1. Startseite
  2. Kassel

Neue Pläne für Kurfürsten-Galerie in Kassel - 9000 Quadratmeter vor Umbruch

Erstellt:

Von: Axel Schwarz

Kommentare

Seit einem Jahr ohne Hotelbetrieb: In der Kurfürsten-Galerie war zuletzt ein 128-Zimmer-Haus der Kette Best Western ansässig gewesen. Archi
Seit einem Jahr ohne Hotelbetrieb: In der Kurfürsten-Galerie war zuletzt ein 128-Zimmer-Haus der Kette Best Western ansässig gewesen. (Archiv) © Axel Schwarz

Vor einem Jahr wurde der Hotelbereich in der Kurfürsten-Galerie in Kassel geschlossen. Jetzt gibt es Umbau- und Sanierungspläne: Eine neue Betreiberkette will das Haus von 128 auf 165 Zimmer erweitern.

Kassel – Es wird noch eine Weile dauern, doch in zentraler Innenstadtlage wird Kassel ein neues großes Hotel bekommen. Das seit einem Jahr geschlossene 128-Zimmerhaus in der Kurfürsten-Galerie, zuletzt unter der Hotelmarke Best Western betrieben, wird umfangreich umgebaut und künftig zur britischen Hotelkette Premier Inn gehören. Das teilten Premier Inn und die Deutsche Mittelstand Real Estate AG (Demire) als Eigentümerin der Immobilie am Donnerstag mit.

Demire betreibt die 1991 erbaute Kurfürsten-Galerie in Kassel seit dem Jahr 2015. Von den 20 000 Quadratmetern Gebäudefläche entfallen rund 9000 Quadratmeter auf den Hotelbereich. Von den rund 40 Läden und Gastronomieflächen stehen etliche leer, vor fast genau einem Jahr hatte sich die Hotelbetreiberfirma RIMC aus dem Gebäude verabschiedet.

Kassel: Hotelbereich in Kurfürsten-Galerie wird komplett renoviert

In einem Teil der ungenutzten Hotelräume waren zuletzt geflüchtete Menschen aus der Ukraine untergebracht. Drei Jahrzehnte nach der Eröffnung war das Hotel, das mit viereinhalb Sternen lange Zeit zu den höchstklassifizierten Häusern Kassels gehörte, zuletzt sichtlich in die Jahre gekommen. 20 Jahre firmierte das Haus unter dem Namen Mövenpick, dann von 2010 bis 2014 mit der Marke Mercure und die folgenden sieben Jahre als „Best Western Plus Hotel Kassel City“.

Jetzt soll eine ganz neue Ära beginnen. Der Hotelbereich werde „komplett renoviert und an aktuelle technische Anforderungen angepasst“, teilten Premier Inn und Demire mit. Dafür werde „voraussichtlich noch in diesem Jahr“ der Bauantrag eingereicht. Für das neue Konzept würden die bisherigen Tagungsbereiche im Haus nicht mehr benötigt, sie würden in zusätzliche Zimmer umgewandelt. Deren Zahl solle von 128 auf 165 steigen.

Welchen Zeitraum der Umbau voraussichtlich einnehmen wird und wann mit der Neueröffnung zu rechnen ist, darüber sei derzeit keine Prognose möglich hieß es auf HNA-Anfrage bei Premier Inn.

Hotelkette Premier Inn: „Kassel gehörte schon länger zu unseren Standort-Präferenzen“

Die britische Hotelkette, die zum traditionsreichen Whitbread-Konzern gehört, ist seit 2016 auf dem deutschen Markt aktiv und betreibt bundesweit 42 Häuser, die meist in Innenstädten gelegen sind und sich an Geschäfts- wie an Freizeitreisende richten. 36 weitere Standorte hat sich die Hotelkette nach eigenen Angaben fest gesichert. Die Zimmer verfügen über einen recht einheitlichen Standard und orientieren sich im sogennanten Premium-Economy-Segment etwa am Drei-Sterne-Bereich. Bei Preisen und Ausstattung verglichen wird die Hotelmarke in Medienberichten etwa mit dem Mitbewerber Motel One.

„Kassel gehörte schon länger zu unseren Standort-Präferenzen“. sagte Chris-Norman Sauer, bei Premier Inn Deutschland für Expansion verantwortlich: Nicht nur wegen der kulturellen Anziehungspunkte sei die Stadt als Übernachtungsstandort gefragt, Kassel sei auch „eine wirtschaftsstarke Ober-Metropole“, so Sauer: „Diese doppelte Attraktivität ist für uns ein wichtiges Kriterium.“

Auch interessant

Kommentare