Diebstahl in Millionenhöhe: VW-Mitarbeiter schweigen zum Prozessauftakt

Kassel. Zum Auftakt des Prozesses um den millionenschweren Diebstahl von Katalysatorabfällen im Kasseler VW-Werk haben die drei Angeklagten vor dem Landgericht Kassel geschwiegen.

Aktualisiert um 16.10 Uhr - Zwei von ihnen sollen als VW-Mitarbeiter tonnenweise edelmetallhaltige Abfälle von einem Betriebsgelände geschmuggelt haben. Ihnen wirft die Anklage vor, 2007 und 2008 "gewerbsmäßig als Mitglieder einer Bande" gestohlen zu haben. Ein 61-Jähriger soll 170-mal Katalysatorreste aus einem Behälter entwendet haben, ein 54-Jähriger 40-mal. 

Mit dem Weiterverkauf sollen sie zusammen mindestens 650.000 Euro eingenommen haben. Laut Anklage hatte das Diebesgut einen Wert von 1,3 Millionen Euro. Dem dritten Angeklagten (29) wird Geldwäsche vorgeworfen. Er hatte laut Anklage 200.000 Euro aus dem Verkauf des Diebesguts angenommen und ein Grundstück erworben. Den Männern drohen Haftstrafen. Angesetzt sind bislang sieben Verhandlungstage bis Mitte Juni.

Der Prozess hatte im vergangenen Jahr begonnen, war dann aber geplatzt, weil Zeugen im Ausland waren. 

Rubriklistenbild: © dpa

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