Umwandlung in SB-Center

Diese 36 Filialen schließt die Kasseler Sparkasse - Mitarbeiter behalten Jobs

Kassel. Die Kasseler Sparkasse schließt Ende Juni knapp die Hälfte ihrer Filialen. Doch auch einige andere Filialen sind betroffen. Wir zeigen die Änderungen im Überblick.

Noch hat die Kasseler Sparkasse 81 mit Personal besetzte Geschäftsstellen in Stadt und Landkreis Kassel. Dazu gibt es 19 Selbstbedienungs-Standorte. Künftig werden nur noch in 45 Beratungs-Centern die Kunden von Mitarbeitern betreut. Es gibt dann 55 Selbstbedienungs-Standorte mit Automaten. Insgesamt bleibt es bei 100 Sparkassen-Standorten.

Damit verfügt die Sparkasse „nach wie vor über das dichteste Service- und Beratungsnetz aller Geldinstitute, in jeder Kommune werden Kunden persönlich beraten“, sagt Landrat Uwe Schmidt (SPD), der Vorsitzende des Sparkassen-Verwaltungsrats.

Hinweis: Die rot eingefärbten Filialen werden Ende Juni geschlossen bzw. zu SB-Centern umgewandelt, die gelben Filialen habe neue Öffnungszeiten

„Immer mehr Kunden wollen ihre Sparkasse mobil erreichen und möglichst vieles möglichst unkompliziert regeln“, erklärt Vorstandsvorsitzender Ingo Buchholz. Unkompliziert heißt: Mit dem Smartphone oder per Computer. „Wir orientieren uns an diesen veränderten Kundenwünschen und bauen unsere digitalen Angebote aus“.

Keine betriebsbedingten Kündigungen

Eine völlig neu gestaltete Version der Internet-Filiale wird am 9. Mai an den Start gehen. Ab 12. Juni wird die telefonische Erreichbarkeit des Kunden-Service-Centers ausgeweitet. Und nach den Sommerferien will die Sparkasse mit zusätzlichen digitalen Angeboten aufwarten: Online-Chatfunktionen und Videoberatung in der Internet-Filiale. Insgesamt sind dafür 21 Arbeitsplätze in einem neuen Online-Beratungscenter geschaffen worden.

Betriebsbedingte Kündigungen werde es nicht geben, sagte Vorstandsvorsitzender Ingo Buchholz in einer Pressemitteilung: "Wir haben rechtzeitig mit unseren Projekten begonnen und können deshalb unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Arbeitsplatzsicherheit geben."

Weil aber bei manchen Bankgeschäften eine persönliche Beratung nötig ist, etwa wenn es um einen hohen Baukredit geht, sollen solche Beratungen in den 45 neuen Centern gebündelt werden. Kompetente Mitarbeiter an Standorten, die von vielen Kunden aufgesucht werden, sollen für Qualität in der Beratung sorgen, erklärt der Vorstandschef. Für die notwendige Modernisierung und Erweiterung der 45 Beratungscenter – 18 in der Stadt und 27 im Landkreis – würden bis 2025 rund 30 Millionen Euro investiert. Der Prototyp eines solchen neuem Beratungscenters soll in Baunatal entstehen.

„Die Umwandlung in Selbstbedienungsstandorte war für uns keine einfache Entscheidung“, sagt Buchholz. Um vor allem älteren Kunden zu helfen, biete die Sparkasse ihren Kunden individuelle Beratungszeiten auf Wunsch auch zu Hause an.

Start des neuen Privatkundenkonzepts soll am 26. Juni sein. Alle betroffenen Kunden würden ab 12. Juni persönliche Briefe mit Informationen über jene Änderungen bekommen, die für sie von Interesse sind, verspricht der Sparkassen-Chef.

Rubriklistenbild: © Koch

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