.

Trotz der Häufung gebe keine Schwerpunkte in bestimmten Stadtteilen, sagte Werner. Ebenso sei es bei den Opfern. Betroffen seien alle möglichen Firmen und Branchen. (clm)

Hinweise: Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561/910-0.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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